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EU-Wasserrahmenrichtlinie - Regierungspräsidium legt dritten Bewirtschaftungsplan für das Flusseinzugsgebiet des Rheins bis 2027 vor / Gewässerstrukturen verbessern

Kraichbach & Co. sollen sauberer gemacht werden

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rp
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Keine Beschattung: Zu den Gewässern, deren Struktur verbessert werden muss, zählt auch der Kraichbach, der unter dem Klimawandel leidet. Auf dem Bild ist er oberhalb von Reilingen zu sehen, im Hintergrund ist St. Leon zu erkennen. © RP

Region. Eine der wichtigsten europäischen Umweltrichtlinien ist die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Ihr Ziel: einen guten Zustand der europäischen Gewässer zu erreichen und ihre ökologische Funktionsfähigkeit wiederherzustellen. Wesentliches Instrument hierfür sind die Bewirtschaftungspläne und die dazugehörenden Maßnahmenprogramme, die jeweils für einen Zeitraum von sechs Jahren erstellt werden. Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat für den kommenden Bewirtschaftungszyklus 2022 bis 2027 die Bewirtschaftungspläne für die Flusseinzugsgebiete Rhein und Donau veröffentlicht, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe (RP).

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„Im kommenden Bewirtschaftungszyklus sind zahlreiche weitere konkrete Maßnahmen umzusetzen, damit wir den guten Zustand in den Gewässerabschnitten entlang des Oberrheins erreichen“, sagt die Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder zu den Bewirtschaftungsplänen. Die Gründe, warum gerade die hiesigen Gewässer sich in vielen Fällen noch nicht im guten Zustand befinden, seien vielfältig: So wurde in der Vergangenheit ein Großteil der Gewässer der Oberrheinniederung verändert, indem sie begradigt, ausgebaut oder verlegt wurden.

Dadurch führten sie kaum oder zu wenig Wasser. Außerdem hätten sie wenig Beschattung durch Bäume und Gehölze und dadurch hohe Temperaturen sowie kaum Gefälle und Strömung. Nicht selten seien wegen Querbauwerken auch noch Rückstaustrecken vorhanden.

Abwasserlast und Stoffausträge

Sehr häufig führten die Gewässer eine hohe stoffliche und organische Fracht aus der Siedlungsentwässerung und Abschwemmung von landwirtschaftlichen Flächen mit. Dies führe zu besonders negativen Auswirkungen. In vielen Gewässerabschnitten werde deshalb der gute Zustand bei den biologischen Qualitätskomponenten aktuell deutlich verfehlt, so die Mitteilung des RP.

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Daher müssten die Einträge von Nährstoffen und Sedimenten, aber auch organischen Spurenstoffen aus Abwasser- oder Regenwasseranlagen weiter reduziert werden. Ebenso müssten die sehr hohen Feinsediment- und Stoffausträge aus der landwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere im Kraichgaugebiet, verringert werden.

Wassermangel als Problem

Ein weiteres großes Handlungsfeld sei die Hydromorphologie. Hier gehe es um Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturen, um den Lebensraum für Gewässer für Fauna und Flora zu schaffen. Maßnahmenträger seien vielfach die Kommunen, die ihre Gewässer renaturieren und die Durchwanderbarkeit wiederherstellen müssten.

Die Zielerreichung werde außerdem durch den Klimawandel mit den längeren Phasen mit deutlich geringeren Niederschlägen, die zu wenig Abflüssen bis hin zum Austrocknen der Fließgewässer und höheren Temperaturen führen, erschwert. Als Besonderheit im Oberrheingebiet gebe es auch einige nicht mehr in Auskiesung befindliche Baggerseen, deren chemische Situation verbessert werden müsse. Daneben ist laut RP in zwei Grundwasserkörpern die Verringerung von Nitrat anzugehen. Das Aufgabengebiet zur Zielerreichung des guten Zustands im Oberrheingebiet ist damit vielfältig und anspruchsvoll.

„Da wo es möglich ist, werden wir unsere Maßnahmenträger im Rahmen der ergänzenden Beratung und mit Fördermitteln unterstützen und auch diese Aufgabe gemeinsam meistern“, betont Felder.

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