Fritz-Mannherz-Hallen - Gemeinde lädt Senioren zum Weißwurstfrühschoppen ein / Attraktives Programm mit viel Musik sorgt für Stimmung im Saal Der „Königin im Wurstrevier“ gehuldigt

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Andreas Wühler
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Knapp über 400 Gäste hatten sich zum Weißwurstfrühschoppen in der Mannherz-Halle eingefunden, darunter auch die Marinekameradschaft Hockenheim (rechts), die später ihren musikalischen Auftritt hatte. © Norbert Lenhardt

Reilingen. „Best-Ager“ oder „Silberperlen“, Bürgermeister Stefan Weisbrod hat viele schöne Begriffe für die Senioren der Gemeinde und er hat, neben einem großen Herzen für sie, einmal im Jahr etwas Besonderes zu bieten – die beliebten Weißwürste, die den Senioren stets mit viel Musik und passendem Weißbier serviert werden. Eine mit den Jahren überaus beliebt gewordene Veranstaltung, zu der sich am Donnerstag erneut gut 400 Gäste in der Mehrzweckhalle eingefunden hatten.

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Noch bevor der Frühschoppen Fahrt aufnahm, herrschte beste Stimmung im Saal. Im Hintergrund lief eine Diashow mit Bildern vom Seniorenausflug, der heuer nach Heilbronn zur Buga führte, an den Tischen begrüßten sich die Gäste, wurde das eine oder andere Wiedersehen gefeiert.

Keine bierernste Veranstaltung

„Zum Fest der Feste“, begrüßte Weisbrod die „Reilinger Schickeria“ in der Halle und hatte damit nicht nur die Lacher auf seiner Seite, sondern auch die Richtung des Vormittags vorgegeben – trotz des Weißbiers sollte es keine bierernste Veranstaltung sein. Wobei, die Gefahr hierfür war gering, schon zu Beginn hatte der Musikverein Harmonie unter der Leitung von Peter Ehringer mit fescher Marschmusik jegliches Trübsal aus der Halle geblasen.

Der Dank des Bürgermeisters hierfür war dem ältesten Verein der Gemeinde sicher. Stellvertretend für alle Musiker hob Weisbrod Willi Ehringer hervor, den Träger des Ehrenrings der Gemeinde, der mit seinen über 90 Jahre noch immer aktiv dabei ist.

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Auch wenn Weisbrod etwas angeschlagen war, aus Mezzago, wo er am Wochenende mit einer Delegation weilte, hat er sich eine „italienische Grippe“ mitgebracht, wie er scherzt, weshalb er sich bei den zur Tracht gehörenden Busserln zurückhielt, beim Reimen lief er einmal mehr zur Hochform auf. Nicht fehlen durfte hierbei die Ode an die Weißwurst, „die Königin im Wurst-revier“ und auch den Akteuren auf der Bühne wurde in gereimter Form gedankt, wobei Weisbrod die Bedeutung der Musik als gemeinschaftsstiftende Einrichtung betonte.

Weißwurst und Tracht – ganz klar, die Halle war in blau-weiß geschmückt, zünftig ging es zu in der Halle und mit dem Lied von den „Holzhackerbuben“ sorgte der Musikverein Harmonie fürs erste rhythmische Mitklatschen im Saal.

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Der Weißwurstfrühschoppen ist auch eine Veranstaltung, mit der die Gemeinde ihren Senioren Danke sagen will. Geprägt ist Reilingen von seiner Dorfgemeinschaft, von seinem regen Vereinsleben und in diesen sind nicht wenige der Stützen, die das Gros der Arbeit stemmen, im Rentenalter, weshalb es Weisbrod für an der Zeit hielt, Dank zu sagen. „Fast alle hier sind im Ehrenamt tätig“, unterstrich der Bürgermeister die Bedeutung dieser Einrichtung für die Gemeinschaft.

Zahlreiche Helfer im Hintergrund

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Danke sagen durfte er an diesem Vormittag noch öfter, insbesondere in Richtung seiner Mitarbeiter aus Verwaltung und Bauhof, die, unterstützt durch einige ehrenamtliche Helfer, die Organisation der Veranstaltung, samt Auf- und Abbau sowie Bewirtung, stemmten. Und da ist viel Arbeit angesagt, immerhin beginnt der Frühschoppen um 11 Uhr und sollen die Weißwürste partout nicht mehr das Mittagsläuten erleben – ein Stoßgeschäft.

Michael Christoph vom Polizeipräsidium Mannheim dürfte sich etwas fehl am Platz gefühlt haben, er sollte die Senioren über die neuesten Maschen der Trickbetrüger informieren. Was er auch tat, indem er einen wahren Fall eines Betrugs am Telefon schilderte, der mit dem Fazit endete – „vertrauen Sie niemandem“. Niemals, so Christoph, werde die Polizei sich darum bemühen, Geld und Schmuck von Menschen in Sicherheit zu bringen, „das ist nicht unsere Aufgabe“, forderte er dazu auf, sich auch von falschen Telefonnummern nicht ins Bockshorn jagen zu lassen.

Ob sein Appell auf viel Resonanz im Saal stieß? Wer weiß, auf jeden Fall kündigte er an, auch in kleinerem Kreis für Informationen zur Verfügung zu stehen und Infobroschüren im Rathaus zu hinterlegen, wo auch der Kontakt zu ihm hergestellt werden kann. Immerhin, beim Trickbetrug geht es um keinen Pappenstiel, im vergangenen Jahr wurden im Bereich des Polizeipräsidiums 750 Versuche gezählt, allesamt ausgehend von straff organisierten Banden. Sechs Versuche waren erfolgreich – mit einer Schadenssumme von immerhin 300 000 Euro.

Marinechor unterhält die Gäste

Doch danach war in der Mehrzweckhalle niemandem, schunkeln war eher das Gebot der Stunde. Und da war, auch wenn es damit musikalisch von Bayern weg ans Meer ging, der Seemannschor der Marinekameradschaft der rechte Ansprechpartner. Chorchef Wolfgang Rahner sorgte mit seinem trockenen Humor für Stimmung, der Chor mit seinen Shantyliedern fürs maritime Flair.

Mit Liedermacher Wolfgang Danner ging es am Ende zurück in heimatliche, pfälzische Gefilde und zuvor hatten schon Vera Strittmatter und Willi Seidel mit ihrem Liedvortrag für Stimmung gesorgt.

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