Oftersheimer wollen Wochenmarkt auf Volksbank-Parkplatz

Laut einer SPD-Umfrage wünschen sich die Bürger mehr Beschicker und regionale Produkte.

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zg
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Oftersheim. Der Wochenmarkt auf dem Festplatz fristet derzeit ein bescheidenes Dasein. Lediglich die „Käsefrau“ Dagmar Schröer und Vassilios Evlampidis, Anbieter griechischer Spezialitäten, sind freitags von 14 bis 17 Uhr regelmäßig vor Ort. Anton Mei kommt mit seinen Schwarzwälder Wurst-, Schinken- und Fleischspezialitäten oft über eine Stunde später. Seit einigen Wochen fehlt das Obst- und Gemüseangebot komplett. Immerhin sei, so teilt die Verwaltung mit, Ersatz für den bisherigen Standbetreiber gefunden, er soll sich am kommenden Freitag zum ersten Mal präsentieren. Ales in allem: es ist überschaubar.

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Dass der Wochenmarkt weiterhin bestehen soll, darin sind sich die meisten Oftersheimer einig. Aber es muss etwas passieren. Deshalb hat der SPD-Ortsverein im Dezember eine Umfrage gestartet, deren Ergebnisse nun vorliegen. Sie wurden, so schreibt SPD-Fraktionssprecher Jens Rüttinger dieser Zeitung, schon kurz in einer nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgestellt. Da sei entschieden worden, dass sich der Rat mit dem Thema beschäftige.

Insgesamt hätten 190 Menschen an der Umfrage teilgenommen, davon waren 71 Prozent Frauen. Knapp sechs Prozent der Teilnehmer seien zwischen 18 und 25 Jahre alt gewesen, 22 Prozent zwischen 26 und 40, 31 Prozent von 41 bis 55 Jahre alt, 24 Prozent zwischen 56 bis 67 und 17 Prozent älter als 68.

Ein Drittel geht gar nie hin

Rund 16 Prozent der Umfrage-Teilnehmer besuchen den Wochenmarkt regelmäßig, 18 Prozent einmal im Monat und 34 Prozent maximal fünfmal im Jahr. 34 Prozent besuchen den Wochenmarkt nach eigenen Angaben gar nie.

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Auf die Frage, was sich ändern müsse, damit die Befragten den Markt regelmäßig besuchen, antworteten etwa fünf Prozent „nichts“. Die große Mehrheit sprach sich aber für ein größeres Warenangebot und mehr Händler aus. Dabei standen Produkte wie Obst und Gemüse, Blumen, Backwaren, Produkte von örtlichen oder regionalen Landwirten, Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Putenspezialitäten, Feinkost und Delikatessen, Käse, Dampfnudeln und Süßigkeiten sowie ein Weinstand oben auf der Liste (in der Reihenfolge der Nennungen). Über acht Prozent wünschten sich Produkte in Bioqualität. Auch unverpackte Lebensmittel sind stärker gewünscht.

Rund neun Prozent der Teilnehmer wollen mehr Verlässlichkeit der Händler, die sich auch in einer Anwesenheitspflicht ausdrückt. Weitere Wünsche: Der Markt müsse sichtbarer werden, was mit mehr Werbung unterstrichen werden könnte. Auch sollten Vereine, Schulen, Kindergärten und Künstler die Möglichkeit erhalten, sich auf dem Wochenmarkt zu präsentieren.

Schulhof oder Parkplatz

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Spannend nannte Jens Rüttinger in seiner Mitteilung die Antworten auf die Frage: „Welchen Standort würden Sie für den Wochenmarkt vorschlagen?“. 89 Teilnehmer gaben den Parkplatz gegenüber der Volksbank und/oder im und vor dem Schulhof der Friedrich-Ebert-Schule an (mehrere Antworten möglich). Der bisherige Standort am Festplatz kam nur auf 80 Nennungen, erhält damit aber als Einzelwunsch den größten Zuspruch. Abgeschlagen landeten die Standorte vor dem Rathaus und bei der Sparkasse (15), die Parkplätze am Alten Messplatz (14), der Lessingplatz (10) sowie einige einzelne Vorschläge auf den Rängen.

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96 Marktbesucher würden künftig eher mit dem Fahrrad, 88 zu Fuß und 56 mit dem Auto kommen (Mehrfachnennungen möglich).

Bei der Frage nach dem Wochentag und der Uhrzeit sahen rund 30 Prozent keinen Änderungsbedarf (freitags von 14 bis 17 Uhr). Knapp 35 Prozent wünschen sich samstags in der Zeit von 8 von 15 Uhr (teilweise unterschiedliche Anfangs- und Endzeiten) oder samstags von 10 bis 17 Uhr (über sechs Prozent) den Markt. Damit liegt der Samstag als Wunschtag bei den Umfrageteilnehmern in Führung. 13 Prozent wünschten sich freitags eine lange Öffnung bis 19 Uhr. Zehn Prozent schlagen eine Anfangszeit ab 10 Uhr an Freitagen vor. Zudem gab es noch einige andere Einzelnennungen zu verschiedenen Wochentagen für den Marktbetrieb.

Über 85 Prozent der Rückmeldungen wünschten sich ein Gastronomieangebot auf dem Markt: Etwa warmes Essen, einen Imbiss oder gebackenen Fisch. Rund 25 Prozent würden sich auch über gelegentliche Musikdarbietungen freuen. zg

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