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Verkehr

Land will in allen Regionen einen attraktiven ÖPNV

On-Demand-Projekte werden nun mit bis zu 2,5 Millionen Euro unterstützt

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Oftersheim/Region. Das Land Baden-Württemberg will auch in ländlichen Regionen einen attraktiven ÖPNV gewährleisten. Öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung (On Demand) ergänzen dabei das Liniennetz. In manchen ländlichen Regionen mit dünner Besiedelung ist öffentlicher Personennahverkehr mit einem festen Linienbustakt nicht wirtschaftlich.

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Um auch in diesen Gebieten einen flächendeckenden ÖPNV zu garantieren, sind hier öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung (On Demand) ein Mittel der Wahl. So können beispielsweise Kleinbusse oder Ruftaxis via Smartphone bestellt werden. Das Verkehrsministerium fördert deshalb diese On-Demand-Verkehre und -Projekte gezielt.

Bedarfsorientierte Angebote

Das Ministerium für Verkehr hat neue Förderrichtlinien für On-Demand-Verkehre veröffentlicht. Mit dem Programm sollen die kommunalen Aufgabenträger bei der Einrichtung und dem Betrieb flexibler und bedarfsorientierter Angebote finanziell unterstützt werden. Insgesamt stellt das Land 25 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld können voraussichtlich zehn Vorhaben über drei Jahre gefördert werden.

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„Gerade in ländlichen Räumen müssen wir das ÖPNV-Angebot angepasst ausbauen. On-Demand-Verkehre sind hier ideal um ein wirtschaftlich tragfähiges und ökologisch sinnvolles ÖPNV-Angebot in Räumen und zu Zeiten schwacher Verkehrsnachfrage sicherzustellen. Mit dem neuen Programm schaffen wir dafür ein passgenaues Instrument“, sagte Verkehrsminister und Landtagsabgeordneter Winfried „Winne“ Hermann (kleines Bild) von Bündnis 90/Die Grünen.

Gebetsmühlenartig spricht sich der Minister im „Ländle“ für den Ausbau der Infrastruktur aus. „Mobilität und Lebensqualität“, idealerweise für Stadt und Land, hat sich das Ministerium in Stuttgart auf die Fahnen geschrieben.

Die Stadt- und Landkreise können bis zum 14. Oktober dieses Jahres beim Ministerium für Verkehr ihre Anträge für die Einrichtung von On-Demand-Verkehren einreichen. Das Förderprogramm sieht eine abschmelzende, dreijährige Förderung der Vorhaben vor. Dabei werden im ersten Jahr bis zu 50 Prozent, im zweiten und dritten Jahr jeweils 25 Prozent der Kosten durch das Land übernommen. Je Vorhaben können maximal 2,5 Millionen Euro gewährt werden.

Das Förderprogramm reiht sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, mit denen die Landesregierung das Nahverkehrsangebot in der Fläche weiter ausbauen möchte. Seit 2015 konnten mit der Förderung von inzwischen 36 Regiobuslinien zahlreiche Unter- und Mittelzentren stündlich an den regionalen Schienenverkehr angebunden werden.

Hier setzt nun das neue Programm an, indem bestehende Taktlücken geschlossen und auch kleinere Gemeinden und Ortschaften mit On-Demand-Verkehren im Landestakt attraktiv angebunden werden.

Die geförderten Verkehre sollen zusammen mit vorhandenen Buslinien an allen Wochentagen ein mindestens stündliches Fahrtenangebot zwischen 5 Uhr und 24 Uhr (am Wochenende mindestens ab 7 Uhr) sicherstellen. Die Buchung soll mittels Internet, App und Telefon möglich sein. Auch der barrierefreie Transport von Rollstühlen, Gehhilfen und Kinderwagen wird verbindlich vorgeschrieben.

Verdoppelung bis 2030 geplant

Ziel des Landes ist es, die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Um dies zu erreichen, ist es wiederum dringend erforderlich, Bahn- und Busangebote in Baden-Württemberg als eine Alternative zum Pkw-Verkehr systematisch auszubauen, um ein bedarfsangepasstes, verlässliches und flächendeckendes Grundangebot sicherzustellen.

Nach dem Leitbild der im Koalitionsvertrag verankerten Mobilitätsgarantie sollen alle Räume in Baden-Württemberg von frühmorgens bis spätabends an den ÖPNV angeschlossen sein. zg/Bild: dpa

Info: Informationen zum Förderprogramm des Landes gibt es unter www.vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/oepnv/ und der Link zur „bwegt-Landingpage“ ist unter www.bwegt.de/ihr-nahverkehr/reiseinformationen/regiobuszu finden.

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