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Förderverein Burg Wersau - Benny Schaich-Lebek zum Nachfolger von Dirk Müller gewählt

Förderverein Burg Wersau zeigt Gebäude digital

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ad
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Seit Jahren finden auf dem Gelände der ehemaligen Burg Wersau Grabungen statt, schon länger ist Justin Schmidt Grabungsleiter. © nlenhardt@t-online.de

Reilingen. Bei der Hauptversammlung des Fördervereins Burg Wersau, die auf dem Grabungsgelände stattfand, berichtete Vorsitzender Dirk Müller über die Aktivitäten in den letzten beiden Jahren. Sein Dank ging an alle Mitglieder des Fördervereins und des Arbeitskreises, für die geleistete Arbeit trotz der schwierigen Bedingungen ab dem Frühjahr 2020. Davor waren noch Feste wie beispielsweise die Teilnahme am Straßenfest oder am Adventsmarkt möglich.

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Dank galt auch der Gemeinde sowie den Gemeinderäten, die von Anfang an das Projekt Burg Wersau positiv gesehen und mitbegleitet hätten, zudem den Gründungsmitgliedern Sabine Petzold und Otmar Geiger, die zusammen mit Dirk Müller das Projekt ersonnen hatten.

Der Vorstand

Vorsitzender Benny Schaich-Lebek, zweiter Vorsitzender Robert Klapdohr, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Schriftführer Andreas Dörfer, Kassiererin Helga Petermann.

Beisitzer: Dirk Müller, Uwe Schulze, und Erich Schweikert.

Beirat: Bürgermeister Stefan Weisbrod, Sabine Petzold, Philipp Bickle und Justin Schmidt. Kassenprüfer: Christian Bickle und Michael Hörner.

Weiterer Dank ging an die Universität Heidelberg, besonders vertreten durch das Engagement von Grabungsleiter Justin Schmidt, an das Landesdenkmalamt sowie an den Vorsitzenden des Vereins Freunde Reilinger Geschichte Philipp Bickle sowie an die ehemalige Leiterin des Arbeitskreises Burg Wersau Hella Müller und an Bürgermeister Stefan Weisbrod.

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Der Leiter des Arbeitskreises Burg Wersau Benny Schaich-Lebek gab einen Rückblick auf diverse Aktivitäten der vergangenen Jahre wie beispielsweise die Teilnahme am Straßenfest und am Adventsmarkt, diverse Lehrgrabungen der Universität Heidelberg sowie die sogenannten Grünen Klassenzimmer in Kooperation mit dem Gauß-Gymnasium Hockenheim. „Leider sind diese Aktivitäten aufgrund der Pandemie im Jahre 2020 im Keim erstickt worden.“ Doch habe dies der Motivation der Arbeitskreismitglieder keinen Abbruch getan und sobald man sich gemäß den aktuell gültigen Bestimmungen wieder auf dem Grabungsareal treffen durfte, habe es in Form von Geländepflege und Reinigen der Fundstücke enorm viel zu tun gegeben.

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Die Anwerbung neuer Mitgliedern rücke seit geraumer Zeit mit in den Vordergrund, um das große Areal optisch in einem attraktiven Zustand zu halten, denn das bereits laufende Projekt Archäologiepark Burg Wersau werde weiter vorangetrieben. Dies soll den interessierten Besuchern anschaulich die unterschiedlichen Bereiche und die Größe der ehemaligen Burg Wersau vermitteln, betonte Schaich-Lebek.

Augmented Reality kommt

Ein Kernstück des Archäologieparks ist das Thema Augmented Reality (auf Deutsch: erweiterte Realität), welches immer weiter voranschreitet, was Grabungsleiter Justin Schmidt in seinem Bericht unterstrich. Die Digitalisierung der Gebäudestrukturen (Scans, Fotografien) soll in der entsprechenden App dafür sorgen, dass der Nutzer diese auf seinem Tablet oder Computer als virtuelle Burg in verschiedenen Stadien angezeigt bekommt. Dies bedeute im Falle der Burg Wersau ein deutlich größeres Nutzererlebnis, da sich der Großteil der Mauern unterhalb der Grasnarbe befinde und man sich diese mittels modernster Technologie viel einfacher veranschaulichen könne, führte Schmidt aus.

Eine weitere Serie von Archäologiecamps steht im Raum. Man hatte diese bereits 2018 in Form von Intensivkursen angeboten, in deren Verlauf Archäologiebegeisterte im Rahmen eines mehrtägigen Kurses nicht nur eigenständig graben durften, sie wurden zuvor auch eingehend in die Grundkenntnisse der Archäologie eingeführt, sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde über mögliche Führungen über das Grabungsgelände gesprochen. Die Anzahl an interessierten Besuchern steige stetig und mittlerweile sei die Burg Wersau nicht nur lokal, sondern auch überregional bekannt. Vor allem an den Wochenenden kämen mehr und mehr Begeisterte vorbei, die sich über den aktuellen Stand der Ausgrabungen, aber auch für die Historie und Bedeutung der Burg Wersau informieren wollten. Diesem gestiegenen Interesse möchte man nun Rechnung tragen und im Vorfeld feste Termine veröffentlichen, in denen man den Fragen der Besucher umfassend Rede und Antwort stehen will.

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Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Entwicklung des Archäologieparks Wersau ist die Konzipierung und Errichtung eines sogenannten Funktionsgebäudes, welches Bürgermeister Stefan Weisbrod in seinen Ausführungen erwähnte. Es soll unter anderem Merkmale wie die Beherbergung eines Heimatmuseums, eines Archivs und eines kleinen Bewirtungsbereichs aufweisen, derzeit ist aufgrund von Materialknappheit auf dem Weltmarkt jedoch mit einer Kostenexplosion zu rechnen.

Der Förderverein sei jedoch grundsätzlich zu Gesprächen bereit, so die Versammlung, wie man das Gebäude in einer kostengünstigeren Variante wie zum Beispiel in Fertigbauweise errichten könne, um die Finanzen der Gemeinde nicht zu sehr zu belasten.

Wunsch nach Funktionsgebäude

Bei den Wahlen zum Vorstand trat Vorsitzender Dirk Müller nicht mehr an, für ihn wählte die Versammlung Benny Schaich-Lebek, für den Robert Klapdohr als zweiter Vorsitzender gewählt wurde. Als Beisitzer scheiden Birgit und Michael Maier aus, denen von der Versammlung für ihr herausragendes Engagement gedankt wurde. ad

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