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Jugendfeuerwehr - Beim Zeltlager dominieren Spaß, Spiel und jede Menge Unterhaltung

Wettkampf und Lagerfeuer

Von 
zg
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Ein beliebtes Spiel bei der Lagerolympiade ist Wassertransport mithilfe von Schwämmen. © Anja Lang und Lucas Geschwill

Reilingen. Wenn über dem Sandweg Rauch aufsteigt und im Reilinger Sandwegstadion auf jeder verfügbaren Leine Kleider und Schuhe zum Trocknen hängen, ist es wieder so weit: Zeltlager der Jugendfeuerwehr. Das heißt: Vier Tage lang 112 Prozent Spiel, Spaß, Spannung, Action und ein großes Lagerfeuer, das nicht ausgehen darf. Das Pfingstzeltlager ist zweifelsohne das Highlight des Jugendfeuerwehrjahres. Schon die Wochen davor steigt die Spannung, wenn in den Übungsstunden Holz für das große Lagerfeuer gesammelt und die Zelte samt Ausstattung gerichtet werden.

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Zu Beginn unterstützten die Aktiven der Feuerwehr beim gemeinsamen Aufbauen der Zelte und des Lagers sowie dem Vorbereiten der Lagerfeuerstelle. Den Freitag nutzten Jugendwart und Jugendleiter, um das Organisatorische zu regeln: Wer Nachtwache hat, wer beim Kochen hilft oder Spüldienst hat und vor allem – welche Regeln gilt es, neben allem Spaß zu befolgen. Danach werden die Zelte bezogen, das Lagerfeuer übernommen und sich erst einmal eingelebt.

Nach dem gemeinsamen Frühstück standen tags darauf verschiedene Spiele und Feuerwehrausbildung auf dem Programm. Es wurden Schläuche gerollt, Wasser transportiert, das größte Jenga-Spiel Reilingens gespielt, kleine Fallschirme gebaut und vieles mehr. Gestärkt durch das Abendessen und eine kurze Pause am Lagerfeuer, brach man dann zur Nachtwanderung auf.

Der Sonntag steht normalerweise im Zeichen der Lagerolympiade und des gemeinsamen Familienabends. Doch bevor die Olympiade startete, standen nochmals Feuerwehrübung und das Lagerprojekt an. In diesem Jahr galt es, pro Gruppe eine Lagerfeuer-Bank zu bauen, die am Familienabend prämiert wurde. Da die Bänke alle über Sonderausstattungen wie Getränkehalter oder Tische verfügten, fiel das Ergebnis denkbar knapp aus.

Bei der Lagerolympiade galt es für die Teams, Wasser mit einem Schwamm und in einem Helm per Seilbahn zu transportieren, schnellstmöglich den menschlichen Knoten zu lösen oder mit den Rasenskiern eine Strecke zurückzulegen und mit einem Schwamm möglichst oft eine Becherpyramide abzuräumen.

Für das Finale der Lagerolympiade hatte sich das Olympische Sandwegkomitee noch etwas Besonderes ausgedacht: Eine Auswahl der Jugend trat gegen eine Gruppe der Aktiven an. Die Herausforderung war, dass die Jugend die Aktiven selbst bestimmen durften und die Spiele natürlich vorab nicht bekannt waren.

Und so trat die Jugendauswahl im Finale unter anderem gegen Florian Schulze im Schlauchrollen an. Schulze, der nach wie vor den Südreilinger-Rekord im einhändigen B-Schlauchrollen hält, musste sich nur knapp geschlagen geben. Ebenso knapp verlor Kommandant Piperno das Duell im „Apfel aus der Wasserschüssel“ fischen. Piperno, selbst seit 2004 Rekordhalter in der Oberrheinischen Tiefebene, legte allerdings Protest wegen falscher Maße der Wasserschüssel und einer Ananas, die man angeblich zur Irritation in seine Schüssel gelegt hätte, ein. Der ehemalige Jugendwart Stefan Grahlert durfte sich im Kistenlauf messen. Gerätewart Fabian Klett war ein schwerer Gegner im Nagelspiel und dann galt es noch für Mike und Marko, mit zusammengebundenem Bein eine Strecke schneller zu laufen als die Spezialisten der Jugendfeuerwehr.

Am Ende waren natürlich alle Gewinner. Zum Familienabend hatten sich Jugendwart und Jugendleiter dann noch ein Musikratespiel ausgedacht, bei dem alle mächtig Spaß hatten. Bei selbst gemachten Salaten, Kuchen, Grillgut und Kaltgetränken ließen Jugendfeuerwehr, Aktive und Eltern den gemeinsamen Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Eintrittsalter beträgt acht Jahre

Montags galt es dann alles abzubauen und bis zum nächsten Jahr im Gerätehaus zu verstauen. Wie immer ein tolles Erlebnis für die Kinder der Jugendfeuerwehr und wenn man ehrlich ist, auch für die aktiven Mitglieder. So richtig los kommt man ja nicht, wenn man selbst mal in der Jugend war. Und nach zwei Jahren Corona-Pause war es für alle 112 Prozent Spaß und Action.

Wer im nächsten Jahr mit dabei sein will, für den ist die Jugendfeuerwehr genau das Richtige. Sie trifft sich dienstags von 18 bis 19.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wer älter als acht Jahre ist, kann einfach vorbeikommen. zg

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