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Evangelische Kirchengemeinde - 31 Jugendliche feiern mit Pfarrer Tobias Habicht ihre Konfirmation / Unterricht erfordert Kreativität

Wenn Kinder zu Hauptpersonen werden

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zg/mgw
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Die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde stellen sich für ein Erinnerungsfoto zusammen. © Wolfgang Schwindtner

Oftersheim. „Die Konfirmation ist so etwas wie die Fortsetzungsgeschichte zur Taufe“, unterstreicht der evangelische Pfarrer Tobias Habicht. Auch wenn sie kein Sakrament wie bei den Katholiken ist, steht sie für einen wichtigen Schritt der jungen Gläubigen auf dem Weg zum erwachsenen Mitglied der Gemeinde. 31 Jugendliche, alle 14 Jahre alt, wurden von Habichts Kollegin Sibylle Rolf und der ehemaligen Vikarin Sophia Leppert seit Oktober vergangenen Jahres auf dem Weg zur Konfirmation begleitet, die nun an zwei Tagen gefeiert wurde.

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Corona habe es schwerer gemacht, die Jugendlichen auf die Konfirmation vorzubereiten. „Wir mussten Konzepte erarbeiten, wie Unterricht gestaltet werden kann.“ Mehrheitlich seien die Stunden digital durchgeführt worden, erst ab Pfingsten wieder in Präsenz, „aber ab diesem Zeitpunkt unter den nötigen Sicherheitsvorkehrungen.

Als die Jugendlichen jetzt feierlich in die Kirche einzogen, wurden sie zu Hauptpersonen. „Manche Eltern kämpfen dann mit den Tränen. Es ist das erste Mal, dass ihre Kinder in der Gemeinde selbstständig auftreten. Die Kinder sind heute die Hauptpersonen, nicht Eltern oder Paten. Sie werden genau genommen gar nicht gefragt“, beschreibt Habicht.

Verantwortung übernehmen

Hauptperson bedeute auch, dass die Kinder Verantwortung übernehmen und spätestens jetzt zu Jugendlichen werden, also erwachseneren Mitgliedern der Gemeinde. „Wenn ein Kind getauft wird, bringen es die Eltern und Paten zur Taufe. Das Kind ist in der Regel noch zu klein, um das für sich zu entscheiden“, gibt Pfarrer Habicht zu bedenken. „Mit 13 Jahren werden die Jugendlichen dann zum Konfirmandenunterricht eingeladen. Da lernen sie viel über den Glauben. Sie können ihre Fragen stellen, diskutieren und suchen gemeinsam Antworten. Sie erleben die Gemeinschaft in der Gemeinde. Sie feiern Gottesdienste mit, besuchen diakonische Einrichtungen und arbeiten in der Gemeinde. So sollen sie erfahren und erleben, was es bedeutet, zur Gemeinde zu gehören.“

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Jeder Konfirmand erhielt einen Konfirmationsspruch aus der Bibel. „Ein Satz, der sie begleiten und ermutigen soll“, so Habicht. Begleitet werden durften die jungen Oftersheimer auch von immerhin zehn Personen direkt in der Kirche. Zusätzlichen Freunden und Familienangehörigen bot die Gemeinde einen besonderen Service. Per Livestream konnten die Gottesdienste in den beiden Gemeindesälen verfolgt werden. „150 Menschen haben diese Möglichkeit genutzt“, freut sich Habicht.

Während des Unterrichts habe er Psalm 23 als Leitspruch ausgegeben. „Der Herr ist mein Hirte.“ Seine Hoffnung: Dass die Konfirmationssprüche die Konfirmanden ebenso durch das Leben begleiteten wie sein eigener ihn. „Der Herr segne Dich und behüte Dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir Frieden“ verwendet Habicht heute meist als Abschluss seiner Gottesdienste.

In die Gemeinde aufgenommen wurden Julian Baatz, Lena Baumgartner, Joschua Boos, Sebastian Conrad, Sarah Dittmann, Marleen Dworsky, Lenn Ehrhardt, Lina Engelmann, Tom Faller, Gregor Fellenberg, Anastasia Frank, Lukas Hauck, Maja Henrich, Leonie Hirning, Lukas Hodapp und Giulia Hörauf, sowie Marcel Klassen, Lars Koppert, Liv Maier, Sophie Isabell Mayer, Johanna Nord, Ben Norris, Julie Pieper, Luis Rettig, Sophia Schad, Lena Schmidt, Levin Tauber, Nick Thome, Lena Waeldin, Sarah Wendtland und Selina Yildirim. zg/mgw

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