Wersauer Hof - Seit wenigen Tagen tummelt sich das erste Kälbchen des Jahres auf dem landwirtschaftlichen Anwesen Kulleraugen erkunden die Welt

Von 
Katrin Dietrich
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Reilingen. Neugierig schaut das kleine Kälbchen mit seinem braun gelockten Fell in die Kamera. Dabei zeigt es stolz seine weiße Nase und die schöne weiße Zeichnung, die sich über die Stirn zieht und am linken Auge entlang bis fast zu der Nase reicht. Das zuckersüße Mädchen ist der erste Nachwuchs im neuen Jahr auf dem Wersauer Hof.

Auch wenn es noch die Muttermilch bevorzugt, lässt es sich das junge Kälbchen nicht nehmen, vom Heu zu kosten. © Dietrich
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Am Samstag, 9. Januar, erblickte es das Licht der Welt und schaute Agraringenieurin Carolin Hoffmann schon putzmunter an, als diese vormittags in den Stall kam. „Es ist das zweite Kalb, das die Mutter auf die Welt gebracht hat“, erzählt Carolin Hoffmann, die sich sehr über den tierischen Nachwuchs freut. Auf die Welt gebracht hat die Kuh ihr Kalb ganz allein, was auch normal ist. Nur bei der ersten Geburt einer Kuh oder wenn mit Komplikationen zu rechnen ist, ist ein Mensch oder Arzt dabei.

Reilingen Kälbchen erobert seine Welt

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Erstes Fotoshooting

Im Moment sind Mutter und Tochter in einem kleinen Stall mit nur wenigen Kühen untergebracht, das Kleine schaut sich interessiert die Welt an und beobachtet alles sehr genau. Man merkt aber, dass es dabei noch immer den Schutz der Mutter sucht. Typisch Mädchen zeigte sich das Kälbchen der Kamera gegenüber interessiert und gibt gleich sein Talent als Fotomodel preis. Das Jungtier zeigte sich von allen Seiten und setzte einen herzerwärmenden Blick nach dem anderen auf.

Allerdings machte das Fotoshooting hungrig und Carolin Hoffmann legte nochmals eine Gabel Heu nach. Auch wenn das Kleine erst eine Woche alt ist, macht es sich neben der Muttermilch schon eifrig über das Heu her. „Man sieht, dass sie das Essen noch übt, da sie viel kaut und erst wenig schluckt“, erkennt Carolin Hoffmann, die sehr stolz auf den Nachwuchs ist. Sie erzählt auch, dass das Kälbchen schon gut 45 Kilogramm wiegt und im Vergleich zu anderen Kälbern recht groß ist. Wie wenn es das Gesagte bestätigen wollte, hüpfte es lustig und munter durch den Stall und schaute dabei nach ihrer Mutter und auch nach Carolin Hoffmann.

Zwillinge sind wohlauf

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Mutter und Kind dürfen nun, wie alle anderen Kühe auch, ihr Glück neun Monate lang gemeinsam genießen, dann werden sie voneinander getrennt, damit die Mutter Kraft für den neuen Nachwuchs schöpfen kann. Auch die Zwillinge Bernhard und Bianca (wir berichteten), die im Mai vergangenen Jahres zur Welt gekommen sind und durch ihre Besonderheit die einzigen Kälber mit Namen auf dem Werauser Hof sind, stehen kurz vor der Trennung von der Mutter.

„Die zwei sind schon ordentlich gewachsen und trinken nach wie vor, neben ihrem Futter, auch am Euter der Mutter. Man sieht jetzt aber, dass es für die Mutter schon ein großer Kraftaufwand ist und deshalb kommen die Zwillinge nun bald zu den anderen Jungtieren“, erklärt die Agraringenieurin.

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Info: Weitere Bilder unter www.schwetzinger-zeitung.de

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Freie Autorenschaft Seit 2001 fotografiere und schreibe ich regelmäßig und gerne als Freie Mitarbeiterin für die Schwetzinger Zeitung. Vor meine Linse und unter meine Feder kommen gerne die Feuerwehr, Tiere, Natur, Kinder, Kirche, Feste, Kultur, mein Heimatort Reilingen und