St. Nikolaus - Außengelände wird neu konstruiert / Schaukasten wird nach vorne versetzt / Rollbare Bänke für Veranstaltungen sind geplant Gestaltung des Kirchenplatzes in Plankstadt geht voran

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Marco Montalbano
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Pfarrer Uwe Lüttinger (r.) und Marion Kolb zeigen, wo der Schaukasten in Zukunft stehen wird. Dort wird er gut zu sehen sein und zur Geltung kommen. © Montalbano

Plankstadt. Ja, sie ist ein wahres Schmuckstück, die katholische St. Nikolaus Kirche im Ortszentrum. Doch rund um das Gotteshaus sieht es derzeit nicht besonders aus, beherrschen doch aktuell immer noch aufgegrabene Erde und Baumaschinen das Bild. Aber wie sagt man so schön: Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Kirche Plankstadt: Platz bei St. Nikolaus wird neu gestaltet

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Denn da sowieso die Fundamente abgedichtet werden müssen, wird das Außengelände gleich mit neugestaltet (wir berichteten). Darüber, welche Veränderungen es genau geben wird, spricht unsere Zeitung mit Pfarrer Uwe Lüttinger und der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Marion Kolb, bei einem Termin vor Ort.

Gutachten vor Baumfällung

Rund um das über 100 Jahre alte Gebäude mussten die meisten Pflanzen weichen, leider auch größere Bäume, die krank waren. „Da haben wir extra das Geld für einen Gutachter in die Hand genommen, weil wir ganz sicher gehen wollten, ob sie wirklich gefällt werden müssen. Uns ist bewusst, dass das durchaus ein sensibles Thema ist“, betont der Geistliche und ergänzt: „Leider wurde der Verdacht vom Experten bestätigt. Aber es werden natürlich neue Bäume gepflanzt, Eschen wahrscheinlich.“

Pfarrer Uwe Lüttinger sieht sich genau um auf dem Gelände, seine Vorstellungen sind konkret und er scheint schon ein genaues Bild vor seinem geistigen Auge zu haben, wie der Platz der Kirche einmal aussehen wird. „Die Bepflanzung wird auf jeden Fall insekten- und vor allem bienenfreundlich. Und wir werden nichts mit Pflanzen ‚zumauern‘, sondern es wird eine offene, helle Gestaltung sein“, sagt er. So käme auch in den Bereich zwischen Kirche und Pfarrhaus am Rand zur Schwetzinger Straße extra eine lichte Hecke, eben damit nicht dieser Eindruck entsteht. Dass in die Fundamente der beiden Gebäude Wasser drängt, sei ein großes Problem, das schnellstens behoben werden müsse, betont Lüttinger und fügt hinzu: „Im hinteren Bereich wird zudem eine Böschung und eine Senke angelegt, damit das Wasser weder in Richtung Kirche, noch zum Pfarrhaus fließt.“ So manche „Überraschung“ hätte man auch gefunden, so der Geistliche, zum Beispiel eine Gasleitung, die nirgendwo verzeichnet gewesen sei. „Aber die führte schon seit langem kein Gas mehr“, beruhigt er.

Vorschläge im Team besprechen

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Fest installierte Bänke würde es im Übrigen rund um St. Nikolaus nicht geben, „aber rollbare, die man bei Bedarf für Veranstaltungen in den Außenbereich stellen kann. Da kann man einiges entwickeln. Eine stärkere Nutzung der Außenanlage kann ich mir gut vorstellen.“

Marion Kolb sitzt nicht nur dem Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit vor, sondern ist als waschechte „Plänkschterin“ auch Sprecherin des 16-köpfigen Gemeindeteams, das den Bereich plant. „Wir werden fachkundig von einem Ingenieur und einer Landschaftsarchitektin begleitet. Sie machen Vorschläge, die wir dann im Team besprechen. Auf jeden Fall werden nicht nur Bäume, sondern auch wieder allerlei Büsche gepflanzt. Übrigens war vor ein paar Jahren mal geplant, auch den Platz vor dem Gemeindezentrum zeitgleich mit unserem hier neu zu gestalten. Aber das wurde verworfen. Darum sind wir allein ans Werk gegangen, aber natürlich in enger Abstimmung mit der politischen Gemeinde“, erklärt die Vorsitzende.

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Ein zweiter Fluchtweg wäre aus Brandschutzgründen auch nötig, der, so wie auf der Seite zur Schwetzinger Straße, von der zum Brühler Weg zeigenden Tür hin zum vorderen Teil führen wird. Besorgt schaut sie auch auf die Bodenplatten des Weges zum Haupttor und auf kaputte Stellen der Buntsandsteinmauern. „Da ist vieles im Argen. Das muss zum Teil neu gemacht beziehungsweise ausgebessert werden.“ Der Weg sei bei den Sanierungsarbeiten im Innern durch die schweren LKWs ruiniert worden, die darüber gefahren seien.

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Pfarrer Lüttinger zeigt auf den vordersten Teil des Kirchenvorplatzes, der an die Wilhelmstraße gegenüber vom Rathaus grenzt. „Hier kommt der Schaukasten hin. Da sieht man ihn besser und man muss nicht erst ganz zum Tor laufen, um zu lesen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Eine Bodenhülse wird es auch geben, damit schnell und bequem im Dezember wieder ein Weihnachtsbaum aufgestellt werden kann.“ Marion Kolb hingegen steht fasziniert vor dem Kirchturm: „Er ist schon sehr schön und wird durch eine effektvolle Beleuchtung ein großartiger ,Eyecatcher’ in der Ortsmitte sein.“

Auf die Frage, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, meint der Pfarrer: „Laut unserem Steinmetzmeister Michael Dursy, der die Oberaufsicht über die Arbeiten hat, sollte im Mai alles fertig sein. Aber wenn es Juni oder Juli wird, bin ich auch zufrieden. Wichtig ist, dass die Arbeiten gut ausgeführt werden und dass es schön wird – auch, weil es ortsbildprägend ist.“

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sr
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Freie Autorenschaft Freier Journalist für die Region Rhein-Neckar. Davor Pressereferent bis zum Wechsel auf die „andere Seite“. Studium der Politikwissenschaft. In Vergangenheit lange als Texter für die Wirtschaft tätig. Mitglied der Autorengruppe Literatur Offensive Heidelberg.