„The Voice of Germany“ - Reilinger Marvin Merkhofer morgen in den „Battles“ / Widersacher ist „Me and the Heat“-Sänger „Keule“ Haas Mit ganzer Kraft im Rocksong

Von 
Maren Ryll
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„Battle“ zwischen zwei Sängern, die sich schon lange kennen: Marvin Merkhofer (r.) und Christian „Keule“ Haas geben auf der Bühne alles. © SAT.1/ProSieben/André Kowalski

Reilingen. „Die Reaktionen zu meinem Auftritt waren einfach nur der Hammer“, sagt Marvin Merkhofer im Nachhinein zu seinen „Blind Auditions“ bei „The Voice of Germany“. Als sein Auftritt im Fernsehen ausgestrahlt wurde, bekam der Sänger viele Nachrichten von Menschen, die er ewig nicht mehr gesehen habe, von vielen Freunden und sogar von Zuschauern, die er überhaupt nicht kannte, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt.

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Bei den „Blind Auditions“ haben bekanntlich zwei Juroren für Merkhofer gedrückt: Der Rapper Sido und Rea Garvey. Der 26-Jährige entschied sich für den irischen Sänger. Ab diesem Sonntag beginnen nun die sogenannten „Battles“, bei denen jeweils zwei Teammitglieder gegeneinander antreten. Die Ansage ist klar: „Die Hälfte fliegt raus“, weiß der Reilinger, der in der ersten Folge erscheint.

Zuvor haben die Kandidaten ihre Battlepartner kennengelernt, das Einstiegsvideo gedreht und natürlich viele Proben absolviert. „Als das Team von Rea komplett war, habe ich schon geahnt, wer mein Battlepartner wird“, erzählt Merkhofer.

Der Tag als er seinen Konkurrenten kennenlernte und dabei das Video gedreht wurde, wurde stets mit der Kamera begleitet. Seine Aufgabe war in ein Plattengeschäft in Stuttgart hineinzugehen, um sich dort einige Platten anzuhören. „Dann sollte ich rausgehen, um dort auf meinen Battlepartner zu treffen. Ich war total nervös“, beschreibt der Reilinger die kurze Zeit davor, „als ich ihn dann gesehen habe, bin ich fast zusammengebrochen“. Seine Befürchtung wurde Realität: Es ist der ebenfalls rockig eingestimmte Christian Haas, den er bereits aus seiner Jugendzeit kannte. Der 54-jährige Haas, dessen Spitzname „Keule“ ist, kommt aus Landau in der Pfalz und ist Bandmitglied bei “Me and the Heat“. „Keule hat bereits 30 Jahre Bühnenerfahrung“, ist sich der Reilinger über die Stärken seines Partners bewusst.

Harmonie im Ring wichtig

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Es standen nun fünf intensive Tage bevor, an denen das Duo und alle anderen Sänger ihre Songs einstudierten. In dieser Zeit war er mit allen Kandidaten in einem Hotel in Berlin untergebracht. „Das war wie eine große Freizeit, total cool“, erinnert er sich an die gemeinsame Zeit.

Für Marvin Merkhofer ist es wichtig, mit Harmonie auf der Bühne, die wie ein Boxring angerichtet ist, zu performen, währenddessen „Keule“ das Battle mit einem Kampf gewinnen möchte. „Diese Einstellung hat sich bei ihm aber schon nach drei, vier Stunden geändert.“, ist Merkhofer sichtlich erleichtert.

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Am ersten Probetag bekam das Duo von ihrem Coach Rea Garvey den Song, der für beide sehr passend war. Der Ire entschied sich für die Rock-Metal Version von Seether, „Careless Whisper“, das im Original von Georg Michael gesungen wurde. Nun war es die Aufgabe der Sänger, den Text aufzuteilen und somit zu entscheiden, wer welchen Teil des Liedes singt und performt. „Wir sind dann in einen Modus gekommen, bei dem wir gemerkt haben, jetzt geht es so richtig los“, erzählt Marvin Merkhofer rückblickend.

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Nachdem die erfahrenen Sänger den Text einige Male geprobt hatten, wurden sie als erstes Paar auf die Bühne geschickt. Während andere Kandidaten Probleme hatten, die Töne des Songs zu treffen, waren Merkhofer und Haas das einzige Battle, das schon sehr sicher im Text und Gesang war. Laut Coach Rea Garvey ging es bei ihnen nur noch um Kleinigkeiten. Er gab ihnen während der Proben immer hilfreiche Tipps, wie Merkhofer erzählt: Sie sollen mehr aus sich rauskommen und nicht zu nervös sein.

Andere Gesangstechnik lernen

Das Ziel des 26-jährigen Reilingers während der Proben war es, darauf zu achten, dass seine Stimme nicht wegbricht und deutliche Gefühle zu zeigen. Auch an seiner Gesangstechnik möchte er weiterhin arbeiten: „,Keule’ singt mit einer komplett anderen Technik als ich, die möchte ich auch noch lernen.“ Für den Auftritt nimmt er sich außerdem vor, den Fokus mehr auf die Power zu legen, dass sich bei einem rockigem Song in jedem Fall auszahlen dürfte.

Die „Battles“ wird sich Merkhofer mit seinen Freunden gemeinsam in Reilingen anschauen: „Ich freue mich auf Sonntag, das wird richtig fett!“