Friedhof - Trauerhalle den Bestimmungen der Pandemie-Vorschriften angepasst / Viel Abstand, aber keine Maskenpflicht Schritt zum würdigeren Abschied

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zg
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Die Aussegnungshalle wurde so bestuhlt, dass viel Abstand zwischen den Trauernden eingehalten werden kann. © Gemeinde

Reilingen. Mindestabstand statt Umarmung, lautet weiterhin das Motto auf dem Friedhof der Gemeinde. Doch wer einen Angehörigen verliert, hat das Recht zu trauern. Glücklicherweise wurden jetzt für Beerdigungen die Bestimmungen zum Infektionsschutz gelockert. Dies hat auch Auswirkungen auf den Friedhof in Reilingen, wie die Gemeinde mitteilt. Demnach konnten Vereinfachungen und ein erster Schritt zu einem würdigeren Abschied umgesetzt werden.

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In der Hochphase der Corona-Beschränkungen durften nur fünf Personen an einer Beerdigung teilnehmen, die Trauerhalle war gesperrt. Seit Anfang Mai gilt, dass 50 Personen an einer Bestattung anwesend sein dürfen. Auch die Leichenhalle ist jetzt nach Absprache mit den Kirchengemeinden wieder offen. „Wir haben die Aussegnungshalle so bestuhlt, dass zwischen den Trauernden der Mindestabstand eingehalten werden kann“, informierte Bauamtsleiterin Ramona Drexler.

Bei größeren Trauerfeiern dürfe dennoch nur der engere Kreis in die Halle, die übrigen Trauergäste müssten unter freiem Himmel vor der Halle bleiben. Am Eingang werde Desinfektionsmittel bereitgestellt. Ein Mundschutz könne auf freiwilliger Basis getragen werden, eine etwaige Pflicht bestehe allerdings nicht.

Bürgermeister Stefan Weisbrod ist dankbar, dass mit den neuen Regelungen ab sofort ein Schritt zum würdigen Abschiednehmen möglich ist: „Der emotionale Vorgang des persönlichen Abschiednehmens ist weder verschieb- noch wiederholbar.“ zg