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Lesen in Omas Kochbuch

Kurs, um Sütterlinschrift zu erlernen

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zg
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Reilingen. Die deutsche Schrift basiert auf dem lateinischen Alphabet, das aber nur 23 Großbuchstaben (Majuskeln) kennt. Diese Form der Schrift kam um 600 vor Christus im heutigen Mittelitalien über die Etrusker, eine antike Volksgruppe, zu den Latinern. Ab 1911 wurden im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums eine Ausgangsschrift zum einfachen Erlernen von Lesen und Schreiben von Ludwig Sütterlin entwickelt und eingeführt.

Sütterlin wurde in Rastatt geboren und arbeitete als Grafiker, Buchgestalter, Kunstgewerbler, Schriftgestalter und Pädagoge am Kunstgewerbe-Museum in Berlin. Zwar wurde ab 1942 Lesen und Schreiben nur noch in der lateinischen Schrift erlernt. Aber in den Kirchengesangbüchern oder in den Lesebüchern standen noch die alten „Druckbuchstaben“ nach dem Sütterlin-Alphabet bis nach dem Zweiten Weltkrieg.

Briefe und Urkunden

Für alle Wissbegierigen, die die „Sütterlinschrift“ kennen, lesen oder schreiben lernen möchten, bietet der Reilinger Heimatverein einen acht bis zehn Stunden umfassenden kostenlosen Kurs an. „Wir stöbern in Kochbüchern, in Briefen, in Poesiealben und in Urkunden. Am Montag, 16. Januar, um 19 Uhr treffen wir uns im großen Saal des Heimatmuseums, um den Kurswochentag festzulegen“, so der Verein. zg

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