Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule - Zeitplan wird weiterhin eingehalten / Zum Schuljahresbeginn 2020/21 stehen die Räume zur Verfügung Auf der Baustelle herrscht Normalität

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Andreas Wühler
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Sehr schön auf dem Luftbild zu erkennen ist, wie sich der neue Baukörper an den Bestand der Schillerschule anfügt, mit ihm verschmilzt. © Lenhardt

Reilingen. „Noch läuft alles wie geplant“, fasst Architekt Jürgen Roth vom gleichnamigen Büro aus Schwetzingen die Arbeiten auf der Baustelle des Erweiterungsbaus der Schiller-Gemeinschaftsschule zusammen. In Zeiten der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des öffentlichen Lebens eine sehr beruhigende Nachricht für Bürgermeister Stefan Weisbrod.

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Noch seien alle auf der Baustelle gesund – „wir dürfen arbeiten“ – freut sich Roth und fügt hinzu, dass es natürlich zu Lieferengpässen kommen könne. Konkret spricht er dabei die Außenfassade des Erweiterungsbaus an. Das Material komme wohl wie bestellt, doch die Monteure würden derzeit noch an der österreichischen Grenze aufgehalten, hier könne es zu einer Verzögerung kommen. Wie überhaupt Risiken durch Engpässe beim Baumaterial, durch Krankheiten oder Restriktionen an den Grenzen nicht abzuschätzen seien.

Arbeiten im Kostenrahmen

Einerseits beruhigt, drückt den Bürgermeister noch eine zweite Sorge, die der steigenden Baukosten im Zusammenhang mit der Krise. Auch hier signalisiert Roth Entwarnung – der Großteil der Gewerke sei vergeben, hier sei nicht mehr mit Preissteigerungen zu rechnen. Insgesamt, so der Planer, liege der Bau gut in den Kosten.

Peter Kneis, der mit seinem Büro P+B die Elektroarbeiten geplant hat, kann dem nur zustimmen. Die Arbeiten seien so weit wie geplant fertig und im Kostenrahmen. Die neuen Klassenzimmer seien mit Netzwerkkabeln, Beamer- und Lautsprecheranschlüssen auf die mediale Welt vorbereitet. Bernhard Machauer, der für die Planung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsarbeiten verantwortlich zeichnet, sieht durch die Corona-Krise gleichfalls noch keine Änderungen, es werde gearbeitet wie geplant. Er sieht in der Schließung der Schule eher einen kleinen Vorteil, gelte es doch den Neubau mit dem Bestand zu verbinden. So würden derzeit die Vorarbeiten getroffen, um im Sommer die Sanitäranlagen im Bestandsgebäude umzubauen, wie Neubau sind keine WC-Anlagen vorgesehen.

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In der Bewertung stimmten alle Planer bei dem Vor-Ort-Termin überein: Die Arbeiten würden nach dem derzeitigen Stand wie geplant beendet. Mit anderen Worten, die beiden Obergeschosse, in denen sich die neuen Klassenzimmer finden, bis zum Beginn des Schuljahres 2020/21, die Mensa zwei Monate später.

Sehr zur Freude der Schulleitung. Rektor Falk Freise und Konrektorin Alexsandra Misra, die trotz der aktuellen Schulschließung täglich vor Ort sind, gilt es noch immer, Anmeldungen für das neue Schuljahr zu bearbeiten. Sie sind mit dem Fortgang der Arbeiten sehr zufrieden. Freise freut es besonders, dass sich die Belastungen in Grenzen halten, die Arbeiten sehr zu ertragen seien.

Stabile Anmeldezahlen

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Das ist nicht selbstverständlich, immerhin entsteht ja kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern wird ein Schulhaus im laufenden Betrieb um einen Anbau erweitert. Zumindest war es ein laufender Betrieb bis Mitte März. Doch die Zeiten werden sich wieder ändern, das Schulhaus sich wieder mit dem Lachen der Kinder füllen. Dann sogar mit einigen mehr, freut sich der Schulleiter doch über mittlerweile 54 Schüler, die im neuen Schuljahr mit der fünften Klasse ihr Leben an der Gemeinschaftsschule beginnen. 40 sei einmal die magische Zahl gewesen, um die Gemeinschaftsschule zweizügig betreiben zu können, erinnert sich Weisbrod über die Anfänge dieser Schulart in der Gemeinde. Mittlerweile liege man stabil über 50 Anmeldungen bei den neuen Jahrgängen – für den Bürgermeister ein Indiz für den Erfolg der Gemeinschaftsschule.

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Die Arbeiten gehen nun wie geplant weiter, Mitte des Monats soll in den Stockwerken die Fußbodenheizung verlegt und die Klassenzimmer ausgebaut werden. Pro Klassenstufe stehen drei Räume zur Verfügung, pro Stockwerk ist Raum für zwei Klassenstufen, so dass der NeubauPlatz für vier Klassenstufen bietet. Das Erdgeschoss bleibt Küche und Mensa vorbehalten.

Der zügige Fortgang der Arbeiten hat auch seinen Grund im milden Winter, keinen Tag wurden die Arbeiten ausgesetzt, erinnert sich Machauer, solches noch nie erlebt zu haben. Für irgendetwas müsse der Klimawandel ja gut sein, fügte Bürgermeister Weisbrod hinzu.

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf