Corona-Fall in Plankstader Tagespflege sorgt für Quarantäne

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Saskia Grössl
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Die Tagespflege im Kurpfalzpark ist gerade geschlossen. © Balduf

Plankstadt. Die Corona-Zahlen gehen zwar zurück, doch in falscher Sicherheit sollte man sich nicht wiegen. Das zeigt auch eine Nachricht aus der Tagespflege im Kurpfalzpark. Dort ist jetzt ein Corona-Fall bekanntgeworden, wie Heike Wies vom Kirchlichen Pflegedienst Kurpfalz als Betreiber der Einrichtung bestätigt.

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Deshalb ist momentan ein Besuch der Tagespflege nicht möglich. Doch das Gesundheitsamt ist informiert und steht mit allen Tagesgästen in Kontakt. Diese wurden als erste Maßnahme in Quarantäne geschickt und werden nun getestet - mit PCR-Test. Alle mit einem negativen Testergebnis dürfen dann ab Mittwoch, 3. Februar, die Einrichtung wieder besuchen, erklärt Heike Wies.

Engmaschiges Konzept

Das Hygienekonzept ist engmaschig und alle Richtlinien werden eingehalten, wie die Pflegedienstleiterin betont. Ein großer Teil davon ist das Testkonzept. Im Grunde funktioniert es so, dass alle, die die Tagespflege betreten, regelmäßig und konsequent getestet werden. „Auf diese Weise konnte die Corona-Erkrankung jetzt auch schnell gefunden werden“, erklärt sie. Aufgefallen war sie bei einem Tagesgast, der im häuslichen Umfeld mit dem Erreger in Kontakt gekommen war.

Vor Dienstantritt werden die Mitarbeiter per Schnelltest auf das Coronavirus untersucht. Gleiches gilt für die Tagesgäste. Sie dürfen den Aufenthaltsraum, in dem alle zusammenkommen, nur betreten, wenn bei ihnen ein negatives Schnelltestergebnis vorliegt. So lange müssen sie in einem Extraraum warten. Begleitpersonen haben keinen Zutritt zur Einrichtung.

FFP2-Masken sind obligatorisch

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Schlägt ein Schnelltest mit einem positiven Ergebnis an, wird noch ein PCR-Test durchgeführt, um ein wirklich belastbares Ergebnis zu haben, erklärt Heike Wies. „Wir hatten schon den Fall, das der Schnelltest positiv war, der nachfolgende PCR-Test dann aber negativ.“

Einige der Tagesgäste werden von zu Hause abgeholt. Doch auch hier gibt es Richtlinien, die eingehalten werden. So tragen die Fahrer und die Gäste auf dem Weg in die Einrichtung FFP2-Masken. Ein weiterer Teil des Hygienkonzepts ist der Abstand, der in den Räumlichkeiten der Tagespflege wo immer möglich eingehalten wird. Vor allem im Aufenthaltsraum, wo die Tagesgäste zusammenkommen, wird auf ausreichend Platz zwischen ihnen geachtet. Ferner tragen alle Personen - Mitarbeiter wie Tagesgäste - FFP2-Masken, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können, etwa auf dem Weg zur Toilette.

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Und schließlich setzt die Tagespflege auch auf die Desinfektion. „Alle Oberflächen werden mehrmals täglich desinfiziert“, macht Heike Wies klar. Generell gehe man immer auf Nummer sicher. Fühle sich ein Tagesgast nicht gut, dürfe er zunächst nicht kommen.

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Da sei man aufgrund des Konzepts in einer anderen Lage als Seniorenheime, da man einzelne Personen so gut isolieren könne. Im Heim falle das schwerer. Bei der Tagespflege werden Tagesgäste ambulant betreut. Sie gehen am Ende des Tages wieder in ihr häusliches Umfeld zurück. In Plankstadt können bis zu 16 Tagesgäste betreut werden, zumindest in normalen Zeiten. Derzeit sind es allerdings 14, damit die Abstände eingehalten werden können. Eröffnet hat die Einrichtung am 1. August 2019. „Ambulant vor stationär“ ist der Grundsatz des Pflegekonzepts, der den Tagesgästen eine Selbstgestaltung ihres Alltags mit Spielangeboten und Freizeitmöglichkeiten bieten möchte - momentan natürlich Corona-konform.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Flexibilität, da das Angebot auch tageweise genutzt werden kann. ES bietet somit eine wichtige Entlastungsmöglichkeit für pflegende Angehörige.

Eine Grafik mit den aktuellen Corona-Zahlen gibt's hier:

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Redaktion Redakteurin, zuständig für Plankstadt