Gemeindebücherei

Autor Joachim Hecker erfreut mit Experimenten Plankstadter Kinder

Joachim Hecker, unter anderem bekannt aus der "Sendung mit der Maus" lässt bei seiner Show die vierten Klassen aus Plankstadt staunen und lachen.

Von 
Dahnah Rudeloff
Lesedauer: 

Plankstadt. Die Viertklässler der Friedrichschule strömten aufgeregt in die Bücherei, in der ein Tisch mit Utensilien für die Experimente aufgebaut war. Hier wartete Joachim Hecker. Er ist seit zehn Jahren selbstständig und bereist mit seiner Experimentalshow die Welt.

Er ist Autor und bekannt für seine Experimente als Hör- und Videoformate der „Sendung mit der Maus“. Experimente, so sagt er, sind sein Leben. Zu Beginn hielt er ein Objekt hoch und ließ die Kinder sagen, was zu sehen ist. Es handelte sich um ein Handy. „Wieso klingt unsere Stimme so doof, wenn wir sie über das Handy hören“, fragte er. Antwort: Weil nur ein Teil der Stimme aufgenommen wird.

Charlotte hält ein Feuerzeug über dessen Flamme Joachim Hecker einen Ballon platzen lässt. © Rudeloff

Beim Sprechen ohne Handy hören wir die Stimme ganz. Über das Vorderteil eines Stethoskops gelingt das aber auch mit dem Smartphone: Hecker steckte ein Mikrofon an und alle hörten gespannt zu, während er das Stethoskop auf seinen Kopf legte, damit alle hören konnten, was er hört. Für Lacher und Jubel sorgte das Klopfen auf seinen Kopf.

Mehr zum Thema

Gemeindebücherei

Experimente für Schüler: Joachim Hecker zu Gast in Plankstadt

Veröffentlicht
Von
PM Gemeindebücherei
Mehr erfahren
Soul vom «Boss»

Bruce Springsteen auf den Spuren von Motown und Co.

Veröffentlicht
Von
Philip Dethlefs
Mehr erfahren

Drei Freiwillige – Shayan, Jule und Jasmin – stellten sich für den nächsten Teil des Experiments zur Verfügung. Jedes Kind bekam etwas Unterschiedliches zu essen (Knoppers, Chips, Erdnüsse), mit dem Stethoskop auf dem Kopf lauschten die Klassenkameraden den Kaugeräuschen. Eine der Lehrerinnen wurden ebenfalls nicht verschont, was zu tosendem Applaus führte.

Hecker war mit viel Begeisterung und Witz bei der Sache. Er führte eine singende Zahnbürste als Überleitung für das Thema „Der Mensch leitet Schall“ vor. Dazu nutzte er beispielsweise einen Lautsprecher, der auf verschiedene Dinge gestellt wurde wie Mülleimer und Kinderköpfe. Auf dem Kopf war die Vibration des Lautsprechers deutlich zu spüren und die Musik, die sonst nicht hörbar war, ging ins Ohr. Janina assistierte, als es darum ging, dass Menschen durch das viele Wasser, aus dem sie bestehen, Strom leiten können. „Man sollte sich immer an die eigene Nase fassen“, sagte er, bevor er Janina an die Nase fasste, um zu zeigen, dass sie Strom leitet. Alles im Gesicht könne das. Dazu wurde ein leitfähiger Stift benutzt. Zum Thema zeigte Hecker noch, wie sich auf einem nassen Schnürsenkel durch Leitung „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ spielen lässt und gestaltete mit den Kindern einen Stromkreis, bei dem sie sich an den Händen nahmen.

Hecker hielt noch einige Experimente bereit. Unter anderem verwandelte er Plankstadter Leitungswasser vor den Augen der staunenden und jubelnden Viertklässlern in Kunstschnee – Christian wurde dann auch zum Schneemann. Während die Kinder „Schneeflöckchen Weißröckchen“ sangen, verwandelte sich das Kunststoffpulver, das übrigens auch in Windeln zum Einsatz kommt, da es sehr saugfähig ist, durch Wasser in falschen Pulverschnee. Dieser ganz weich, nicht kalt und schmilzt nicht.

Die Kinder waren allesamt begeistert: Nia fand das Kunstschnee-Experiment am allerbesten, Malia wiederum das brennende Buch. Auch die vierten Klassen der Humboldtschule kamen in den Genuss der Show und waren angetan. Joachim Hecker beendete die Show mit den Worten „bleibt begeistert“.