Gemeinderat

Investition in die Sicherheit der Bürger

Einhelliges Votum für Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs / Europaweite Ausschreibung auf den Weg gebracht

Von 
Andreas Wühler
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Reilingen. Eine halbe Million Euro sind kein Pappenstiel. Wenn dennoch die Diskussion über ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr im Rat recht knapp gehalten wurde, dann liegt dies an der guten Vorarbeit. Im Rat war die Vergabe schon vorab diskutiert, in der Oktobersitzung im Zusammenhang mit dem Feuerwehrbedarfsplan grundsätzlich beschlossen worden und nun ging es um einen detaillierten Beschluss. Für den hatte das Kommando der Wehr mit einer akribischen Untersuchung die passende Grundlage geschaffen.

Bei Neubeschaffungen gelte eine Regel, stellte Bürgermeister Stefan Weisbrod bei der Eröffnung des Tagesordnungspunktes fest – „man darf sich nicht verschlechtern.“ Weshalb als Ersatz für das nunmehr 28 Jahre alte Feuerwehrlöschfahrzeug (LF) 16/12 ausschließlich ein LF 20 infrage komme.

Das alte Fahrzeug hat nicht nur Korrosionsschäden am Aufbau, ist nicht nur altersbedingt reparaturanfällig, sondern es finden sich auch immer weniger Ersatzteile, begründete Weisbrod die Notwendigkeit der Ersatzbeschaffung.

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Hierfür kämen verschiedene Fahrzeuge in Betracht, unter anderem ein LF 10. Doch bedingt durch die Ertüchtigung des LF 16 in den vergangenen Jahren ist dies längst den Ausstattungen dieses Fahrzeuges entwachsen. Dies gilt insbesondere für die Pumpenleistung und die Auslegung des Löschwassertanks, denen ein LF 10 aus Gewichtsgründen nicht gewachsen ist.

Patricia Faber (FW) sprach von einem wichtigen Schritt für die nächsten 30 Jahre und war froh, eine Wehr zu haben, die sowohl personell als auch technisch gut aufgestellt ist. Aufgabe des Rates sei, dafür zu sorgen, dass die Wehr mit dem besten Gerät in den Einsatz geht, weshalb an der Beschaffung kein Weg vorbei- führe – „das sind wir den Bürgern schuldig“. Dieter Rösch (SPD) fasste sich kurz – das Fahrzeug werde benötigt und sei sinnvoll, stimmte er der Ausschreibung zu. Auch Caroline Hoffmann (Grüne) sprach von einer guten Investition in der Sicherheit von Bürgern und Wehr. Es werde immer wichtiger, dass die Wehr gut ausgestattet sei.

Peter Kneis (CDU) sprach sich gleichfalls dafür aus, für die Wehr das technisch bestmögliche Gerät anzuschaffen und für Jens Pflaum (FDP) war die Zustimmung gleichfalls selbstverständlich. Dennoch, bat er, sich bei der Ausstattung am Notwendigen zu orientieren. Irritiert hat ihn, dass schon jetzt, vor dem Beschluss, eine Förderzusage für das Fahrzeug vorliege.

Die Notwendigkeit der Beschaffung des LF 20 sei bei den Vorberatungen auch für den Kreisbrandmeister ersichtlich gewesen, weshalb dieser den Zuschuss früh in die Wege leitete, stellte der Bürgermeister fest. Eine unerwartete Zuwendung, so Weisbrod, die von der Gemeinde jedoch in keiner Weise abgelehnt werde.

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf