Neugestaltung des Kirchvorplatzes - Zugang zum Gotteshaus jetzt barrierefrei / Offener Raum mit großer Grünanlage Pflanzenmeer statt Mauern

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wr
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Der Vorplatz ist neu saniert: Die Kirche steht jetzt frei und ist für alle Bürger sichtbar. © wr

Philippsburg. Offener, großzügiger und einladender als je zuvor: in dieser Form präsentiert sich jetzt die um- und neugestaltete Außenanlage der 1936 gebauten evangelischen Christuskirche in Philippsburg. War das Grundstück bislang mit einer, wie es hieß, maroden und desolaten Umfassungsmauer umgeben, so ist diese ganz verschwunden. Statt der steinernen Einfassung gibt es eine Grünanlage mit saftigem Rasen, mit verschiedenen Pflanzen und Sträuchern, wie bei einem Rundgang festzustellen, wozu Pfarrer Andreas Riehm-Strammer ausdrücklich eingeladen hatte.

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Bei der offiziellen Übergabe betonte der Pastor vor mehr als 80 Gästen, dass die Neugestaltung des Außengeländes um die Christuskirche nach vielen Überlegungen, Planungen und Vorarbeiten nunmehr umgesetzt sei.

Vor allem auf drei Aspekte hätten die Verantwortlichen großen Wert gelegt: Es ging ihnen darum, einen Ersatz für die alte Mauer zu schaffen, einen offenen Raum mit einer freistehend sichtbaren Kirche zu ermöglichen und einen barrierefreien Zugang umzusetzen. Hinzu komme die Einbindung einer Tafel des Altstadtrundgangs. Dort wird mit Bildern und Texten die Geschichte des Gotteshauses in deutscher, englischer und französischer Sprache erklärt.

Besonders dankte Riehm-Strammer der Stadt, die das mehr als 80 000 Euro teure Projekt „wohlwollend begleitet“ habe. Bürgermeister Stefan Martus wies darauf hin, dass die Platzgestaltung auch schon bei früheren Sanierungsprogrammen eine Rolle gespielt habe, doch sei leider eine Programmaufnahme und Förderung nicht möglich gewesen. Besonders würdigte der Geistliche die Unterstützung durch die beiden Gemeindemitglieder Rudolf Scheuer und Manfred Hofmeyer.

Landschaftsarchitekt entwickelt

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„Mit einer kleinen Zeichnung hatten wir begonnen“, berichtete der Pfarrer. Diese bescheidenen Anfänge habe dann der Garten- und Landschaftsarchitekten Bernhard Finke weiterentwickelt, der in seinem Grußwort von der Herausforderung sprach, damit auch eine Verschönerung des Stadtbildes insgesamt zu erreichen. Wichtig sei gewesen, tatsächliche und auch gedankliche Barrieren abzubauen, einen offenen Zugang ins Innere der Kirche zu schaffen und dabei auch stufenlos ins Gotteshaus zu kommen.

Mit der Ausführung der Arbeiten war die Huttenheimer Firma Günter Weick beauftragt, die zur Freude der Protestanten das Versprechen abgab, eine schöne Sitzbank für den schönen neuen Kirchenvorplatz zu spenden.

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Zu den Gästen beim Erntedank-Familiengottesdienst und bei der anschließenden Übergabe gehörten Bürgermeister a.D. Jürgen Schmidt, Rheinsheims Ortvorsteherin Jasmine Kirschner, die Stadträte Werner Back und Peter Steinel als Vertreter der vier Gemeinderatsfraktionen, die Rektoren Thorsten Uhde und Ulrich Schmitt und auch der 97-jährige Philippsburger Pfarrer i.R. Hans Ott. wr