Faktencheck - Rotes Kreuz sammelt Altkleider / Container stehen jederzeit an verschiedenen Orten für die Bürger bereit Lager sollen für den Ernstfall gefüllt sein

Von 
Vanessa Schwierz
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Plankstadt. Die Altkleidersammlung des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) in Plankstadt gibt es bereits seit über 50 Jahren, wie Alexander Schilling (kleines Bild), stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins, im Gespräch mit unserer Zeitung verrät. „Über 700 Kleiderkammern des DRK versorgen annähernd zwei Millionen Menschen bundesweit mit gut erhaltener Kleidung und Schuhen“, verrät Schilling. Pro Jahr werden rund zwölf Millionen Kleidungsstücke kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr abgegeben.

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Am Samstag, 19. Oktober, sammelt der Ortsverein ab 8.30 Uhr Altkleider in der Gemeinde ein. Der Sack sollte für das DRK gekennzeichnet sein und verkehrssicher bis 9 Uhr auf den Gehwegen abgestellt werden. Wir checken die Fakten rund um Sammlung und die Container.

Warum wurde die Altkleidersammlung ins Leben gerufen?

Durch die Not einiger Bürger und um diese Not zu lindern wurde in Bonn im DRK-Präsidium beschlossen, diese Aufgabe im DRK umzusetzen. Lager wurden aufgebaut, um bei Großschadensereignissen die Bevölkerung mit Kleidung zu versorgen.

Welche Gegenstände gehören in die Altkleidersammlung?

Tragbare Kleidung und gut erhaltene Schuhe (sollten als Paar zusammengebunden werden), saubere Kleidung, Tisch- und Bettwäsche sowie Federbetten und Gardinen, Socken und Unterwäsche, Hüte und Pelze. Auch zerrissene Kleidung aus Baumwolle können die Menschen in den Container geben. Diese werden dann zum Beispiel noch zu Dämmstoffen oder Putzlappen verarbeitet, erklärt Schilling.

Welchen Zustand müssen die Produkte haben?

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Die Kleidung muss nicht gewaschen werden, sollte aber auch nicht vor Dreck stehen.

Was passiert im Anschluss mit der Kleidung?

Die Kleidung wird mit einer Sortieranlage nach Stoff und Art getrennt. Viele Unterschiede sind hier zu berücksichtigen, wie Jahreszeit und Aufbau der Kleidung.

Was gehört auf keinen Fall in die Altkleidersammlung?

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Müll und zerrissene Kleidung gehören nicht rein. Schilling bittet darum, auch keine Kleiderbügel oder sonstige sperrige und spitze Gegenstände abzugeben. Dies gilt auch für Kleidung, die mit Farbe oder Öl verschmutzt ist, kaputte Schuhe sowie kaputte synthetische Kleidung.

Wo kann Kleidung außerhalb der Sammlung abgegeben werden?

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Am DRK-Depot (Nähe Welde) können Säcke mit Altkleidern abgelegt werden – das wissen auch die Plankstädter. Dort und auf dem Messplatz stehen auch Altkleider-Container für die Abgabe der Kleidung. Schilling weist darauf hin, dass die Bürger auch gerne mit dem DRK Kontakt aufnehmen können, um Fragen zu den Altkleidern zu stellen.

Wo stehen in Plankstadt die Altkleider-Container?

Es gibt mehrere Anlaufstellen: Am Festplatz in der Jahnstraße, an der DRK-Unterkunft Am Ochsenhorn, an der Dr.-Erwin-Senn-Halle in der Jahnstraße 4, in der Hebelstraße an der Kreuzung Brühler-Weg, in der Ladenburger Straße 7 an der Alten Schmiede und in der Bahnhofstraße.

Was passiert mit der Kleidung in einem Altkleider-Container?

Auch diese Kleidung wird in einer Sortieranlage überprüft und der Verwertung zugeführt. Die Kleiderlager müssen für den Ernstfall eines Katastrophenfalls gefüllt sein. Außerdem sind die Container mit Aufklebern versehen, die über die Verwendung der Kleidung informieren. Die eingedruckte Adresse ermöglicht den direkten Kontakt zum DRK-Regionalverband.

Betreibt das DRK Läden, wo es Sachspenden verkauft?

Ja, denn das DRK betreibt Secondhand-Kleiderläden, wie Schilling verrät. Auch dort können Kleidung und Sachspenden abgegeben werden. Der nächste ist in Hockenheim, Karlsruher Straße 8. Er hat von Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Am Mittwochnachmittag ist er geschlossen.