Gemeinderat - Gewerke für das Erweiterungsgebäude der Schillerschule vergeben Innenausbau geht voran

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Andreas Wühler
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Bürgermeister Stefan Weisbrod (v. l.), Architektin Katja Teppke und Architekt Jürgen Roth begutachten den Fortgang der Arbeiten in der Schule. © Lenhardt

Reilingen. Auch wenn in Zeiten der Corona-Pandemie das Leben stillzustehen scheint – es geht weiter. Weshalb auch der Rat, um seiner hoheitlichen Aufgabe gerecht zu werden, tagen muss. Natürlich unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Für die Ratssitzung im April wich das Gremium auf die Aula der Schillerschule aus, in der die erforderlichen Mindestabstände problemlos eingehalten werden konnten. Schwerpunkt der Sitzung war der Erweiterungsbau der Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule, für dessen Fortgang insgesamt fünf Gewerke zu verabschieden waren.

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Bauamtsleiterin Ramona Drexler stellt dem Rat die fünf Gewerke vor, die öffentlich ausgeschrieben worden waren. Die eingegangenen Angebote waren vom Architekturbüro Roth geprüft worden und der jeweils wirtschaftlichste Bieter kam zum Zuge. Wie Drexler auf Nachfrage von Gemeinderat Jens Pflaum (FDP), der wissen wollte, ob die Firmen ob ihrer Leistungsfähigkeit in der Region bekannt seien, mitteilte, hätte man sich über die nicht im Raum bekannten erkundigt und nur positive Nachrichten erhalten.

Kostenrahmen unterschritten

Mit den Systemwandarbeiten wurde die Firma Drum aus Waldmohr zum Preis von 58 500 Euro beauftragt, die Kostenberechnung ging von einem Betrag von 54 000 Euro aus. Mit den Schreinerarbeiten wurde die Firma Stöhr aus Haiterbach für 38 500 Euro beauftragt, kalkuliert waren 42 000 Euro. Bei den Bodenbelagsarbeiten erhielt die Firma Lang Raum und Design aus Michelfeld für 50 300 Euro den Zuschlag, kalkuliert worden war mit 77 000 Euro. Die Fliesenarbeiten werden von der Firma Röhlich aus Wendelstein für 90 000 Euro ausgeführt, kalkuliert worden war mit 98 000 Euro, da die Arbeiten auch den Altbau umfassen, in dem die sanitären Anlagen gemacht werden. Letztlich wurden noch die Malerarbeiten vergeben. Hier erhielt die Firma Wagner aus Meiningen den Zuschlag mit 47 000 Euro, angesetzt worden waren 49 000 Euro.

In der Summe, so Drexler, wurden somit Gewerke in Höhe von 285 000 Euro vergeben. Erfreulich dabei für die Gemeinde, dass für diese Arbeiten rund 320 000 Euro kalkuliert worden waren, so dass der Anbau in diesem Bereich um rund 35 000 Euro unter den veranschlagten Kosten bliebt. Insgesamt sind für den Erweiterungsbau Kosten in Höhe von 5,8 Millionen Euro veranschlagt, wobei die Gemeinde mit Zuschüssen in Höhe von 2,1 Millionen Euro rechnet.

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Bürgermeister Stefan Weisbrod nutzte das Stichwort Schillerschule, um auf eine aus Sicht der Gemeinde erfreuliche Entwicklung hinzuweisen: Für das neue Schuljahr 2020/21 liegen bereits 54 Anmeldungen für die fünfte Klassenstufe der Gemeinschaftsschule vor. Die einst genannte kritische Grenze von 40 Anmeldungen, über die man pro Schuljahr kommen müsse, um einen dauerhaften Betrieb der Gemeinschaftsschule zu gewährleisten, sind somit bei Weitem überschritten.

Bauanträge beschieden

Behandelt wurden vom Rat drei Bauangelegenheiten. Im einen Fall solle in der Bierkellergasse aus einer Scheune Wohnraum werden, wogegen der Rat keine Einwände hat. Allerdings, eine zweigeschossige Bauweise soll es in diesem Gebiet nicht geben. Eine geringfügige Überschreitung der Baugrenze beim Bau einer Terrasse im Mezzagoring wurde gebilligt.

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Vom Reiterverein lag ein Antrag auf einen Bauvorentscheid zur Erweiterung der Longierhalle zu einem überdachten Reitplatz und dem Bau eines Stallgebäudes vor. Gegen dieses Vorhaben im Außenbereich gibt es im Rat keine Einwände, auch wenn einigen Räten die Finanzierung in Zeiten von Turnierabsagen schwierig schien. Erst müsse ein Bauantrag gestellt werden, bevor über solche Punkte gesprochen werde, so Weisbrod, nun ging es nur um die grundsätzliche Zulässigkeit.

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf