AdUnit Billboard

Abwasch in der Badewanne

Von 
Catharina Zelt
Lesedauer: 

Hier soll noch ein Regal hin, dort dringend ein neuer Tisch und im Bad fehlt ein Schrank. Nach meinem Umzug stand der Besuch in einem gewissen schwedischen Möbelhaus ganz oben auf der Liste, wurde das Geschirrspülen in der Badewanne doch langsam lästig. Denn so ganz ohne Küche und Übergangswaschbecken – das es zufällig in eben jenem Möbelhaus zu kaufen gibt – war das bislang die einzige Möglichkeit, die benutzten Kaffeetassen wieder sauber zu bekommen. Natürlich ist mein Umzug genau auf die Zeit zwischen den Jahren gefallen – und im Möbelhaus war die Hölle los.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1
© sbr_zelt

Vorbei an zwei Frauen, die sich um das letzte grüne Handtuch stritten, ging es zur Warenausgabe. Ich war zuversichtlich: Der grüne Punkt auf der Webseite versicherte mir, dass sowohl Regal als auch Waschbecken vorrätig sein würden. Da hatte ich die Rechnung allerdings ohne all die fleißigen Käufer getroffen, die sich just in dem Moment auf die Möbelstücke stürzten – was eben noch mit grün ausgezeichnet war, verwandelte sich ganz schnell in Rot. Ausverkauft.

Und das Waschbecken war zwar als vorrätig ausgezeichnet, dann aber irgendwie doch nicht da. Auf die lange Schlange vor der Mitarbeiterin am Infostand hatte ich da auch schon keine Lust mehr. Etwas gefrustet ging ich also in Richtung Ausgang. Wer jetzt aber denkt, ich hätte den Laden mit leeren Händen verlassen, der hat weit gefehlt. In meinem Wagen landeten zwar weder Regal noch Waschbecken, dafür aber Duftkerzen. Dann wird es beim nächsten Abwasch in der Badewanne wenigstens gemütlich.

Redaktion Redakteurin Print und Online - zuständig für Plankstadt und Eppelheim

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1