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Kunst oder nicht Kunst!?

Michael Wiegand findet Graffiti einfach spitze – wenn sie legal sind

Von 
Michael Wiegand
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Graffiti sind Bilder oder Schriftzüge im öffentlichen Raum, meist bunt und oftmals nicht ganz legal angebracht. Aber mal ehrlich!? Wen stört’s schon, wenn eine ehemals triste Unterführung, ein grauer Stromkasten oder auch die langweilige Wand einer Autobahnbrücke durch Graffiti verziert wurden? Wohl die wenigsten, wenn – ja, wenn! – das Werk zumindest auch einen klitzekleinen künstlerischen Wert hat.

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Es gibt zahllose gute und schlechte Beispiele für Graffiti. Auf der einen Seite kleine Kunstwerke wie Thomas Baumgärtels Spraybananen am Eingangstor der Orangerie und an der Fassade des Palais Hirsch in Schwetzingen oder auch die Schülerarbeiten in der Tunnelunterführung zwischen Eppelheim und Heidelberg – auf der anderen Seite kaum lesbare und wenig hilfreiche Schriftzüge an Autobahnschildern, die sogar die Hinweise verdecken oder auch – man kann sie nicht anders bezeichnen – Schmierereien an Hauswänden.

Über Geschmack lässt sich natürlich ebenso streiten wie über den „Wert“ eines modernen Graffitiwerkes. Aber legal sollten die gesprayten Bilder und Schriftzüge schon sein! Zwar monieren Sprayer seit Jahren, ausschließlich legale Graffiti seien langweilig, da der Reiz dieser Kunstform eben im Verbotenen liege, aber an vielen öffentlichen Stellen macht es durchaus Sinn, keine Graffiti anzubringen. Siehe Autobahnschilder.

Was die Schüler des Kunst-Leistungskurses des Bonhoeffer-Gymnasiums an das Trafohäuschen gesprüht haben, weicht von der Graffitikunst, die der Betrachter gewohnt ist, zwar ab, hat gerade dadurch aber einen besonderen Wert. Es ist ein gelungenes Projekt, das vielleicht auch in den umliegenden Gemeinden Schule macht – falls deren Verwaltungen ebenfalls geeignete Flächen zur Verfügung stellen.

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