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Stellungnahme - Dr. Felix Geisler fordert Rückkehr zur Realschule

Für 35 Prozent der Kinder gibt’s keine passende Schule

Von 
zg
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Plankstadt. Bereits am 8. April veröffentlichte der Realschullehrerverband Baden-Württemberg eine vielbeachtete Stellungnahme unter dem Titel „Starke Realschule. Starkes Land. Gefährdet Baden-Württemberg sein Erfolgsmodell?“ Das hat CDU-Gemeinderat Dr. Felix Geisler zum Anlass genommen, uns dazu eine Stellungnahme zu senden: „Einige Zeitungen berichteten dazu – der Text dürfte bei Eltern und Schülern aus Schwetzingen, Oftersheim und Plankstadt auf offene Ohren stoßen, denn in den drei Orten gibt es das Angebot einer Realschule oder Werkrealschule nicht mehr.“

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„In Baden-Württemberg wechseln auch im kommenden Schuljahr wieder 34,7 Prozent aller Grundschüler auf die Realschule. Damit ist die Realschule nach dem Gymnasium die mit Abstand beliebteste Schulart im Land“, stellt der Realschullehrerverband fest. Und dies obwohl in den Jahren 2011 bis 2016 „Grün-Rot in ihrem ideologisch fanatisierten Kreuzzug gegen Realschulen und gegen ein drei- beziehungsweise differenziert mehrgliedriges Schulsystem“ es an vielen Orten geschafft hat, Realschulen durch Gemeinschaftsschulen zu ersetzen.

„So auch in Schwetzingen. Nun muss man feststellen, dass ,die Eltern, die das alles schon lange mit den Füßen abstimmen, sich in deutlich überwiegender Mehrzahl (da, wo die Gemeinschaftsschulen nicht alternativlos politisch flächendeckend durchgesetzt wurde) für eine Schule des differenzierten Schulsystems entscheiden’“, zitiert Geisler.

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Für die Schüler und ihre Eltern in Schwetzingen, Oftersheim und Plankstadt bleibe nur die Wahl zwischen Gymnasium und Gemeinschaftsschule, so es nicht gelinge, einen der wenigen verfügbaren Plätze auf Realschulen der Nachbarkommunen zu ergattern, meint der Plankstadter Gemeinderat.

Der Realschullehrerverband schreibt: „In dem Maß, in dem man die ,Schule für Alle‘ und die Akademisierung der Gesellschaft durchsetzen wollte, qualifizierte man die berufliche Bildung ab. Baden-Württemberg war bis 2011 bestens aufgestellt. Heute dümpelt das Land auf bestenfalls mittleren Plätzen dahin. Im INSM-Bildungsmonitor 2021 landet Baden-Württemberg im Ländervergleich auf Platz 13.“ Studien belegten immer wieder, dass „gerade schwächere Schülerinnen und Schüler von einem differenzierten, vielgliedrigen Bildungssystem profitieren.“ Und auch die Folgen der aktuellen Bildungspolitik werden benannt: „Insbesondere das Angebot an Meistern, Fachwirten, Technikern und Fachkaufleuten wird, so vermutet die IHK, im Jahr 2035 um bis zu 31 Prozent hinter der Nachfrage zurückbleiben.“

Gemeinschaftsschule ist ein Fehler

„Der Text des Realschullehrerverbands legt den Finger in die Wunde – nun muss die Politik handeln. Die ideologiegeleitete Einführung der Gemeinschaftsschule war ein Fehler“, so Geisler: „Was für ein fataler Trugschluss, dass es außer Gymnasiasten nur eine weitere Gruppe von Schülerinnen und Schülern gibt, die nun alle sukzessive gleich zu beschulen wären. Schließlich haben Schülerinnen und Schüler sehr verschiedene Fähigkeiten und Begabungen, denen wir unbedingt gerecht werden sollten“, schreibt Geisler abschließend. zg

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