Bauauschuss - Grünes Licht für Sanierung der Eisdiele / Straßenverkauf soll an gleicher Stelle erhalten bleiben / Parkplatz in der Schwetzinger Straße wird asphaltiert Ortskern Plankstadt bekommt weiteren Hingucker

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Sascha Balduf
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Die Eisdiele im Ortskern wird saniert. Ihr äußeres Erscheinungsbild soll dabei erhalten bleiben. Innen soll ein einladender Gastraum mit Theke geschaffen werden, der durch bodentiefe Glaselemente von Licht durchflutet wird. © Balduf

Plankstadt. Mit gleich zwei eigenen Bauvorhaben im Ortskern befasste sich der Ausschuss für Ordnung, Bau und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung: Der Umgestaltung der Eisdiele im Brühler Weg und den Pflaster- und Asphaltierungsarbeiten für die Parkfläche in der Schwetzinger Straße 38.

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Die Eisdiele befindet sich im Einflussbereich der umfassenden Umstrukturierungsarbeiten, die die Gemeindeverwaltung ihren Räumlichkeiten unterzieht: Mit der Erneuerung des Rathausanbaus und der Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus geht auch ein Umzug der Bürgerdienste in das gegenüberliegende ehemalige Sparkassengebäude einher. Direkt daneben liegt das Anwesen Brühler Weg 2, welches die Gemeinde 2019 erworben hatte, nachdem die damalige Eisdiele ihre Pforten schloss. Mit der Mannheimer Eismanufaktur war schnell ein neuer Pächter gefunden worden – ganz zur Freude der Gemeinde, die das kalt-süße Angebot zur Belebung der Ortsmitte unbedingt erhalten wollte.

Schon damals war klar, dass das Gebäude dringend saniert werden muss. Mit dem OK des Bauausschusses kann diese Sanierung nun nach den Plänen des Bauamtes angegangen werden. Einzig die CDU enthielt sich ihrer Stimme. Die Christdemokraten hatten einst gegen eine Sanierung und für einen Neubau des Gebäudes geworben, schlussendlich aber keine Mehrheit errungen. Um ihrer Linie treu zu bleiben, wollten sie den Vorhaben nun kein eindeutig grünes Licht geben. „Eine Enthaltung bedeutet jedoch keine Ablehnung“, verdeutlichte Andreas Berger.

Die Pläne sehen vor, durch neue Raumaufteilung und einen Anbau einen einladenden Gastraum mit Theke zu schaffen, der durch bodentiefe Glaselemente von Licht durchflutet wird. Auch eine Toilettenanlage inklusive barrierefreier Kabine bekommt die Eisdiele. Zum neuen Gebäude der Bürgerdienste hin soll weiter ein Außenbereich für die Bewirtung im Sonnenschein zur Verfügung stehen. Der Straßenverkauf soll an gleicher Stelle erhalten bleiben – ebenso wie die grundsätzliche Erscheinung des Gebäudes, um an dieser Stelle die alte Erscheinung des Ortskerns mit neuer Qualität zu erhalten. „Wir freuen uns, dass es mit der Maßnahme vorangeht und denken, dass die Eisdiele mit den neuen Verwaltungsgebäuden ein schönes Ensemble bilden wird“, sagte Gerhard Waldecker (Plankstadter Liste).

Zwei Fliegen mit einer Klappe

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Im Anschluss stimmten die Ratsmitglieder einhellig dafür, die Firma Reimold aus Gemmingen damit zu beauftragen, den Parkplatz in der Schwetzinger Straße zu pflastern und die Zufahrt zu asphaltieren. Damit schlägt die Gemeinde quasi zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die gleiche Firma erneuert gerade Kreisel und Straße an der westlichen Ortseinfahrt. Die Umsetzung der Maßnahme hatte der Ausschuss schon in Juli 2020 beschlossen. Das Angebot der Firma Reimold liegt mit 65 450 Euro nur 50 Euro unter der damals sehr präzise abgegebenen Kostenschätzung des Bauamtes. Zusammen mit den weiteren Kosten, etwa für Beleuchtung, Bepflanzung und Entwässerung wird der neue Parkraum mit rund 95 000 Euro zu Buche schlagen.

Er beinhaltet sieben 2,7 Meter breite Parkbuchten, von denen eine als Behindertenparkplatz ausgewiesen wird. Ein Sandsteinmäuerchen soll eine klare Abtrennung zur Straße hin schaffen, während zwei Baumscheiben für Schatten sorgen. Fahrradständer und ein blickdichter Zaun zu den Anwohnern hin runden das Angebot ab.

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Andreas Berger (CDU) hatte zwei Nachfragen. Zunächst wollte er wissen, ob sich die Parkdauer begrenzen lasse, um keine Dauerparker zu riskieren. Bürgermeister Nils Drescher verwies auf das umfangreiche Parkraumkonzept, welches das Ordnungsamt erarbeitet hatte: „Das ist ein größeres Projekt, das wir vor einem Abschluss gerne zusammen mit dem Gemeinderat bearbeiten wollen“, sagte er und beantwortete Bergers Frage damit mit einem „Ja, aber …“.

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Des Weiteren merkte der CDU-Sprecher an, dass die überlangen Kleintransporter, wie sie von vielen Handwerksbetrieben eingesetzt werden, eine Durchfahrt auf dem relativ schmalen Parkplatz verhindern würden, wenn sie eine Parkbucht belegen. Bürgermeister Drescher versprach, dass sich die Gemeinde eventuellen Problemen damit annehme, sollten sie bei einer Kontrolle durch das Ordnungsamt auffallen. Beginnen sollen die Arbeiten Ende Februar – soweit die Wettergötter Gnade zeigen.

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