Wildgehege

„Silvester“ schaut ganz genau zu

Förderkreis erneuert den Zaun bei den Wildschweinen

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Zg
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Freude über den Fortschritt: Ulrich Fellenberg (v. l.), Eva Jokisch, Gregor Fellenberg, Joschua Boos und Cüneyt Basdas bei der Arbeit. © Wildgehege

Oftersheim. „Silvester“, der älteste Keiler im Wildschweingehege ist gleich zur Stelle, wenn wieder einmal an „seinem“ Zaun gearbeitet wird. Dies war in den vergangenen beiden Jahren häufiger der Fall, denn der innere Zaun auf der Nordseite des Geheges war so marode, dass ein Drittel der 112 Pfosten kaputt und der eingegrabene Teil des Zaungeflechts sehr brüchig war. Der täglichen Standfestigkeitsprüfung der Gehegebewohner hielt er nicht mehr Stand und Ausbruchsversuche mussten durch notdürftiges Flicken des Zauns unterbunden werden.

Das Problem beim Erneuern des Zauns: Er muss gut 40 Zentimeter im Boden eingegraben werden und mit Maschinen ist bei den beengten Verhältnissen im Wald wenig auszurichten. Es war also Handarbeit gefragt. Nach dem Ausheben des Grabens war „Silvester“ mit seinen Artgenossen jedoch meist so an der frisch aufgeworfenen Erde interessiert, dass ein Teil von Innen auch gleich wieder zugeschüttet wurde.

Mit der Zeit hatte das Zaunbauteam jedoch den Dreh raus, die Abschnitte so einzuteilen, dass die Arbeit nicht doppelt anfiel. In größeren Aktionen wurde das Zaungeflecht ausgerollt und eingebaut. Letztlich waren es fast 14 Rollen Zaungeflecht, die für die 340 Meter lange Strecke benötigt wurden.

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Ende Oktober war es jetzt soweit und die letzten Meter des Innenzauns wurden vollendet. Nach Arbeitseinsätzen bei Kälte, Regen oder großer Hitze war dieses Mal ein wunderschöner Herbsttag und dank einem Arbeitstrupp von neun Helfern ging die Arbeit gut voran. Lediglich der Anschluss an den letzten Pfosten erforderte noch einmal Kraft und Geschick – musste der neue Zaunteil noch mit dem Ende des alten Zauns verbunden werden.

Spätestens im Frühjahr werden allerdings erneut Helfer gebraucht, denn der alte Zaun muss noch entfernt werden – trotz seines insgesamt eher desolaten Zustandes, wird es sicher ein Stück Arbeit, ihn aus der Erde zu ziehen.

Der Einsatz des Förderkreises zeigt, was neben der unermüdlichen Fütterung, die der Gehegebetreuer Dieter Fackel tagtäglich durchführt noch alles anfällt, um die Anlage fit für die nächsten Jahre zu halten.

Die Wildschweinrotte schaut bestimmt bei den diversen Arbeiten zu und vielleicht werden über den Winter auch noch ein paar Frischlinge geboren. zg