Gemeinderat - Verlegung von Glasfaser wird geprüft Ausbau vorantreiben

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vas
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Reilingen. Der Breitbandausbau soll vorangetrieben werden. Ende 2020 kam die Deutsche Glasfaser auf die Gemeinden Altlußheim, Neulußheim, Reilingen und St. Leon-Rot zu, und machte ein Angebot, einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durchzuführen. Der Deutschen Glasfaser war bekannt, dass die Kommunen Mitglied im Zweckverband Fibernet sind. Dies soll aber nach entsprechender Rechtsauffassung kein Hinderungsgrund für eine Kooperation zum eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau darstellen.

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Voraussetzung dafür sei die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Wegenutzung. Dies geschehe nach Rücksprache mit der Deutschen Glasfaser vor dem Hintergrund, dass eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Erschließung mit den jeweiligen Kommunen gewünscht ist und nicht nur eine Verlegung/Erschließung auf Basis des Telekommunikationsgesetzes erfolgt.

Wohngebiete im Fokus

Die Deutsche Glasfaser habe nach Ausführungen von Bürgermeister Stefan Weisbrod angeboten, die Wohngebiete – und nicht nur die tendenziell eher lukrativen Gewerbegebiete – mit einem Breitbandausbau vorzusehen. Ein eigenwirtschaftlicher Breitbandausbau könne nur dann erfolgen, wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte die Bereitschaft zeigen, dabei mitzuwirken. „Inwieweit das zurzeit erfüllt wird, steht noch in den Sternen“, erklärte Weisbrod. Die Verwaltung sehe das Angebot in zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen würde eine zeitnahe Glasfaserversorgung erfolgen, zum anderen wäre eine zu erfolgende Vorfinanzierung mit etwa 20 Millionen Euro nicht erforderlich. Der Gemeinderat bevollmächtigte den Bürgermeister, die Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Glasfaser abzuschließen. vas