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Storchennachwuchs - Entwicklung der Tiere verläuft gut / Akinese-Reflex nicht mehr sicher

Nässe verhindert Beringung

Von 
jd
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Die Reilinger Störche bleiben in diesem Jahr unberingt. Bei der großen Hitze sind die Schnäbel der Jungstörche fast ständig aufgesperrt. © Rösch

Reilingen. Der Storchennachwuchs wächst und gedeiht prächtig. Die wechselnden Witterungsbedingungen, ein allzu nasser Mai und eine erste Hitzewelle im Juni, haben die Jungtiere gut verkraftet. Ihr körperlicher Entwicklungsprozess ist mittlerweile schon so weit vorangeschritten, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis sie sich in die Lüfte erheben können.

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Allerdings wird das Storchenduo in diesem Jahr ohne „Identitätsnachweis“ auskommen müssen. Die laserbeschichteten Kunststoffringe werden üblicherweise in der dritten bis sechsten Lebenswoche oberhalb des Sprunggelenks angebracht. „Wir sind dem Rat ausgewiesener Storchenexperten und des Nabu-Beauftragten Thomas Picke gefolgt, der ehrenamtlich im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell üblicherweise die Beringung der Störche in unserer Region übernimmt“, bestätigt Storchenpate Dieter Rösch. „Schweren Herzens“, beteuert er.

Verletzungsgefahr zu groß

Aber die Wiesen rund um das Storchennest seien Anfang Juni noch völlig durchnässt gewesen und hätten erst Mitte Juni gemäht werden können. Vorher wäre ein Steigereinsatz nicht in Frage gekommen. „Und jetzt ist es dafür schlicht-weg zu spät. Zu groß ist die Gefahr, dass die Jungen nicht in Akinese verfallen und in Panik das Nest verlassen, sich dabei womöglich verletzen“, betont Rösch.

Auch sei es unklar gewesen, wie in einem solchen Fall die noch nicht ganz flugreifen Weißstörche dann wieder auf das Nest zurückkommen. „Jetzt müssen unsere jungen Weißstörche im Spätsommer eben ohne ,Personalausweis‘ und ,Reisepass‘ den großen Flug nach Süden antreten“, beugt sich Rösch den Gegebenheiten. jd

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