Vogelwelt - Ehrenamtliche Helfer kontrollieren und reinigen die Nistkästen in öffentlichen Anlagen Wohnungsputz für Meise und Kleiber

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jd
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Werner Borowski (li.) und Herbert Nehiba übernehmen gemeinsam die fällige Unter-suchung der kommunalen Nistkästen, hier am Burgweg. © Dufrin

Reilingen. Auf rund 130 Nistkästen angewachsen ist der Bestand im Ortsgebiet. Weitere 20 Exemplare sollen demnächst noch folgen. Nisthilfen sind beispielsweise bei der Bürgerbegegnungsstätte, am Friedhof, im Bürgerpark oder im Schul- und Hallenumfeld anzutreffen. Allein rund um den Reilinger See gibt es mehr als 30 künstliche Nistmöglichkeiten. Auch an Straßenbäumen, beispielsweise am Burgweg, befinden sich Brutstellen für verschiedene Vogelarten.

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Bevor sie von Meisen, Kleiber, Sperling, Star und Baumläufer bezogen werden, muss eine sorgfältige Reinigung vorausgehen. Denn die Vogelbrut soll nicht übermäßig von den dort angesiedelten Parasiten wie Vogelflöhe, Milben und Zecken befallen werden.

Dieser anspruchsvollen, mehrere Wochenenden beanspruchenden Aufgabe widmet sich regelmäßig Herbert Nehiba. Er ist vielen in der Gemeinde nicht nur als Hausmeister für die kommunalen Kindergärten, sondern auch als großer Vogelfreund bekannt. Weil er derzeit gesundheitlich etwas angeschlagen ist, geht ihm Werner Borowski helfend zur Hand, dem ebenfalls die Natur am Herzen liegt.

Anhand der von Herbert Nehiba angelegten, akribisch geführten Bestandslisten werden seit Mitte Januar sukzessive alle inner- und außerörtlichen Nistkasten-Standorte aufgesucht. Meistens reicht es aus, den Nistkasten mit einem kleinen Handbesen auszufegen. Bei größerem Parasitenbefall muss auch schon mal mit klarem Wasser ausgespült werden.

Dokumentation mit Aussagekraft

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Die jährliche Reinigungsaktion wird vor dem oft schon sehr früh einsetzenden Brutgeschäft fällig. „Im Januar und Februar ist die günstigste Zeit, weil die Vogelbehausungen jetzt weitgehend frei von eventuellen „Nachmietern“ sind“, erklärt Nehiba.

Damit verbunden ist auch eine Belegungskontrolle, die selbstverständlich fortlaufend dokumentiert wird. So lassen sich das jährliche Brutverhalten und die Vogelpopulation studieren.

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Unterstützung erhalten die ehrenamtlich tätigen Vogelfreunde von der Gemeinde. Sie stellt den fahrbaren Untersatz und das notwendige Reinigungszubehör. Von ihr finanziert wird auch die Anschaffung neuer Nistkästen. jd