125 Jahre

Friedhofskreuz in Reilingen feiert Geburtstag: Zeichen der Vergänglichkeit

„Selig sind die Todten, welche in dem Herrn sterben“ und „Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist“. Diese beiden bekannten Bibelverse stehen auf dem Sockel des vor der Aussegnungshalle stehenden Friedhofskreuzes.

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jd
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Zu keiner Zeit ist der Friedhof so stimmungsvoll, wie zu den Totengedenktagen im November. Das historische Kreuz in zentraler Lage erinnert an die Neuanlage des Got-tesackers Ende des 19. Jahrhunderts. © AH

Reilingen. „Selig sind die Todten, welche in dem Herrn sterben“ und „Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist“. Diese beiden bekannten Bibelverse stehen auf dem Sockel des vor der Aussegnungshalle stehenden Friedhofskreuzes. Seinen Standort hat es seit nunmehr 125 Jahren inne. Es wurde in den ersten Novembertagen des Jahres 1897 dort aufgestellt und von Geldspenden Reilinger Katholiken finanziert. Ein Jahr zuvor, am 20. Dezember 1896, war der vordere und ältere Teil des Reilinger Friedhofes von der Gemeindeverwaltung und der Einwohnerschaft feierlich seiner Bestimmung übergeben worden. Seine Weihe nach katholischem Ritus hatte am Sonntag, 17. Januar 1897 der Hockenheimer Pfarrer Schölling vorgenommen, der zugleich Pfarrverweser in Reilingen war. 1961 wurde der Friedhof erweitert.

Vorlage für das fünf Meter hohe Kreuz war eine Zeichnung von Bildhauer Baumeister aus Karlsruhe. Kreuz und Sockel sind aus rotbraunem Maulbronner Sandstein gefertigt. Die dargestellte Christusfigur besteht aus weißem Carrara-Marmor und misst 1,26 Meter. Die Sockelplatte besteht aus rotem, harten Sandstein.

Friedhofskreuz in Reilingen feiert Geburtstag

Einem Protokollbuch des damaligen Stiftungsrates ist zu entnehmen, dass für das Baumaterial „franco Station Neulußheim“ 750 Mark berechnet wurden. In diesem Betrag enthalten war die Verpflichtung von Baumeister, das Kreuz aufzustellen, die „Herbeiführung und Fundamentierung“ zu überwachen, und zwar letzteres auf Kosten der Gemeinde.

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Auf schriftlichen Antrag des katholischen Stiftungsrates erteilte der politische Gemeinderat am 29. September 1897 die Genehmigung. Der Wortlaut: „Verehrl. Kathol. Stiftungsrat hier theilen wir auf geehrtes Schreiben vom 25. September 1897 ergebenst mit, daß der Gemeinderath zur Aufstellung eines Kreuzes im neuen Friedhof in der Sitzung vom 29. d. M. die Genehmigung ertheilt hat. Der hiesige Friedhofsaufseher wird Ihnen den zur Aufstellung nöthigen Platz anweisen.“ 

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