Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule - Bildungspartnerschaft mit der Firma Globus eingegangen / Auszubildende für Hockenheim und Wiesental gesucht Auch Handwerksberufe öffnen Weg in die Zukunft

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aw
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André Nunold (v. r.) und Jenny Sroka von der Firma Globus zusammen mit Rektor Falk Freise und Klassenlehrer Philipp Seitz bei der Unterzeichnung der Bildungsvereinbarung zwischen der Firma und der Schule. Natürlich mit gehörig viel Abstand. © Lenhardt

Reilingen. „Die haben sich gesucht und gefunden“, sagt der Volksmund, wenn zwei Personen oder Dinge zusammenpassen, von einer Win-win-Situation spricht der Zeitgeist und der Kurpfälzer kommentiert mit einem trockenen „passt“. Egal wie man das Kind nennt, auf den zwischen der Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule und der Handelskette Globus geschlossenen Ausbildungspakt trifft jede der genannten Umschreibungen zu.

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Schnittmenge zwischen dem Unternehmen und der Bildungseinrichtung sind die Schüler im Allgemeinen, das duale Bildungssystem im Speziellen. Zu Unrecht bringt Falk Freise, der Rektor der Gemeinschaftsschule, seine Überzeugung auf den Punkt, sei das duale Bildungssystem in Verruf geraten. Mit seiner praxisnahen Ausbildung sei es eine Alternative zum Studium und obendrein würde sein Weg nicht nur zum Techniker oder Meister führen, sondern über diesen auch in die Hörsäle.

Es fehlt an Berufsanfängern

Weshalb es ein Anliegen der Schule sei, die Schüler früh mit dem dualen Bildungssystem vertraut zu machen, betonte Freise und freute sich, auf diesem Gebiet mit Globus eine weiteres Partnerunternehmen begrüßen zu dürfen. Für das saarländische Familienunternehmen, das nach eigenem Bekunden großen Wert aufs traditionelle Handwerk legt, ist die Bildungspartnerschaft gleichfalls von großer Bedeutung, wie André Nunold, Personalleiter bei den Globus Standorten Hockenheim und Wiesental, betont. Denn der von Freise angesprochene Trend zum Studium macht sich bei Globus an anderer Stelle bemerkbar – es fehlen die Bewerber, um die Ausbildungsplätze füllen zu können.

Derzeit hat das Unternehmen zwölf Auszubildende – fünf in Hockenheim, sieben in Wiesental, rechnet Nunold vor. Wobei es in Hockenheim 300, in Wiesental 600 Mitarbeiter gibt. Nicht gerade viel Auszubildende, merkt Freise an. Weshalb man Bildungspartnerschaften anstrebt, fügt Jenny Sroka, an den beiden Standorten für die Ausbildung zuständig, hinzu. Die Zahl der Auszubildenden gehe stetig nach unten, ergänzt Nunold, der in diesem Segment von schwierigen Zeiten spricht und an solche erinnert, in denen jeder Markt im Schnitt 15 Auszubildende im Jahr hatte.

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Dabei hat Globus einiges zu bieten, von den klassischen kaufmännischen Berufen reicht die Palette bis hin zum Koch, Metzger oder Verkäufer. Wer will kann Fachverkäufer für Fleisch oder Backwaren werden, sich zur Fachkraft Gastgewerbe oder Systemgastronomie ausbilden lassen oder einen Beruf im Lagerwesen ergreifen.

Eine Vielfalt an Berufen, die bei Philipp Seitz auf Begeisterung stößt. Der Klassenlehrer einer 10. Klasse ist zugleich Ansprechpartner der Schule für das Thema Berufsorientierung. Sein Ziel ist es, den Schüler rechtzeitig einen Einblick in die Berufswelt zu geben, ihnen Zeit zu geben, das Passende für sich zu finden. Neben den Boy- und Girls-Days sind ihm dabei der turnusmäßig im Wechsel mit anderen Schulen angebotene Berufeparcours, Betriebsführungen und Praktika wichtige Hilfsmittel.

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Mit Globus ist das Kleeblatt der Bildungspartnerschaften nun vierblättrig geworden – neben Möbel Ehrmann, dem Hockenheimer Achat Hotel zählt auch der Reilinger Rewe-Markt zu den Partnern. Für die Schüler noch mehr Möglichkeiten, sich in Praktika zu versuchen. Diese werden in der Schule schon ab der Klassenstufe sieben angeboten, sodass die Schüler am Ende ihrer Zeit an der Schillerschule auf gut vier „Schnupper“-Wochen kommen.

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Nunold ist gerne bereit, bei den Praktika mitzuwirken, bietet ferner die Hilfe seines Hauses beim Bewerbertraining, der Erstellung von entsprechenden Mappen und anderen Trainingsprogrammen an, wie sie auch bei Globus laufen.

Auch handfest unterstützen

Die Bildungspartnerschaft wird übrigens noch mit einer Urkunde der IHK dokumentiert, merkt Seitz an und spricht von einer dauerhaften Kooperation, die regelmäßig auf den Prüfstand kommt, bei Treffen zwischen Schule und Firma weiterentwickelt wird. Ganz im Sinne von Nunold, dessen Haus mit seinem Werben um Auszubildende auf die Beschäftigten insgesamt zielt – „wir wollen unsere eigenen Führungskräfte ausbilden“. Weshalb Globus an Bildungspartnerschaften rund um Hockenheim interessiert ist, wie es sie an anderen Standorten schon vielfach gibt. Ziel muss es sein, so der Personalchef, dass die Ausbildungszahlen wieder nach oben gehen.

Zum Schluss hat Nunold für Freise noch ein kleines Schmankerl parat – gemäß dem Motto seines Hauses, ein guter Partner in der Region sein zu wollen, was sich beispielsweise an den Klassen zeigt, die im Foyer von Globus ihre Klassenkassen aufbessern, werde er die Schule nicht nur beim Thema Ausbildung unterstützen, sondern auch handfest bei Schulfesten. aw