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Linienbündel - Öffentlicher Nahverkehr in der Gemeinde wegweisend verbessert / Ohne Umstieg geht’s direkt nach Heidelberg / Änderungen starten schon in drei Wochen

Neue Buslinie für das Gewerbegebiet

Von 
zg
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Mit dynamischen Fahrgastinformationstafeln (DFI) werden den Fahrgästen die jeweils aktuellen Ankunfts- und Abfahrtzeiten der Busse angezeigt. © Gemeinde

Plankstadt. Manch einer hat die neuen Haltestellenschilder in Plankstadt vielleicht schon bemerkt. „Für Plankstadt haben wir mehrere Verbesserungen im ÖPNV für unsere Bürger erreicht. Das war unser gemeinsames Ziel im Gemeinderat“, spricht Bürgermeister Nils Drescher von der erfolgten Neuausschreibung der Linienbündel der Buslinien im öffentlichen Nahverkehr.

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Der Gemeinderat befürwortete einstimmig in nicht-öffentlicher-Sitzung der Vergabe der zusätzlichen Angebote nach einer europaweiten Ausschreibung des Verkehrsverbunds zu. Vieles wird sich ab Sonntag, 12. Dezember, für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in Plankstadt aufgrund der Linienbündelausschreibung ändern.

Moderne Fahrzeuge bereit

Da ist zunächst das Verkehrsunternehmen, das die Linien in Plankstadt künftig bedient. Das Plankstadt betreffende Ausschreibungslos gewann die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG). Gesellschafter ist hauptsächlich das Land Baden-Württemberg. Das Unternehmen ist bereits mit einem Standort in Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis vertreten. „Ich kenne die SWEG aus meiner Zeit als Leiter des Amts für Nahverkehr und Wirtschaftsförderung des Kreises als zuverlässigen Betreiber“, so Bürgermeister Nils Drescher. Er freut sich auf die Zusammenarbeit und die modernen Fahrzeuge, die der Betreiber zu Beginn der zehnjährigen Vertragslaufzeit stellt.

Doch welche Verbesserungen gibt es im Angebot? Gemeinsam mit der Stadt Schwetzingen wurde eine zusätzliche Buslinie ausgeschrieben. Die neue Linie „730“ wird am Bahnhof in Schwetzingen starten und über die Herzogstraße, August-Neuhaus-Straße und die B535 direkt das Schwetzinger Unternehmen Decathlon anbinden, bevor die Linie unter der B535 in das Gewerbegebiet Plankstadt weitergeführt wird. In Plankstadt werden zwei Haltestellen in der Brauereistraße eingerichtet.

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Die erste auf Höhe der Heinrich-Lanz-Straße und die zweite am Ende des Betriebsgeländes der Corden Pharma. Auf dem Rückweg fährt der Bus über den Gewerbering und hält in Höhe des dortigen Einkaufmarktes. Letzter Halt in Plankstadt, bevor der Bus über Decathlon wieder zum Schwetzinger Bahnhof zurückkehrt, ist auf Höhe der Mehrzweckhalle und des Tenniscenters. Die Linie fährt beginnend ab 6.14 Uhr bis 18.30 Uhr von Montag bis Freitag im 30-Minuten-Takt und samstags im Stundentakt. Abgestimmt zu den Schichtzeiten von Decathlon gibt es von dort aus frühere und spätere Fahrten.

„In den letzten vier Jahren sind in Plankstadt 380 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Der Gemeinderat legt viel Wert auf Ausbildungsplätze, Auszubildende haben aber oft noch keinen Führerschein. Die Anbindung des Gewerbegebiets mit öffentlichem Nahverkehr ist daher genauso wichtig wie der Glasfaserausbau. Beide Projekte werden wir in diesem Jahr erfolgreich beenden“, so sichtlich zufrieden Bürgermeister Drescher. Die neue Linie 730 wird von einem Kleinbus bedient, der über mindestens zwölf Sitzplätze, einen Rollstuhlplatz und einen Stehplatz verfügt.

Ein ganz besonderer Mehrwert für alle „Plänkschder“ besteht zukünftig in der Weiterführung der Linie 713. Die wichtigste Verbindung endet nicht mehr an der Endhaltestelle in Eppelheim, sondern fährt weiter Richtung Heidelberg. Zusätzliche Haltestellen sind Rathaus und Ärztehaus in Eppelheim und der S-Bahnhof Wieblingen. Mit jedem dritten Bus geht es im Stundentakt von dort zentral nach Heidelberg weiter. Hier wird an der wichtigen Haltestelle Betriebshof gehalten und dann steuert der Bus das Neuenheimer Feld an. Hier hält der Bus bei den Kliniken, Freizeit- und Bildungseinrichtungen sowie den dort ansässigen großen Unternehmen. „Mein besonderer Dank gilt Oberbürgermeister Professor Dr. Eckhard Würzner und dem Heidelberger Stadtrat für die Unterstützung der Idee und die Beteiligung an der Finanzierung der Linie. Die Weiterführung ist ein echter Pluspunkt für ÖPNV-Nutzer aller Altersgruppen und bietet mit umsteigefreien kurzen Fahrtzeiten in das Neuenheimer Feld eine echte Alternative, künftig auf das Auto zu verzichten.“

Etwa 277 500 Euro Kosten

Weitere Änderungen ergeben sich auch bei der Linie 728 (Kurt-Waibel-Schule), die in Zukunft die regulären Haltestellen an der Schwetzinger und Eppelheimer Straße bedient. Für mehr Barrierefreiheit und Komfort wurden an diesen Haltestellen in Plankstadt kürzlich dynamische Fahrgastinformationstafeln (DFI) installiert, die die aktuellen Ankunfts- und Abfahrtzeiten der Busse anzeigen und auch vorlesen können. Die Linie 728 kann nicht nur von Schülern genutzt werden, sie steht jedem Nutzer offen. Die geschilderten Verbesserungen sind mit geschätzt rund 277 500 Euro Kosten für die Gemeinde Plankstadt verbunden. 50 Prozent der Kosten werden durch den Rhein-Neckar-Kreis im Folgejahr erstattet.

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Die neuen Fahrpläne und Linienverläufe sind auf der Homepage der Gemeinde Plankstadt abrufbar. zg

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