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Evangelischer Männerkreis - Informationsabend mit Diskussionen zum beabsichtigten Bau der Bahntrasse / Zwei Vertreter der Bürgerinitiative zu Gast

Umweltfreundliche Ausbaustrecke als Kompromisslösung angepeilt

Von 
zg
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Plankstadt. Die geplante Bahntrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe beschäftigt derzeit die Bürger der betroffenen Kommunen. Aus diesem Grund hatte der evangelische Männerkreis zu einem Informationsabend zu diesem Thema eingeladen. In einer Anfangsbetrachtung wurden den Anwesenden Planungen und Planungsstand vorgestellt, heißt es in einer Mitteilung.

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Das Schienennetz zwischen Mannheim und Karlsruhe zähle zu den wichtigsten Bahnverbindungen Europas, betont die Bahn. Bereits heute stoße die Infrastruktur der Bahn in weiten Bereichen an ihre Kapazitätsgrenzen. Der Mittelrheinkorridor von der Hardt bis zum Kraichgau ist Teil der bedeutenden Magistrale zwischen Rotterdam und Genua und deswegen in den vordringlichen Bedarf des „Bundesschienenwegeausbaugesetzes“ aufgenommen worden. Ziel sei es, den steigenden Güter-Schwerverkehr nachhaltig von den Fernstraßen auf die Schiene zu bringen.

Es gehe also weniger um das Warum, sondern mehr um das Wie. Also: Wie können wir die neue Infrastruktur bestmöglich und verträglich für Mensch, Natur und Raum gestalten? Seit 2017 ist im Planungsgebiet ein Team der Bahn mit der Suche nach Grob- und nachfolgend Trassenkorridoren links und rechts des Rheins beschäftigt. Ein Dialogforum begleitet das Projekt. Bereits 2023 soll aus mehreren Streckenlösungen eine sogenannte Antragsvariante hervorgehen. Im Planungsgebiet rund um Plankstadt stehen aktuell noch drei Trassenkorridore für die Strecke in Nord-Süd-Richtung zur Auswahl – entlang der Schnellbahntrasse zwischen Schwetzingen und Brühl/Ketsch, zwischen Schwetzingen und Plankstadt/Oftersheim sowie zwischen Eppelheim und Plankstadt.

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Als Vertreter der Bürgerinitiative „Keine Bahntrasse“ (BI) waren aus Eppelheim Dr. Erich Zahn und aus Plankstadt Thomas Schmeckenbecher an diesem Abend anwesend. Beide vermittelten den Zuhörern aktuelle Informationen über den Planungsstand und zeigten die Auswirkungen für Plankstadt und die umliegenden Gemeinden auf. So wurden durch die BI einige Aktionen gestartet. Sie richteten sich an gewählte Vertreter in Gemeinden, Städten, Land und Bund und nicht zuletzt an die Bürger der betroffenen Orte. Dankbar sei man hier für die Unterstützung durch die Gemeindevertreter und die Abgeordneten der hiesigen Wahlkreise.

Die BI wendet sich besonders gegen den Landverbrauch beim Bau einer Neubautrasse. Ist doch bei Ergänzung oder Ausbau einer vorhandenen Trasse die begleitende Infrastruktur bereits vorhanden und muss nicht neu gebaut werden. Der immense Landverbrauch würde bei dem „Gebot der Bündelung“ reduziert werden. Zweck der Bündelung ist es, die Auswirkungen auf die Raumordnung und die Umwelt durch Zusammenlegung von Schienen oder Straßen zu minimieren. Aus den Reihen der Zuhörer wurde auch auf die Problematik der Zerschneidung großer landwirtschaftlicher Flächen hingewiesen mit den zusammenhängenden wirtschaftlichen Folgen für die Landwirte.

Die BI-Vertreter wiesen darauf hin, dass es ihnen nicht um das St.-Florians-Prinzip gehe. Sie befürworten eine Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die Schiene. Aber es müsse eine umweltverträgliche Lösung gefunden werden. Durch die derzeit oberirdisch geplante Trasse zwischen Eppelheim und Plankstadt würden wertvolle Landschaft und zusammenhängende Ackerflächen zerstört. Aus diesem Grund befürworte man eine Trasse welche gebündelt mit vorhandenen Trassen ist, also eine Ausbaustrecke. zg

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