Alte Schmiede - Duo begeistert mit Meilensteinen der Rockgeschichte / Musikalische Virtuosität ist gepaart mit sorgfältig recherchierten Geschichten Das „Hey Babe“ zum Gruße gilt bis heute

Von 
Caroline Scholl
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Stefan Gebert am Saxofon, begleitet von Frank Steuerwald am Keyboard, brillieren als „Hey Babe“ in der Alten Schmiede – die Interpretationen von Grönemeyers „Mensch“ bis Ambros’ „Für immer jung“ kommen bestens an. © Scholl

Plankstadt. Wenn Stefan Gebert, die bekannte Stimme von Radio Regenbogen 2, und Frank Steuerwald sich mit einem Song beschäftigen und diesen mit in ihr Repertoire aufnehmen, dann hat dieser Song bereits einen Platz in deren musikalischen und persönlichen Herzen gefunden. Genau dieser Bezug ist für das Publikum spürbar und der Funke der Begeisterung für die Meilensteine der Rockgeschichte springt sofort über.

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Passend zu der unglaublich beeindruckenden Eventlocation, der Alten Schmiede in Plankstadt, ist es dem Erfolgsduo „Hey Babe“ gelungen, dem Publikum auf den Punkt zu liefern, was die Wirkung der ausgewählten Songs ausmachte: Emotionen pur, überraschende Entstehungsgeschichten und Musik voller Leidenschaft.

„Ich freue mich schon so lange auf diesen Abend, denn ich habe ,Hey Babe’ schon vor einigen Jahren in Plankstadt erlebt. Wer die beiden einmal auf der Bühne gesehen hat, der kommt wieder“, bestätigte Leonore Schank aus Plankstadt überzeugt, schon bevor Gebert mit markanter Stimme und extrem gut recherchiertem Hintergrund die Geschichte von Raphael Ravenscroft, der das weltberühmte Saxofonsolo 1978 für einen ungedeckten 27 Pfund Scheck zu „Baker Street“ einspielte, dem Publikum den ersten Song in der gemütlichen Schmiede lieferte. Sich selbst gab er damit eine Steilvorlage für seine eigene beeindruckende Spielkunst am Saxofon. Frank Steuerwelt, der Pianomann, brillierte mit punktgenauen Arrangements am Keyboard und unterstrich damit Song für Song die manchmal rockige und gleichermaßen seelensanfte Stimme von Gebert.

Als Duo sind die beiden seit 20 Jahren gemeinsam unterwegs. Die Vertrautheit und die Kunst, dass jeder der beiden auf der Bühne gleichermaßen beeindrucken kann, haben Gebert und Steuerwald in den Jahren perfektioniert. „Noch heute begrüßen wir uns gegenseitig immer mit ,Hey Babe’, was damals dann zu unserem Band-Namen wurde“, verriet Gebert schmunzelnd.

Marillion oder Supertramp

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Dem Publikum bot sich ein fulminanter Abend, geteilt in zwei Abschnitte, bei dem es schwierig, ja nahezu unmöglich war, das Highlight zu extrahieren. Jeder der Songs, wie beispielsweise „Give a little bit“ von Supertramp, „Kayleigh“ von Marillion oder „Love my life“ von Robbie Williams sprach die begeisterten Zuhörer gleichermaßen an. „Es steht fest, dass wer einmal die Hintergrundgeschichten eines Songs kennengelernt hat, diesen Song zukünftig auf eine andere Weise hören und erleben wird“, erklärte Gebert und behielt Recht.

Auch zahlreiche deutschsprachige Lieder wie „Stark“ von Ich und Ich, „Für immer jung“ von Wolfgang Ambros, der sich mit dem Song an die Übersetzung eines lyrisch brillanten Werks von Bob Dylan wagte, oder der hochemotionale Song „Mensch“ von Herbert Grönemeyer, indem er damals den Tod seiner geliebten Frau und seines Bruders verarbeitete, waren starke Parts im Programm von „Hey Babe“.

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Gebert selbst ließ mit eigenen und ganz persönlichen Geschichten zu weltberühmten Songs sogar tiefe Einblicke in sein eigenes Leben zu. So durften die Gäste erfahren, wie Gebert im Alter von 18 Jahren mit der Platte „Schweißperlen“ von Klaus Lage unterwegs auf einem Motorroller nach Frankreich war, um dort eine Jugendliebe zu treffen. Beim anschließenden Song „Tausend Mal berührt“ bildete das Publikum in Plankstadt dann den Chor.

Tolle Erinnerungen werden wach

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„Genau diese Musik ruft schöne Erinnerungen hervor und wir sind begeistert über die tollen Geschichten und die einmalige Art der Präsentation. Das Freddy Mercury ‚Crazy little thing called love’ in der Badewanne komponierte, wer hätte das gedacht“, berichteten Barbara und Rainer Käding aus Schwetzingen, die das Duo „Hey Babe“ an diesem Abend zum ersten Mal erlebten. Mit großem Applaus und Zugabenforderung honorierten die etwa 70 Besucher in der Alten Schmiede die Leistung von Gebert und Steuerwald. Mit dem Song „Take the long way home“ von Supertramp verabschiedete sich das Duo aus Plankstadt und, wie Gebert sagte, einer der schönsten Locations, in denen er je auftreten durfte. Dem Kulturforum Plankstadt mit Claudia Verglas und ihrem Team war mit dieser besonderen Veranstaltung ein weiteres Highlight geglückt.

Nächste Gelegenheit, die Meilensteine der Rockgeschichte live mit dem Duo „Hey Babe“ zu erleben, gibt es am Samstag, 9. November, im katholischen Pfarrzentrum Waldsee.