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Straßenbau - In zwei Straßen werden Risse im Asphalt beseitigt

Schäden vorgebeugt

Von 
jd
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Tiefbauingenieur Arno König (3.v.l.) überzeugt sich gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Weisbrod (rechts neben ihm) und Bauamtsleiterin Ramona Drexler (l.) von den Vorzügen des angewendeten HPS-Sanierungsverfahrens. © Dufrin

Reilingen. Nur wenige Fahrzeuge sind am frühen Samstagmorgen auf den Ortsstraßen unterwegs. Beim Kreuzbäcker Schieck sichern sich die Frühaufsteher die frischen Backwaren fürs Frühstück. Am davorliegenden Abzweig der Haupt- und Speyerer Straße ist von der morgendlichen Ruhe nicht viel zu verspüren. Dort haben die Straßenspezialisten des in Bad Schönborn ansässigen Kommunaldienstleisters BST damit begonnen, die Rissschäden in der Asphaltschicht der Oberen Hauptstraße auszubessern.

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Zum Einsatz kommt dabei ein Heiß-Pressluft-Verfahren (HPS-Verfahren), das sich bei einer Rissbreite von bis zu zehn Millimetern und einer Risstiefe von bis zu 20 Millimeter als kostengünstige Alternative zum Straßenerhalt erwiesen hat. Hierbei werden die längs-, quer- und netzartig verlaufenden Risse im Asphalt mit einer Heißluftlanze unter einem Druck von acht Bar ausgeblasen. Nachdem die Schadstellen sorgfältig gereinigt und getrocknet sind, kann die etwa fünf Zentimeter breite Bitumen-Vergussmasse aufgebracht werden. Diese wird schließlich mit einem vorbituminisierten Edelsplitt abgestreut.

„Wir haben uns bei diesen aufwendigen Arbeiten bewusst für den verkehrsärmeren Samstag entschieden, um den Verkehrsfluss nicht allzu sehr zu behindern“, erklärt Diplomingenieur Arno König vom gleichnamigen Walldorfer Büro für Bauwesen. Er ist zusammen mit Bürgermeister Stefan Weisbrod und Bauamtsleiterin Ramona Drexler schon früh auf den Beinen, um den Arbeitsablauf zu koordinieren. Damit alle Schadstellen zugänglich sind, hatte vorab der Bauhof den Straßenverlauf bis hin zum Verkehrskreisel am Sportplatz mit einem absoluten Halteverbot ausgeschildert.

Vorgehensweise spart Geld

„Mit der jetzigen Sanierungsaktion machen wir unsere Straßen länger haltbar und ersparen zugleich der Gemeindekasse höhere Kosten, wie sie bei einem ausgeprägten Schadensbild unweigerlich fällig wären“, betont Bürgermeister Stefan Weisbrod.

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Denn Alterungsprozesse, Verkehrsbelastung und Witterungseinflüsse ließen zwangsläufig Risse oder aufgehende Nähte und Arbeitsfugen im Straßenasphalt entstehen. Bei Frost gefriere das eingedrungene Oberflächenwasser und verschlimmere die Schädigung des Straßenkörpers. „Uns lag daher viel daran, noch vor Wintereinbruch die auf rund 22 000 Euro veranschlagten Konservierungsarbeiten ausführen zu lassen“. jd

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