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Mitgliederversammlung

Handballer der TSG Eintracht Plansktadt wollen eigenen Verein gründen

Bedauern und kritische Stimmen prägen den Abend der TSG Eintracht – Monika Stumpf und Willi Großhans werden ausgezeichnet.

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zg
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Die Geehrten der TSG Eintracht : Renate Engelhardt (v. l.), Richard Wiegand, Uwe Kessler, Monika Hönig, Dr. Michael Layer, Christian Schmich, Monika Stumpf, Herbert Mölleken, Sandra Schöffmann, Willi Großhans, Sven Mölleken und Jürgen Beuschlein. © TSG Eintracht/Ohlhauser

Plankstadt. Unlängst konnte die TSG Eintracht endlich mal wieder eine normale und reguläre Mitgliederversammlung abhalten. Allerdings fanden aufgrund der Pfingstferien etwas weniger Mitglieder als sonst den Weg in die Dr.-Erwin-Senn-Halle, was dem Interesse an der Veranstaltung aber keinen Abbruch tat: Es galt unter anderem, den Berichten für das Geschäftsjahr zu lauschen und verdiente Vereinsmitglieder zu ehren. Die wichtigste Nachricht war, dass die Handballabteilung die TSG Eintracht verlassen und einen eigenen Verein gründen will.

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Die Geehrten

Ehrenmitglieder: Monika Stumpf, Willi Großhans.

40 Jahre Mitgliedschaft: Markus Bender, Norbert Berger, Jürgen Beuschlein, Günter Beuth, Dr. Dietrich Bierweiler, Peter Gollinger, Willi Großhans, Gustav Lorenz, Bärbel Merz, Bernd Rösch, Jens Treiber, Dr. Stephan Verclas.

25 Jahre Mitgliedschaft: Jutta Engelhardt, Renate Engelhardt, Matthias Gierig, Andreas Graupner, Volker Hein, Gitta Kistner, Monika Lösch, Sven Mölleken, Herbert Mölleken, Klaus Roth, Brigitte Scherer, Christian Schmich, Claudia Verclas, Claudia Wolff.

Sonderehrungen: Dr. Michael Layer, Uwe Kessler, Richard Wiegand, Fritz Zeilfelder. zg

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung von Vorstandsmitglied Monika Hönig, die die erkrankte Marion Brazel vertrat: Sie tat ihre Freude über eine Veranstaltung in der Halle kund, die nicht durch Vorschriften und andere Regularien erschwert wurde. Bevor der Bericht des Vorstandes auf der Tagesordnung stand, wurde Katrin Ohlhauser als Angestellte für den Hauptverein vorgestellt. Sie erledigt das Tagesgeschäft und unterstützt den Vorstand.

In ihrem Bericht sprach Monika Hönig von den Anfängen des Jahres 2021. Auch dieses sei weiterhin durch massive Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie geprägt worden. Der Sportbetrieb sei bis Mitte März komplett eingestellt gewesen, danach habe es eine kurze Trainingsgenehmigung im Freien gegeben, bis schließlich nach den Pfingstferien das Training für alle Abteilungen wieder wie üblich aufgenommen werden konnte. Es seien mehrere Hygieneverordnungen für den Trainingsbetrieb und zusätzlich für die Altpapiersammlung erstellt worden.

Anlässlich der Ehrungsveranstaltung der Gemeinde Plankstadt seien auch Mitglieder des Gesamtvereins geehrt worden. Die Spendensammlung bei der letztjährigen Mitgliederversammlung habe einen Betrag von 1000 Euro ergeben, der an die Flutopfer im Ahrtal übergeben worden sei. Hierfür dankte Hönig nochmals den Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2021 seien 207 Eintritte und 166 Austritte (inklusive der Verstorbenen) verzeichnet worden. Dies ergab trotz der erschwerten Bedingungen ein Plus von 41 Mitgliedern im Verein.

Weitere Aktivitäten im Jahr 2021 seienein Malwettbewerb für Kinder anstelle des Kinderfaschings, die Teilnahme an der Aktion „Stadtradeln“ (zweiter Platz in der Kommune) und Aktionen von Netto und Haribo gewesen.

