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 Pandemie - Oftersheimer Apotheken haben FFP2- und OP-Masken vorrätig / Kunden suchen Rat bei den Experten Rund um Masken in Oftersheim gut gerüstet

Von 
Marco Montalbano
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Oftersheim. Immer wieder kommen neue Regeln und Verordnungen im Zuge der Corona-Pandemie – Stichwort: Masken. Plötzlich reichen die liebevoll genähten Stücke nicht mehr aus, bieten Experten zufolge doch nicht den knallharten Schutz, der notwendig ist. Daher ist jetzt das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen, also FFP2- oder medizinischen OP-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und Arztpraxen verpflichtend (wir berichteten mehrfach). Wie haben sich die drei Apotheken in Oftersheim darauf eingestellt und wie groß ist die Nachfrage?

Sonja Merdes von der Kurpfalz-Apotheke zeigt einen großen Karton mit Masken. Die Hälfte ist verkauft, doch es sind genügend im Bestand. © Montalbano
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„Wir sind Anlaufstelle für wirklich alle Fragen“, erläutert Sonja Merdes von der Kurpfalz-Apotheke, dass es nicht nur um den Kauf der Mund-Nase-Masken an sich geht. „Nach Wirkungsweise und Handhabung der Masken wird sich da genauso erkundigt wie danach, wann die Bezugsscheine der Regierung kämen, mit denen Risikogruppen und über 60-Jährige ein Sechserpack FFP2-Masken bekommen können.“ Sie zeigt einen riesigen, inzwischen halb leeren Karton mit Masken. „Manche wundern sich, dass der Nachbar schon Bezugsscheine bekommen hat, aber sie nicht. Das entzieht sich leider unserem Einflussbereich, aber fest steht: Es sind genug Masken da. Lieferengpässe sind keine erkennbar.“

Wichtig sei auch, dass man neben FFP2- auch OP-Masken verwenden dürfe, doch die Apothekerin hat eine Empfehlung parat: „Überall, wo heutzutage meist notgedrungen mehre Menschen zusammen sind, Abstände nur schlecht eingehalten werden können oder schlecht gelüftet werden kann, wie im Wartezimmer beim Arzt, empfiehlt es sich, FFP2-Masken aufzuziehen.“ Oft würde sie auch gefragt, ob man diese wiederverwenden könne: „Ja, das geht. Wenn sie lange genug an einem trockenen Ort gehangen haben – mindestens 72 Stunden, aber je länger, desto besser.“

Deutsche Ware besonders gefragt

„Die Leute fragen oft gezielt nach deutscher Ware“, erzählt Dr. Tobias Ober von der Mozart-Apotheke zu berichten. Ich habe, so wie auch meine beiden Kolleginnen, die Händler meines Vertrauens, die uns nur zertifizierte Ware liefern. Die kann auch aus Asien stammen. Die Masken sind dann etwas günstiger als die deutschen, aber ebenfalls sicher.“ Wichtig sei bei den OP-Masken vor allem, dass diese vom „TypIIR“ seien. „Da sind leider viele im Umlauf, die diesem nicht entsprechen, somit handelt es sich nicht um medizinische Masken, die zum einen schlechter schützen und zum anderen gar nicht in Geschäften oder im ÖPNV benutzt werden dürfen“, sagt er. Auch sei viel Ware mit falschen Zertifikaten auf dem Markt. Mit dem Kauf in der Apotheke sei man aber auf der sicheren Seite.

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Die Wiederverwendbarkeit von FFP2-Masken kann auch er bestätigen: „Man sollte sie nur maximal acht Stunden am Stück nutzen. Auch 15 Minuten beim Einkaufen und später noch mal für eine Stunde beim Arzt ist okay.“ Von Sterilisation im Backofen rät er allerdings ab, weil da zu viel schiefgehen könne und so die Masken eventuell unbrauchbar würden.

Dass die Menschen wieder aktuell verstärkt in die Apotheke kommen, anstatt bei Online-Händlern zu bestellen, findet er gut, hofft aber: „Es wäre schön, wenn die Menschen auch nach dieser Krise wieder mehr vor Ort kaufen würden. Wir prüfen alles und eine gute, fachkundige Beratung gibt es immer dazu.“

Wiederverwendung möglich

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Die Unsicherheit bei den Kunden sei schon groß, ist von der Hardtwald-Apotheke zu erfahren. Umso wichtiger sei es, aufzuklären, was auch das Team dieser Apotheke gerne macht. Es gäbe Kunden, die sich einen Vorrat an FFP2-Masken zulegen, „nur um versorgt zu sein“.

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Auch hier werden die Experten immer wieder nach der Verwendbarkeit der FFP2-Masken gefragt. Es gäbe eine Empfehlung, die lautet, die Masken nach Gebrauch ganze sieben Tage aufzuhängen – nur um absolut sicherzugehen, ist hier zu erfahren. Dann sei es extrem unwahrscheinlich, dass da noch Viren sind. Und die Sachen mit der Ofentrocknung? Eine Stunde bei 80 Grad ginge, „aber da muss man sehr genau sein. Ein Ofenthermometer sollte auf jeden Fall genommen werden, denn wie hoch die exakte Temperatur ist, ist extrem wichtig“.

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Freier Autor Freier Journalist für die Region Rhein-Neckar. Davor Pressereferent bis zum Wechsel auf die „andere Seite“. Studium der Politikwissenschaft. In Vergangenheit lange als Texter für die Wirtschaft tätig. Mitglied der Autorengruppe Literatur Offensive Heidelberg.