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Gemeindeverwaltung - Köder werden zielgerichtet verteilt

Ratten werden bekämpft

Von 
zg
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Plankstadt. In den kommenden Wochen werden in den Straßen der Gemeinde immer wieder Schädlingsbekämpfer unterwegs sein. In regelmäßigen Abständen wird die Population von Ratten kontrolliert. Umweltbeauftragter Bernhard Müller von der Gemeindeverwaltung erklärt: „Die zertifizierte Firma Bertram Hygiene aus Laudenbach wird über etwa zwölf Wochen zuerst ein Monitoring, dann ein zielgerichtetes Einbringen von Giftködern sowie eine Endkontrolle durchführen.“

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Die hochintelligenten Allesfresser machen vor nichts Halt, bevorzugen jedoch Lebensmittel jeder Art, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb sei das Rattenproblem quasi hausgemacht, weil immer noch viel zu viele Menschen Essensreste in der Toilette entsorgen. Verpacke man diese in Papier und gebe sie in die Biotonne, landen sie in der Kompostierungsanlage und nicht im Kanal. Tipp des Umweltamts: „Parallel zur Rattenbekämpfungsaktion der Kommune, die alljährlich durchgeführt wird, auf den eigenen Grundstücken gegen die Nager vorgehen.“

Etwa 700 Kanalschachtdeckel gebe es in Plankstadt. In jeden Zweiten werden giftfreie Köder zum Monitoring eingehängt. Der Köder werde gerade so hoch eingebracht, dass er nicht mit Flüssigkeit in Berührung kommt. „Im Kanalsystem wird das Abwasser transportiert, es kann in keiner Weise zum Kontakt mit Trinkwasser kommen“, schildert Müller das Vorgehen. Nach einiger Zeit würden die nicht toxischen Köder kontrolliert. Die Spezialisten schauen sich die Köder genau an, wiegen sie und können so berechnen, wie viele Ratten am jeweiligen Kanaleinstieg vorbeigekommen sind. Gerade einmal 20 Gramm würden reichen, um eine Ratte satt zu machen. Mit diesen Werten könne die Dosierung für die Giftköder genau festgelegt werden.

Effektives Gift

Die mit einem speziellen Nagergift präparierten Happen kämen nur in Kanalzugänge, in denen zuvor Bissspuren am nicht giftigen Köder gefunden wurden. Im Gegensatz zu Gift der ersten Generation sei es derart weiterentwickelt, dass es schon in der Einmaldosis tödlich wirke. Weder für Menschen noch für Nutz- und Haustiere seien die Köder zu erreichen, nur die Ratten hätten Zugang durch die Kanalisation, teilt die Gemeinde mit. Nach vier Wochen würden die präparierten Köder ausgelegt und nach drei bis vier Wochen kontrolliert. Zeige das Ergebnis dann, dass eine weitere Charge Gift eingebracht werden müsse, wiederhole sich das Prozedere und werde noch einmal einen Monat später überprüft. zg

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