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Wasserturm

Holz und Malerei: Künstler stellen im Plankstadter Wasserturm aus

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zg/caz
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Magda Seiler hat schon als Kind gerne gemalt – jetzt stellt sie im Plankstadter Wasserturm ihre Werke aus. © Seiler/Ullrich

Plankstadt. Gleich zwei Künstler stellen ab Samstag, 24. September, ihre Werke im Plankstadter Wasserturm aus: Hermann Ullrich und Magda Seiler. Der Weg von Hermann Ullrich zum Holzkünstler war lang und beinhaltete viele Grenzüberschreitungen. Er war 22 Jahre alt, als er seine Stelle als Schreiner kündigte, den Rucksack packte und einfach loszog. Nicht ziellos, aber doch ohne festgelegte zeitliche Begrenzung. Am Ende war er fast zwei Jahre unterwegs und hat rund 20 Länder besucht.

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Auf die Frage, was ihn bei seinen Reisen am meisten beeindruckt hat, wiegt Hermann Ullrich den Kopf. Nein, es war nicht die Zugfahrt durch das Kriegsgebiet in Uganda, als ihm die Kugeln um die Ohren flogen, und auch nicht der Aufstieg am Aconcagua, als er die Leiche eines lang vermissten Bergsteigers fand. „Am meisten beeindruckt hat mich das einfache Leben der Menschen, die ich auf meinen Reisen getroffen habe“, erklärt der Künstler.

Hermann Ullrich gibt der Seele des Holzes einen Körper und nutzt für seine Arbeiten einheimische Hölzer. © Seiler

Dieses archaische Leben findet sich jetzt in seinen Objekten wieder. „Ich will der Schönheit und Erotik des Einfachen Ausdruck geben,“ sagt Ullrich. Seine Hochformen erinnern an die Kalebassen afrikanischer Frauen, die sie bei oft stundenlangen Märschen auf der Suche nach Wasser auf dem Kopf tragen.

Die Exponate reizen zum Anfassen, ja verführen dazu, die geschliffene Oberfläche zu streicheln. Seine Blumenobjekte erinnern an Orchideen im Amazonasdschungel, auch ohne deren marktschreierische Buntheit.

Öffnungszeiten

Die Vernissage der Ausstellung der beiden Künstler Magda Seiler und Hermann Ullrich findet am Samstag, 24. September, um 16 Uhr im Wasserturm in der Luisenstraße 41 statt.

Außerdem ist die Ausstellung am Sonntag, 25. September, von 14 bis 18 Uhr, am Samstag, 1. Oktober, von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 2. Oktober, von 14 bis 18 Uhr zu sehen. zg

Besondere Technik

Der Seele des Holzes einen Körper geben. Für seine Arbeiten nutzt Hermann Ullrich einheimische Hölzer – unter anderem Eiche, Rotbuche und Kirschbaum. Trotzdem wirken seine Materialien außergewöhnlich, ja bisweilen exotisch. Das liegt an einer besonderen Technik, die der gelernte Schreiner anwendet: Er lagert das noch feuchte Holz mehrere Wochen lang in einem speziellen Kellerraum. Die Zersetzungsprozesse, die das Holz in dieser Zeit durchläuft, führen zu einem filigranen Netz, das sich an der Oberfläche des fertigen Objektes zeigt. Es ist die Mischung zwischen handwerklichem Können, untrüglichem Gespür für das Material und künstlerischem Ausdruck, die den unverwechselbaren Stil von Ullrich ausmacht.

Hermann Ullrich selbst sagt: „Ich sehe in einem unscheinbaren Holzstück eine Form, die von mir herausgearbeitet werden will.“ An seiner Seite wird bei der Ausstellung Magda Seiler sein. Nach der Beendigung ihres Berufslebens fand Seiler Zeit und Ruhe, die man für die Beschäftigung der Malerei nun einmal braucht. Schon als Kind hat sie gerne gemalt. Ohne eine gewisse Anleitung geht es auch in diesem Metier nicht. So besuchte sie verschiedene Kurse wie die Aquarellmalerei bei Hedy Grein-Schmeckenbecher in Hockenheim.

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Sie kam mit Wolfgang Beck, Maler und Bildhauer aus Weingarten, über Kurse bei der Volkshochschule Schwetzingen in Berührung. Hier lag ein Schwerpunkt bei der Aquarellmalerei und der Mischtechnik. Dazu besuchte sie auch Kurse bei Ju Mindhoff im Xylon Schwetzingen.

Verbindung zu Plankstadt

Fragt man die Künstlerin Magda Seiler, was sie beim Malen empfindet, dann ist es vor allem die Entspannung, die sich bei ihr mit dieser Beschäftigung einstellt. Sie freut sich sehr darauf, bald in Plankstadt im Wasserturm auszustellen. Denn Seiler hat viele Erinnerungen an diesen Ort. Sie besuchte in Plankstadt gerne ihre Pateneltern und die Verwandten väterlicherseits, zu denen die Beziehung bis heute nicht abgerissen ist.

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