Kraichbachbrücke - Vor 50 Jahren ersetzte eine Stahlbetonkonstruktion die historische „Steinerne Gewölbebrücke“ Reilinger Kraichbachbrücke wird 50 Jahre alt

Von 
jd
Lesedauer: 
Die alte Gewölbebrücke ist im Jahr 1960 zu schmal für die immer größer werdenden Fahrzeuge geworden und den Belastungen der Bundesstraße nicht mehr gewachsen. © sangunski

Reilingen. 50 Jahre alt ist die Kraichbachbrücke am östlichen Rand der Gemeinde geworden. Die 11,40 Meter breite Stahlbetonkonstruktion wurde im Dezember 1970 eingeweiht und für den Verkehr freigegeben. Zuvor war die dort den Verkehr über den Kraichbach leitende „Steinerne Gewölbebrücke“ abgerissen worden. Sie war zu schmal für die immer größer werdenden Fahrzeug und dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Überschlägig 400 000 Deutsche Mark kostete das für eine Belastung von bis zu 60 Tonnen ausgelegte neue Brückenbauwerk.

AdUnit urban-intext1

Der Neubau wurde vom Land als Straßenbaulastträger finanziert. Denn damals führte noch die Bundesstraße 39 mitten durch den Ort. Der gesamte Verkehr von Walldorf kommend schlängelte sich in Richtung Neulußheim oder Kirrlach sowie Hockenheim und in die umgekehrte Fahrtrichtung durch die Gemeinde. Während der Bauzeit wurde der Verkehr über eine parallel zur Baustelle verlaufende Behelfsbrücke geleitet.

Tankstelle ist längst Geschichte

Der östliche Ortseingang hat sich in all den Jahren nicht nur wegen des Brückenneubaus gravierend verändert. Die Araltankstelle der Familie Franz Zimmermann, damals die „letzte Tankstelle vor der Auto-bahn“, gibt es längst nicht mehr. An deren Stelle stehen heute Wohngebäude. Westlich der Brücke schließt sich die (Untere) Hauptstraße an, jetzt eine Gemeindestraße. Ganz in der Nähe zieht das älteste und schönste Fachwerkhaus im Ort die Blicke auf sich. Das historische Gast-haus „Zum Löwen“, heute ein Dorfgemeinschaftshaus mit Restaurant und Heimatmuseum, wurde bereits 1435 erstmals als Herberge erwähnt.

Badeplatz der Jugend

Östlich werden die Verkehrsteilnehmer auf die Walldorfer Straße geleitet, in der Gegenwart eine sogenannte Gemeindeverbindungsstraße in der Baulast der Großen Kreisstadt Hockenheim. Namensgeber des südlich angrenzenden Baugebiets und einer dortigen Gemeindestraße ist die ehemals an der steinernen Gewölbebrücke anzutreffende „Gänsweid“.

AdUnit urban-intext2

Ein Stück weiter in Richtung „Mühle“ befand sich am Kraichbach der ehemalige Badeplatz für die Reilinger Jugend.

Mehr zum Thema

Klärwerk Millionen für saubereren Kraichbach investieren

Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
Mehr erfahren

Kraichbach Ursache des Schaums ist noch unklar

Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
Mehr erfahren

Ökologie Frischluftschneise soll erhalten bleiben

Veröffentlicht
Von
Andreas Wühler
Mehr erfahren

Abstimmung Wen würden Sie zum Vogel des Jahres 2021 wählen?

Veröffentlicht
Von
red
Mehr erfahren

Hochwasser Flut wird in der Nacht zum Sonntag erwartet

Veröffentlicht
Von
zg
Mehr erfahren