Kaffee frei!

Von 
Saskia Grössl
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Es gibt zwei Arten von Menschen. Diejenigen, die morgens ohne Kaffee fit sind und diejenigen, die mindestens eine Tasse brauchen, um auf Touren zu kommen. Ich bin die erste Sorte – an den meisten Tagen zumindest. Mein Freund ist von der zweiten Sorte. Kaffee ist einfach erst relativ spät in mein Leben getreten, erst mit Anfang 20. Aus Angst vor gesundheitlichen Auswirkungen gehört für mich beim Kaffeekonsum immer das Maßhalten dazu. Die korrekte Anzahl an Tassen pro Tag habe ich für mich bei zwei definiert. Trinke ich eine dritte Tasse, fühle ich mich schon arg verwegen – und manchmal auch richtig aufgedreht (dann bin ich froh, wenn ich Bügelwäsche habe, denn die ist dann ruckzuck fertig). Für Kaffee gibt es aber aus diesem Grund auch eine richtige Uhrzeit. Nämlich morgens zum Frühstück für die erste Tasse und nachmittags für die zweite. Wenn man mir nun um 14 Uhr einen Kaffee anbietet, dann sage ich, es ist noch zu früh dafür. Denn was, wenn ich den dann trinke, aber um 16 Uhr noch einmal Lust darauf bekomme? Dann ist mein Pulver der zwei Tassen am Tag schon verschossen. Dabei sind die Befürchtungen wahrscheinlich gar nicht nötig. Mittlerweile deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass es zumindest für eine eventuelle Verkalkung der Arterien keinen Unterschied macht, ob man eine oder 25 Tassen am Tag trinkt. Jetzt gerade beim Schreiben dieses Textes steht ein Latte Macchiato vor mir, den mir meine liebe Kollegin Janina Hardung zubereitet hat und den ich mit diesen Erkenntnissen umso mehr genieße. Da kann ich nur sagen: Gib mir Kaffee für all die Dinge, die ich ändern kann und Wein für die Dinge, die ich nicht ändern kann.

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Redaktion Redakteurin, zuständig für Plankstadt