Freiwillige Feuerwehr - Kameraden wie Michael Greif sind wichtig Feuerwehr Reilingen bildet Michael Greif aus

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zg
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Reilingen. Obwohl das Jahr 2020 kein normales „Feuerwehr-Jahr“ war, Übungen und Einsätze durften nur unter Corona-Bedingungen durchgeführt werden, gab es ein positives Ereignis. Im Februar begann Michael Greif, ein sogenannter Quereinsteiger, seine Grundausbildung zum Feuerwehrmann. Für diese wurden alle angehenden Feuerwehrmänner des Unterkreises Schwetzingen ins Feuerwehrgerätehaus Neulußheim eingeladen, das dieses Jahr der Ausrichtungsort war.

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In 70 Stunden, verteilt auf fünf Wochenenden, wäre Greif normalerweise in allen notwendigen Themen zur Feuerwehrarbeit ausgebildet worden. Allerdings wurde am zweiten Wochenende der Lehrgang wegen des Coronavirus unterbrochen. Somit rückte das Ziel von Michael, ein aktiver Feuerwehrmann zu werden, erstmal in unbestimmte Ferne. Er wurde jedoch weiterhin am Standort Reilingen in speziellen Präsenzphasen (Abstand/Maske/nur im Freien) und Online-Veranstaltungen weiter ausgebildet.

Gemeindemitarbeiter Michael Greif wird zum Glück das Team der Freiwilligen Feuer-wehr in Zukunft verstärken. © FeuerWehr

Im Oktober ließ es das Infektionsgeschehen kurzfristig zu, die letzten drei fehlenden Wochenenden des Kurses zu beenden. Nach einer theoretischen und praktischen Prüfung bekam Kommandant Markus Piperno Anfang November die offizielle Urkunde und konnte Michael Greif in den Einsatzdienst übernehmen.

Trotz intensiver Jugendarbeit werden sogenannte „Quereinsteiger“ wie Michael Greif immer wichtiger. Greif ist ausgebildeter Landschaftsgärtner-Meister, darf mit seinem Führerschein Lkw fahren. Er ist bei der Gemeinde Reilingen im Bauhof beschäftig und somit tagsüber bei Einsätzen schnell verfügbar. Dadurch, dass immer mehr Bürger auswärts arbeiten und es in den Gemeinden wenig ortsansässige Unternehmen gibt, ist die sogenannte „Tagesalarmstärke“ für die meisten Feuerwehren ein großes Problem.

Frage der Freistellung

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Städte und Gemeinden müssen dafür sorgen, dass die Feuerwehr so organisiert ist, dass bei einem Brand oder Unfall in einem vorgegebenen Zeitraum zu jeder Tag- und Nachtzeit ausreichend Einsatzpersonal zur Verfügung steht. Berufsfeuerwehren die 24-Stunden die Feuerwachen besetzen, gibt es nur in Städten ab 100 000 Einwohnern. Nicht alle Arbeitgeber sind einsichtig und unterstützen ihre Mitarbeiter und stellen sie kurzfristig zu Einsätzen frei. Obwohl diese Freistellung laut Landesfeuerwehrgesetz Pflicht ist.

Die Gemeinde Reilingen und der Bauhof sind als Vorbild immer bereit, ihren Beitrag zu leisten, um den Schutz der Bürger sicherzustellen.

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Die Feuerwehr wünscht sich mehr Arbeitgeber wie die Gemeinde Reilingen, die ihre Mitarbeiter freistellen, um den Bürgern in Notfällen Hilfe zukommen zu lassen. Und sie wünscht sich mehr Bürger die verstanden haben, dass auch etwas dafür getan werden muss, wenn man einen Schutz für sein Heim und seine Familie haben möchte.

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Info: Interessierte können sich unter info@feuerwehr-reilingen.de an die Feuerwehr wenden.