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ÖPNV - Nutzer werden über aktuelle Abfahrtszeiten in Echtzeit informiert

Erste Haltestellen mit digitaler Fahrgastinformation in Reilingen

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jd
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Reilingen. Nutzer von Bus und Bahn kennen die schwarzen Kästen, auf denen an den Haltestellen die Uhrzeiten und Minuten bis zur Ankunft der nächsten Linien in Echtzeit angezeigt werden. Im Fachjargon heißen sie „dynamische Fahrgastinformationsanzeigen“, kurz DFI.

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Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat schon Anfang Juni angekündigt, im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie an verschiedenen Stationen im Zulauf auf die Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg die DFI auszubauen. Die auf eine dreiviertel Million Euro veranschlagte Maßnahme wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Richtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ gefördert.

An der Haltestelle am Rathaus werden die Fahrgäste der Linienbusse jetzt visuell und akustisch besser informiert. © Gemeinde

Unter den ausgewählten Standorten in der Region befindet sich Reilingen. Mit einer kleineren Version (DFI-light) wurden im Oktober die zwei Haltestellen der „Hockenheimer Straße“ beidseitig ausgestattet. Der Datentransfer erfolgt über Wlan und die Energiezufuhr umweltfreundlich über ein Solarpanel.

Vollständige Barrierefreiheit

An den vollständig barrierefrei angelegten Haltestellen kann sich damit der Fahrgast künftig per elektronischer Anzeigetafel in Echtzeit über die erwartete Ankunft des Linienbusses informieren. Daneben haben in der Sehfähigkeit eingeschränkte oder blinde Personen die Möglichkeit, sich per Knopfdruck auch akustisch die Ankunftszeit ansagen zu lassen.

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Der Bund fördert die Ausstattung der Haltestellen in der „Hockenheimer Straße“ mit einem 50-prozentigen Zuschuss. Insgesamt 7700 Euro für vier Anzeigegeräte übernimmt die Gemeinde.

„Mit der dynamischen Fahrgastinformation erhöht sich die Qualität des Nahverkehrs, seine Benutzerfreundlichkeit und sichtbare Zuverlässigkeit“, ist Bürgermeister Stefan Weisbrod von der Neuerung überzeugt. Daneben bedeute dieses ergänzende Angebot eine signifikante Erleichterung für in der Mobilität und sensorisch eingeschränkte Menschen.

„Durch die DFI-Anzeiger an den Haltestellen in der Projektregion machen wir das Verkehrsgeschehen im ÖPNV transparenter und ersparen dem Nutzer einen Blick in den Aushangfahrplan mit seinen statischen Daten“, führt dazu VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik in einer Presseinformation aus. „Wir vereinfachen somit den Umstieg auf den ÖPNV und entlasten die Städte im Kern der Metropolregion vom ein- und ausbrechenden PKW-Verkehr“. jd

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