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Bürgerbus - Landtagsabgeordneter Andreas Sturm (CDU) und Bürgermeister Nils Drescher im Dialog mit Betreiberverein / Eintrag in Goldenes Buch der Gemeinde

„Nicht mehr wegzudenken“

Von 
zg
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Uwe Hornung (v. l.), Jutta Schuster, Landtagsabgeordneter Andreas Sturm, Gaby Wacker, Werner Wohlfahrt, Andreas Kistner, Plankstadts Bürgermeister Nils Drescher, Willi Lieske und Sigrid Schüller am Bürgerbus. © Busse

Plankstadt. Für Bürgermeister Nils Drescher ist er „eine rollende Stube voller Herzlichkeit“, für den Landtagsabgeordneten Andreas Sturm, der auch Ehrenamtsbeauftragter der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion ist, eines seiner „Lieblingsprojekte im Wahlkreis, das durch vorbildliches ehrenamtliches Engagement von Bürgern getragen wird, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen“: der Plankstadter Bürgerbus.

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Sturm war einmal mehr nach Plankstadt gekommen, um gemeinsam im Gemeindezentrum mit Mitgliedern des Bürgerbusvereins, vertreten durch den Vorsitzenden Werner Wohlfahrt, Sigrid Schüller, Uwe Hornung, Willi Lieske und Andreas Kistner, über aktuelle Anliegen des Vereins zu sprechen. Neben Drescher nahm auch Kreis- und Gemeinderätin Jutta Schuster am Treffen teil.

Positives Fazit nach fünf Jahren

Fünf Jahre ist der Bürgerbus nunmehr auf Plankstadts Straßen unterwegs und aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Wenn er nicht aufgrund der Corona-Pandemie zum Stillstand gezwungen ist, wird der Bus Monat für Monat von 1200 bis 1400 Bürger genutzt und spult jährlich rund 30 000 Kilometer herunter. 22 Fahrer sind hierzu im Einsatz, sie sorgen nicht nur für eine sichere Beförderung der Fahrgäste, sondern helfen darüber hinaus beispielsweise älteren Menschen beim Ein- oder Aussteigen.

„Wir haben daher auch körperlichen Kontakt, nicht nur in Corona-Zeiten legen wir höchsten Wert auf Hygiene, Desinfektionsmittel sind immer an Bord“, berichten die Vereinsvertreter. Der Bürgerbus werde von allen Generationen genutzt. „Manche Eltern bringen ihre Kinder im Bus zum Kindergarten, es geht zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Physiotherapie. Am Friedhof steigen tatsächlich die wenigsten Fahrgäste aus. Seitens der älteren Generation haben wir nicht nur einmal den Satz ,Ohne euch würden wir nicht mehr aus dem Haus kommen’ gehört.“

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Die bisherigen Erfahrungen mit dem Bürgerbus sind auch in Dossenheim gefragt, denn dort will man ebenfalls ein solches Fahrzeug anschaffen. Die Plankstadter helfen ihren Nachbarn durch Rat und Tat, sind in Dossenheim vor Ort und fahren unter anderem die gewünschte Route ab.

Gerne würde der Bürgerbusverein statt einem Dieselfahrzeug einen E-Bus fahren, allerdings sind die Kosten für einen Erwerb eines solchen Gefährts mit rund 200 000 Euro nicht zu stemmen. „Wir haben darüber sehr intensiv im Vorstand diskutiert“, so Wohlfahrt. Ebenfalls keine Option sei es, den Diesel entsprechend umbauen zu lassen: „Durch das Gewicht der Batterien hätte das Fahrzeug dann eine Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen, da reicht dann der Führerschein der Klasse B für unsere Fahrer leider nicht mehr aus.“

Auf jeden Fall werden sich die Plankstadter am Freitag, 26. November, im Verlauf des Online-Fachforums „Elektromobil im Gemeinschaftsverkehr“ der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) über den aktuellen Stand der Dinge informieren, zumal der „E-Bürgerbus“ von Bürgerbusprojekten aus Baden-Württemberg bei der NVBW für Probeeinsätze entliehen werden kann.

Finanzierungshilfe verzögert sich

Ein weiteres Anliegen hatte Andreas Kistner, der die Finanzen des Vereins verantwortet und seitens des Landes aus dem Förderprogramm „Verwaltungskostenpauschale zur Unterstützung von ehrenamtlich getragenen Verkehren im ÖPNV“ noch auf eine Zuwendung wartet. „Ich frage mich, warum das immer so lange bei uns in Deutschland dauert, zumal laut NVBW unser Antrag schon seit vielen Monaten genehmigt ist“, kritisierte der Vereinsschatzmeister. Eine Frage, die Sturm an seine Landtagskollegin Elke Zimmer, die Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr, zur Klärung weiterleiten werde, so der Abgeordnete.

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„Nächste Haltestelle: Stuttgart“

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Bürgerbus Plankstadt im kommenden Jahr seine bisherige Route für einen Tag mit dem zusätzlichen Ziel Stuttgart erweitern wird: Andreas Sturm lud den Bürgerbusverein zu einem Besuch des Landtags von Baden-Württemberg ein, sein Team werde dann für die Plankstadter Abordnung ein interessantes Programm zusammenstellen, so das Versprechen. Zudem könne bei einem Besuch die Möglichkeit genutzt werden, das erfolgreiche Bürgerbusprojekt weiteren Abgeordnetenkollegen vorzustellen.

Abschließend hatte Bürgermeister Nils Drescher noch eine Überraschung für Sturm parat: Der CDU-Landtagsabgeordnete durfte sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen. „Sie sind immer da und kümmern sich um unsere Anliegen“, bedankte sich das Gemeindeoberhaupt anlässlich des Eintrages. Andreas Sturm gab den Dank seinerseits herzlich für „diese besondere Ehre“ zurück.

Gemeinsam warteten die Teilnehmer des Treffens dann an der Haltestelle, bis der Bürgerbus mit Gaby Wacker am Steuer eintraf. „Gerade auch Gaby Wacker leistet hier eine ganz herausragende Arbeit“, lobte Jutta Schuster. zg

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