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Whatsapp-Betrug: Frau aus Oftersheim um 2000 Euro betrogen

Von 
Vanessa Schwierz
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Die Polizei warnt davor, auf Geldforderungen in Chats einzugehen. © Fabian Sommer/dpa

Oftersheim. Eine 57-Jährige aus Oftersheim ist Opfer einer Betrugsmasche geworden - über den Messenger-Dienst Whatsapp. Im Laufe des Mittwochs, 7. September, erhielt sie eine Nachricht ihres angeblichen Sohnes per Whatsapp, dass ihr Handy defekt sein soll. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, bat dieser daraufhin um eine Überweisung von knapp 2000 Euro auf eine übermittelte Iban-Nummer. Die hilfsbereite Mutter überwies sodann den Betrag, ohne genau auf den Empfänger zu achten.

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Offenbar rechnete der Betrüger mit noch mehr Geld und meldete sich nochmal per Whatsapp bei der Frau. Er forderte einen "Nachschlag" von über 1600 Euro, der auf dasselbe, der 57-Jährigen bereits bekannte betrügerische Konto, zu überweisen sei. Jetzt wurde die Frau misstrauisch, bemerkte den Betrug und erstattete Anzeige.

Betrugsmasche meist bei älteren Menschen

Die Polizei betont, dass es immer wieder die gleiche Masche ist, mit der Betrüger zum Erfolg kommen. Entweder ruft der vermeintliche Sohn oder die angebliche Tochter bei meist älteren Menschen an oder schreiben eine Whatsapp-Nachricht und geben an, dass das Handy sei kaputt und er/sie auf die Schnelle rund 2000 Euro benötige.

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58-Jährige Heidelbergerin wird Opfer von "WhatsApp" Betrug

Veröffentlicht
Von
Henrik Feth
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Die meisten dieser Anrufe/Nachrichten, die täglich in der gesamten Region stattfinden, laufen ins Leere, weil die Angerufenen/Angechriebenen misstrauisch sind oder die Betrugsabsichten durchschauen. Sie lassen sich nicht aufs  Kreuz legen, unterbinden den Anruf oder die Nachrichten und erstatten Anzeige bei der Polizei.

Wie hoch dabei die Dunkelziffer der nicht angezeigten, möglicherweise auch vollendeten Taten, ist, lässt sich nur erahnen.

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat auch in diesem Fall die weiteren Ermittlungen übernommen.

Vorsicht bei Whatsapp-Nachrichten angeblicher Familienangehöriger

Die Ermittler bitten wiederholt eindringlich um Vorsicht und raten zu Misstrauen, wenn WhatsApp-Nachrichten von angeblichen Familienangehörigen eintreffen und auf diese Art und Weise um Geld bitten:

  • Angeschriebene sollten sich davon nicht unter Druck setzen lassen und nicht antworten.
  • Zunächst sollte unbedingt persönlich oder über die bekannten Telefonnummern geklärt werden, ob es sich bei dem Absender wirklich um Familienangehörige handelt.
  • Niemals sollte man sich verleitet fühlen, vorschnell Geld auf ein unbekanntes Konto mit unbekanntem Empfänger zu überweisen.
  • Ein vollendeter Betrug, aber auch bereits ein Betrugsversuch sollte unverzüglich bei der örtlichen Polizeidienststelle angezeigt werden.

Autor Redakteurin für Print und Online in Hockenheim, Altlußheim, Neulußheim und Reilingen

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