Verträge optimiert

Hinter den Kulissen habe sich der Vorstand um die Planung des neuen Funktionsgebäudes gekümmert, Gas- und Stromverträge seien optimiert worden, die Mitglieder des Vorstands hätten an verschiedenen Weiterbildungen teilgenommen. Acht Sitzungen des Gesamtvorstandes hatten stattgefunden. Die Arbeiten am neuen Geschäftszimmer in der ehemaligen Eintracht-Wirtschaft seien aufgrund der Corona-Beschränkungen nur sehr langsam vorangegangen. Ein Umzug sei jedoch noch für dieses Jahr geplant.

Zum Abschluss teilte Monika Hönig mit, dass die Handballabteilung in ihrer Mitgliederversammlung in einer Vorabstimmung beschlossen habe, einen eigenen Verein zu gründen. Der Gesamtvorstand bedauere diese Entscheidung sehr. Man könne niemanden daran hindern, einen eigenen Verein zu gründen, möchte aber weiterhin die Handballabteilung bestehen lassen.

Das Resümee des Kassenberichts von Sandra Schöffmann konnte sich sehen lassen: Es sei ein guter Überschuss erwirtschaftet worden, mit dem weiter Rücklagen gebildet werden, da aufgrund des Alters der Gebäude immer mit größeren Reparaturen zu rechnen sei. Weiterhin sei man mitten in den Planungen für das neue Funktionsgebäude, auch hier würden Rücklagen für Eigenkapital benötigt. Von den Kassenprüfern Erika Stumpf und Doris Sessler Es erging ein Dank an Sandra Schöffmann für die gute Kassenführung.

Nach diesen Ausführungen folgten die Berichte der Abteilungsvorstände: Jürgen Kolb berichtete für die Fußballabteilung von einer guten Saison, ebenso wie Andreas Großhans für Handball. Deren Ausführungen schlossen sich Christian Schmitz für Karate, Markus Kolb für Tischtennis und Heide Doll für Turnen/Leichtathletik/Badminton an. Wenngleich alle mit den Spielen, Wettkämpfen und dem Trainingsbetrieb ihrer Abteilungen zufrieden waren, so konnte man doch deutlich hören, dass die vergangenen Corona-Jahre für alle eine Herausforderung waren.

Bei der nun folgenden Möglichkeit zur Aussprache über die Berichte meldete sich Ex-Vorsitzender und Ehrenmitglied Karl-Heinz Ochs zu Wort und bedauerte sehr die Entscheidung der Abteilung Handball, sich aus der TSG Eintracht zu lösen und einen eigenen Handballverein zu gründen. Er sehe viele Vorteile, die die Abteilung durch ihren Verbleib im Gesamtverein habe und stellte die Frage, ob die Mitglieder nun austreten müssten und somit keine Vorteile mehr aus Familienmitgliedschaften hätten.

Kolb zeigt Unverständnis

Zu Ehrenmitgliedern im Verein wurden Monika Stumpf für jahrzehntelanges Engagement sowohl als Übungsleiterin als auch in der Verwaltung, Willi Großhans für jahrzehntelanges Engagement in der Handballabteilung und Fritz Zeilfelder für Engagement bei den Fußballern geehrt.

Der Ehrenrat setzt sich wie folgt zusammen: Karl Pfaff, Gerhard Waldecker, Walter Fritz, Karl Muth, Walter Stumpf, Günter Ochs.

Es gab keine Anträge. Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ brachte Jürgen Kolb sein Unverständnis gegenüber der Entscheidung der Abteilung Handball, sich vom Gesamtverein zu lösen und einen eigenen Verein zu gründen, zum Ausdruck.

Monika Hönig schloss die Sitzung mit dem Hinweis auf die Jubiläumsfeierlichkeiten der Gemeinde Plankstadt. Am 2./3. Juni gibt es verschiedene Angebote aller Abteilungen auf dem Sportgelände. Die letzten Worte waren die des Dankes – an die Mitglieder für ihr Vertrauen in die Arbeit der Vorstandsmitglieder. 

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