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Sozialverband VdK - Mitglieder des Kreisverbandes treffen sich zur sozialpolitischen Veranstaltung

Häusliche Pflege steht im Fokus

Von 
zg
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Bernhard Gschwender (v. l.), Vorsitzender des Kreisverbandes Helmut Gaa, Stadträtin Katharina Funk, Andreas Schwarz, Carolin Fellhauer vom Mannheim DRV, Verena Bentele (Präsidentin Sozialverband VdK), Hans Stöcklin (Stellvertretender Vorsitzender des Kreisverband), Thomas Schärer (Geschäftsführer Sozialverband VdK Landesverband), Alexander Angermaier (Vizepräsident Sozialgericht Mannheim), Ursula Stöcklin (Revisorin im Kreisverband) freuen sich anlässlich des interessanten Tages. © Rigo

Plankstadt/Kreis. Der VdK-Kreisverband Mannheim, unter Leitung seines Vorsitzenden Helmut Gaa aus Plankstadt und Stellvertreter Hans Stöcklin, hatte zur sozialpolitischen Veranstaltung eingeladen, zu der auch VdK-Präsidentin Verena Bentele kam. Da der Kreisverband Mannheim den alten Landkreis darstellt, sind die Ortsverbände Ketsch, Brühl, Schwetzingen, Plankstadt, Oftersheim, Hockenheim, Reilingen, Altlußheim und Neulußheim mit vertreten.

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Gaa freute sich, mehr als 400 VdK-Ortsverbandsmitglieder begrüßen zu können, heißt es in einer Pressemitteilung. Unter dem Motto „Catch a rainbow“ wies er auf die Corona-Pandemie hin, die zu deutlichen Einschränkungen des persönlichen Kontaktes und damit zu einer Einschränkung des gewohnten Gemeinschaftslebens geführt habe und dass alles Gute wiederkehren wird. Thomas Schärer, Geschäftsführer des VdK-Landesverbands, Landesgeschäftsstelle Stuttgart, wies in seinem Grußwort daraufhin, dass der Mannheimer Kreisverband der größte Kreisverband in Baden-Württemberg ist. Nicht ohne Stolz erwähnte er, dass in Baden-Württemberg qualifizierte Beratungen durch 142 Sozialgerichtsreferenten täglich durchgeführt werden, und hierbei über 12 Millionen Euro für VdK-Mitglieder erstritten haben. Alexander Angermeier, Vizepräsident des Sozialgerichts Mannheim, betonte, dass der Sozialverband für soziale Rechte kämpft und Gerichte hingegen die Rechtlage umsetzten. Er verwies auf die gute Arbeit der VdK-Juristen. Aufgrund ihrer Sozialrechtsberatung wurde von einer Anrufung des Sozialgerichts zum Teil abgesehen.

Erster Direktor Andreas Schwarz legte besonderes Augenmerk auf die Zukunftsfestigkeit der Rentenversicherung. Ärmere Rentenbezieher hätten im Schnitt eine rund fünf Jahre geringere Lebenserwartung als wohlhabendere. Beruhigend sei, dass im Sondierungspapier der Ampelkoalition, keine Rentenkürzung und keine Anhebung des Renteneintrittsalters vorgesehen ist. Schwarz sprach auch an, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts die „Baby-Boomer-Generation“ nach und nach in Rente gehen wird. Damit der Rentenversicherungs-Beitragssatz auch in Zukunft stabil bleibe, müsse im Gegenzug die Zahl der Beitragszahler steigen sowie weitere Personengruppen in die Versicherungspflicht einbezogen werden. Ein Anliegen der gesetzlichen Rentenversicherung sei, dass ältere Menschen gesund und länger arbeiten können.

Verena Bentele, seit Mai 2018 Präsidentin des Sozialverbands, legte ihren Fokus auf die Pflege von Angehörigen. Sie bemerkte, dass die Pflege durch Angehörige der „größte Pflegedienst der Nation“ sei. Auch formulierte sie soziale Forderungen, wie Kindergrundsicherung, an die neue Bundesregierung. Sie betonte, dass häusliche Pflege die VdK-Kampagne für 2022 sein wird. Für den VdK stelle die soziale Gerechtigkeit in Deutschland nach wie vor ein zentrales Thema dar. Mit über 2,1 Millionen Mitgliedern wachse der VdK kontinuierlich. Auch forderte sie einen sozialen Aufschwung. Lebenshaltungskosten und Altersarmut werden wichtige Themen sein. Bentele legte Wert darauf, dass das Ehrenamt und die Solidargemeinschaft maßgeblich für den Erfolg des Sozialverbands stehen. Als Vertreterin der Stadt Mannheim betonte Stadträtin Katharina Funk, die Pflege durch Angehörige und deren Bedeutung für die sozialgestaltete Gesellschaft heute und in Zukunft. zg

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