Wasserturm - Fünf Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums stellen Zeichnungen, Acrylmalereien und Fotografien aus Mit Licht und Schatten spielen

Von 
Catharina Zelt
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Die Schüler und Künstler machen einen glücklichen und zufriedenen Eindruck: Larissa Wirth (v. l), Kira Held, Adrian Wurm, Lukas Botros und Tilo Heinz präsentieren stolz ihre Bilder und Fotografien im Wasserturm. © Zelt

Plankstadt/Eppelheim. Künstlern eine Fläche bieten und sie im Wasserturm ausstellen lassen – das ist die Mission von Julienne Matthias-Gund vom Kulturforum Plankstadt. „Es müssen keine bekannten Leute sein, die ausstellen. Wir möchten Menschen, die einfach nur zuhause für sich malen, die Möglichkeit geben, sich und ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren“, erklärte Matthias-Gund im Gespräch mit unserer Zeitung. So auch Kira Held, Tilo Heinz, Lukas Botros, Adrian Wurm und Larissa Wirth vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Eppelheim.

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Am Samstagnachmittag eröffneten die Schüler ihre erste Ausstellung im Plankstadter Wasserturm und präsentierten insgesamt über 60 Zeichnungen, Acrylmalereien und Fotografien. Während draußen eine Seifenblasenmaschine und große, bunte Stifte lockten, konnten sich die Besucher drinnen an einer Süßigkeitenbar bedienen und mit verschiedenen Säften anstoßen.

„Ich heiße Sie alle herzlich willkommen und freue mich, dass wir heute so eine tolle Premiere feiern dürfen“, eröffnete Bürgermeister Nils Drescher die Vernissage. „Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium hat ein tolles pädagogisches Konzept und die Künstler werden gefordert, was man auch heute hier im Wasserturm sehen kann“, lobte er die Schule. Anschließend wünschte er den Schülern viel Erfolg und dankte den Anwesenden.

Wo Worte nicht mehr ausreichen

„Kunst beginnt dort, wo Worte nicht mehr ausreichen“, zitierte Thomas Becker, Rektor des Gymnasiums, in seiner Ansprache. Deswegen sei Kunst auch so wichtig. „Die Laudatio ist die größte Klippe für die gute Laune während einer Vernissage. Eine Laudatio auszuhalten, fordert dem Galeriebesucher allen verfügbaren Humor ab. Kunstexperten neigen bekanntlich dazu, weniger über die Gemälde an der Wand zu reden als über die Malerei an und für sich. Fein aus dem Schneider ist, wer rechtzeitig zur Toilette entfliehen kann“, meinte Becker humorvoll. Deshalb wolle er selbst nicht zu viel sagen, sondern lieber die Bilder sprechen lassen.

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Julienne Matthias-Gund erinnerte sich in ihrer Rede an ihre eigene Schulzeit, die sie ebenfalls am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium verbrachte. „Probiert es weiter“, sagte sie an die jungen Künstler gerichtet. Kunst sei für das Herz und die Seele. Jeder, der es einmal probieren wolle, könne im Wasserturm ausstellen.

An Gittern hängen momentan die verschiedenen Bilder und Fotografien: Die Skizze eines Engels, ein realistisch gezeichnetes Auge und die Schwarz-Weiß-Fotografie einer jungen Frau sind nur einige Beispiele.

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„Ich habe mir das Fotografieren selbst beigebracht“, erklärte Tilo Heinz im Gespräch mit unserer Zeitung. Inspiration bekäme er von Instagram oder englischsprachigen Youtubern. „Fotografie ist auch viel Wissen: Wie funktioniert das Licht? Wie funktioniert eine Kamera? Ich bin oft nachts unterwegs – besonders gerne wenn es davor geregnet hat – und fotografiere“, erzählte der junge Fotograf. Er wolle Emotionen übertragen und mit Licht und Schatten spielen.

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Auch Mitschüler Lukas Botros hat verschiedene Fotografien ausgestellt. „Ich habe meistens ein Motiv im Kopf“, meinte er. Ein Bild von einem fallenden jungen Mann, das auch ausgestellt ist, sei besonders viel Aufwand gewesen. „Wir haben einen Tisch mit nach Heidelberg zum Schloss genommen, dann hat sich das Model daraufgelegt und anschließend habe ich den Tisch wegbearbeitet“, erklärte er seine Vorgehensweise. Er fotografiere mit seiner Spiegelreflexkamera nun schon seit ungefähr drei Jahren und wolle später auch einmal Fotograf werden.