Eingefangen - Unserem Leser Rolf Henn und seiner Tochter Elena gelingen fantastische Bilder in der Natur / Graureiher fühlt sich wohl zwischen Landgraben und Leimbach Reizvolle Motive in betriebsamer Region

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az/zg
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Diese Aufnahme entstand bei bewölktem Himmel von einer der Landgraben-Brücken aus. © Elena Henn

Oftersheim. Immer wieder fangen unsere Leser mit der Kamera faszinierende Augenblicke aus der Natur ein, die sie uns zuschicken und an denen wir uns alle erfreuen dürfen.

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Auch Rolf Henn war unterwegs und schrieb uns folgende Zeilen zu den Schnappschüssen: „Als meine Tochter und ich abends durch die Felder zwischen Oftersheim und Neurott radelten, trafen wir auf dem Rückweg auf einen Graureiher“, heißt es in der E-Mail zu den Fotos. „Wir hatten ihn schon des Öfteren gesehen; er scheint in dem Gebiet zwischen Leimbach und Landgraben heimisch zu sein. Diesmal jedoch saß er auf einem Gebüsch zwischen Feldweg und Landgraben, mit der untergehenden Sonne im Hintergrund.“

Die beiden hielten an, stellten die Räder ab und näherten sich vorsichtig und leise dem Vogel. Mit der Handykamera haben sie ein paar Bilder gemacht, „die besten gelangen jedoch meiner 19-jährigen Tochter Elena mit einem Zoom mit einer Nikon-Kamera“, berichtet Henn.

Leider sei der tolle Anblick nicht lange zu genießen gewesen, „bei einem plötzlichen Geräusch breitete der Reiher seine Schwingen aus und schwebte mit ein paar Flügelschlägen davon. Man sieht: Auch unsere sonst eher unspektakuläre Umgebung inmitten der betriebsamen Metropolregion hält, vor allem zu den stilleren Stunden des Tages, immer wieder reizvolle Motive bereit – man muss nur zum richtigen Moment am richtigen Ort sein“, findet Rolf Henn. Und wir können ihm angesichts dieser fantastischen Aufnahmen – das Landschaftsbild entstand bei bewölktem Himmel von einer der Landgraben-Brücken aus – beipflichten.

Über den Graureiher

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Er wird etwa einen Meter groß und wiegt meist zwischen einem und zwei Kilo. Die Flügelspannweite beträgt zwischen 175 und 195 Zentimeter. Das Gefieder des Graureihers ist auf Stirn und Oberkopf weiß, am Hals grauweiß und auf dem Rücken aschgrau mit weißen Bändern. Er hat schwarze Augenstreifen sowie drei lange schwarze Schopffedern, die einen Federbusch bilden.

Er nutzt häufig Gewässer, die vom Menschen geschaffen wurden. Ruhig stakst der Graureiher mit gesenktem Kopf und gekrümmtem Hals langbeinig durch das seichte Wasser. Er sticht blitzschnell nach kleineren Fischen, Fröschen, Molchen, Schlangen und Wasserinsekten. Er frisst auch Ratten und Schermäuse, die er – wie auch die anderen Nahrungstiere – im Ganzen verschlingt. Auf Wiesen wartet er stocksteif stehend auf Feldmäuse und frisst auch mal Eier und Jungvögel. az/zg