Corona - Bürgermeister Jens Geiß über die Lage der Kommune / Durch Schließung vieler Einrichtungen schreiten Baumaßnahmen voran Vorsichtig optimistischer Ausblick auf Finanzsituation

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az
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Oftersheim. Einen „Parforceritt durch die vergangenen zwölf Wochen“, wie er es nannte, machte Bürgermeister Jens Geiß zum Auftakt der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im Rose-Saal. Die räumliche Verlegung war der Corona-Situation geschuldet, die Räte und Besucher konnten dort „auf Abstand“ gehen, wie es die Auflagen vorsehen (wir berichteten).

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Die letzte Präsenzsitzung fand am 18. Februar statt, also vor fast genau drei Monaten. Der Bürgermeister dankte den Räten für die Bereitschaft, in dieser Zeit Umlaufbeschlüsse zu fassen, unter anderem Auftragsvergaben. „Damit sind wir handlungsfähig geblieben.“ Man habe die Zeit und den Stillstand von weiten Teilen des öffentlichen Lebens genutzt, um Baumaßnahmen voranzutreiben. Darunter seien geräuschintensive Arbeiten beispielsweise an der Theodor-Heuss-Schule oder im Kindergarten Fohlenweide gefallen, aber auch das gemeinsame Rettungszentrum von Feuerwehr und Rotem Kreuz habe Fortschritte gemacht.

„In den vergangenen Wochen und Monaten ist eine Entwicklung eingetreten, wie sie niemand im Februar hat vorhersehen können“, meinte Geiß. Er erinnerte an die 15 an dem Virus erkrankten Mitbürger, „die zum Glück alle genesen sind. Und seit sechs Wochen sind wir coronafrei – es gibt keine gemeldeten Infizierungen mehr.“ Zum Schutz der Verwaltungsmitarbeiter und der Besucher im Rathaus werde man voraussichtlich noch bis zum 29. Mai mit Terminvergaben arbeiten.

Vorschüler dürfen wieder in Kita

Ab kommenden Montag, stellte er in Aussicht, dürften die Vorschüler wieder in den Kindergarten – immer eine über die andere Woche und im Tausch der Gruppen, um so die Belegung mit 50 Prozent zu gewährleisten. „Schließlich sollen die Mädchen und Jungen einen schönen Abschluss ihrer Kindergartenzeit bekommen.“

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Wie sich die Corona-Pandemie auf das Gemeindesäckel auswirkt, müsse man abwarten. „Wir sollten auf jeden Fall ein Augenmerk auf unsere Finanzsituation haben“, mahnte er. Verwaltungsintern habe man schon über Einsparmöglichkeiten gesprochen.

Was die Gewerbesteuer angeht, verzeichne die Gemeinde bei den Schätzungen derzeit noch einen relativ moderaten Rückgang von rund 400 000 Euro durch so genannte Nullstellungen der Vorauszahlungen. „Es zahlt sich jetzt aus, dass wir in Oftersheim nicht von wenigen großen Unternehmen abhängig sind, sondern dass die Steuerlast auf viele Schultern verteilt ist“, zeigte sich Bürgermeister Geiß vorsichtig zuversichtlich. az

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Von
Anette Zietsch
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