Katholische Gemeinde - Bäume und Hecken mussten weichen / Fundamente brauchen eine Abdichtung Außenbereich wird neu gestaltet

Von 
Saskia Grössl
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Plankstadt. Wer an der katholischen Kirche St. Nikolaus vorbeifährt, dem fällt es gleich auf: Die Bepflanzung im Außenbereich ist weg, Bagger haben sich durch das Erdreich gewühlt. Die Arbeiten sind der letzte Schritt in der Sanierung des Gebäudejuwels der katholischen Seelsorgeeinheit.

Die großen Bäume vor dem Haupteingang der St.-Nikolaus-Kirche sind weg. Der Bag-ger kümmert sich um die Wurzeln. © Grössl
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Es ist immer schade, wenn Pflanzen weichen müssen. Doch in diesem Fall ist es notwendig, soll dem Gebäude nichts Schlimmes drohen. So ist die Kirche zum Außengelände hin nicht vollständig abgedichtet und langsam dringt Feuchtigkeit über den Boden in die Kirche ein. An manchen Stellen sind auch auf dem Kirchenboden im Innenraum Spuren davon zu finden, erklärt Pfarrer Uwe Lüttinger. Aus diesem Grund müssen das Außengelände saniert und vor allem eine Abdichtung für die Feuchtigkeit geschaffen werden. Dies gilt auch für das Pfarrhaus neben der Kirche.

„In einem längeren Prozess der Planung und Genehmigung wurde dafür ein Konzept entwickelt. Erzbischöfliches Bauamt, Gemeindeteam und Stiftungsrat sind schon lange damit beschäftigt“, macht Uwe Lüttinger klar.

Nun haben also die Arbeiten mit den Baggern begonnen, die bis zu den Fundamenten der Kirche gelangen müssen, um diese abzudichten. Die Arbeiten sind bis April veranschlagt, wie der Pfarrer wissen lässt.

Gutachten liegt vor

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Eine schlechte Nachricht gibt es dabei noch: Nicht nur die Bäume und Hecken vor und neben der Kirche mussten weichen. Auch zwei relativ große und alte Bäume dahinter werden gefällt werden müssen. „Hier hat die Gemeinde ein Gutachten vorliegen, das besagt, dass diese Pflanzen mit einem Pilz befallen sind. Daher ist deren Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet“, bittet Uwe Lüttinger um Verständnis für diese Maßnahme, die der Sicherheit aller gilt.

Doch es gibt Trost: Denn wo etwas weichen muss, soll auch Neues entstehen. Einen optisch schönen, neu gestalteten Außenbereich verspricht Lüttinger. Dazu gehören auch neue Bäume und Sträucher, die die alten ersetzen sollen. Sogar in besserer Weise als zuvor. So sollen die Pflanzen besonders insekten- und vogelfreundlich sein, damit diese Tiere rund um die Kirche eine Heimat haben.

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Pfarrer Lüttinger dankt den Gemeindemitgliedern bereits für ihr Verständnis, wenn es im Zuge der Arbeiten zu Behinderungen und Einschränkungen kommt. Er hofft, dass das Außengelände dann im Frühsommer einen schönen Akzent im Plankstadter Jubiläumsjahr setzen kann. Übrigens könnte dazu noch ein weiterer Aspekt beitragen: Denn für den Kirchturm, der ja durchaus als eines der Plankstadter Wahrzeichen gelten kann, ist eine Beleuchtung geplant.

Im Inneren saniert

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Die Sanierung nahm im Inneren in den Jahren 2002 und 2003 ihren Anfang. So wurden bei den Deckengemälden schadhafte Stellen ausgebessert, der Fugenkitt repariert und sie wurden von Schmutz und Staub der Jahrzehnte befreit. Auf den zuvor hellen Wandflächen entstand die ursprüngliche Aufmalung der Klinkersteine wieder. Neben Änderungen im Chorraum wurde auch die Orgel generalüberholt. Die Gottesdienste fanden in der Zeit im Pfarrsaal gegenüber statt.

Es folgten die Außenrenovierung der Fassade und die Turmrenovierung sowie die Trockenlegung des Sockels um die Kirche. Weil diese aber noch nicht ausreichend war, muss dieser Schritt noch einmal nachgebessert werden. 2004 konnte die Kirche St. Nikolaus auf 100 Jahre seit ihrer Weihe zurückblicken.

Redaktion Redakteurin, zuständig für Plankstadt