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Historie

9/11: Unsere Leser erinnern sich

Von 
Catharina Zelt
Lesedauer: 
Rauch steigt aus den brennenden Zwillingstürmen des World Trade Center auf, nachdem entführte Flugzeuge am 11. September 2001 in die Türme in Manhattan geflogen sind. © Richard Drew/DPA

Region. Der Schrecken sitzt auch heute, 20 Jahre später, noch tief. Zwei Hochhäuser, Rauch, Chaos: Niemand wird die Bilder wohl jemals vergessen können, die weltweit am 11. September 2001 übertragen werden. Eine Boeing 767 bohrt sich wie ein Projektil in den nördlichen 411 Meter hohen Tower des World Trade Centers (WTC) in New York und explodiert, 18 Minuten später schlägt eine weitere Boeing 767 in den südlichen Tower des WTC ein.

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Damit ist der Schrecken noch nicht vorbei: Etwas später stürzt ein weiteres entführtes Flugzeug in das Zentrum der amerikanischen Verteidigung, das Pentagon in Washington. 125 Menschen sterben in den Trümmern. Ein viertes entführtes Flugzeug stürzt bei Pittsburgh ab, das vermutliche Ziel war das Weiße Haus. Rund 3000 Menschen sterben an diesem Tag.

Die Terroranschläge in New York jähren sich am Samstag zum 20. Mal. Der 11. September 2001 ist nicht nur in den Geschichtsbüchern verewigt, sondern ist auch in den Erinnerungen vieler Menschen präsent.

Viele Nutzer haben uns ihre Erinnerungen geschildert. Einige davon haben wir hier zusammengefasst.

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  • „Unsere Tochter war erst wenige Wochen alt. Meine Eltern hatten mich angerufen und mir gesagt, ich solle den Fernseher anmachen. Ich dachte erst, es wäre ein Film. Dann versuchte ich meinen Mann zu erreichen, der damals noch Soldat in der Army war, konnte ihn jedoch nicht erreichen. Ausnahmezustand. Währenddessen flog das zweite Flugzeug in den Südturm des WTC. Abends kam mein Mann endlich nach Hause, wir konnten nicht begreifen, was passiert war. 2019 waren wir am Ground Zero, wo so viele Menschen gestorben sind. Die vielen, vielen Namen der Toten zu lesen hat uns sehr betroffen gemacht.“
  • „Ich war gerade in Mannheim zum MediaMarkt unterwegs und hörte im Autoradio von einem Flugzeug, was in das WTC geflogen ist. Bin dann von der Tiefgarage des Mediamarktes hoch in die TV-Abteilung, wo schon eine Menge Leute an den laufenden TV-Geräten ungläubig auf die Bilder starrten. Und plötzlich sahen wir alle, wie das zweite Flugzeug in den anderen Turm krachte. Dass das wohl kein Zufall/Unfall war, wurde uns ziemlich schnell klar. Alle waren geschockt und die meisten sprachlos.“
  • „Ich war damals neun Jahre alt und bin vom Spielen nach Hause gekommen, als ich nebenbei die schrecklichen Bilder im Fernsehen gesehen hatte, da meine Eltern wie jeden Abend Nachrichten geschaut hatten. Als Kind konnte ich das Ganze gar nicht so richtig greifen. Zum Glück hatten wir eine ganz tolle Lehrerin in der Grundschule, die uns das Ganze versucht hat möglichst kindgerecht zu erklären und uns Raum gegeben hat, Fragen zu stellen, sodass kein Kind mit seinen Fragen hat alleine bleiben müssen.“
  • „Ich war damals hochschwanger und wohnte derzeit nur eineinhalb Stunden nördlich entfernt von New York. Ich saß in Schockstarre wie paralysiert stundenlang vor dem Fernseher. Grauenvolle Bilder, die sich eingebrannt haben.“


  • „Es war mein 15 Geburtstag.Ich kann mich an alles erinnern, es war wirklich und ist heute noch eine sehr starkes emotionales Erlebnis.“
  • „Ich war auf der Arbeit. Schreckensnachricht, Terror, der schlimmste Terroranschlag aller Zeiten so etwas darf nie wieder passieren…“
  • „Ich war am arbeiten und konnte es erst nicht glauben, bis ich die Bilder im TV gesehen habe. Dann wollte ich gegen Abend ins Training… habe aber nichts hinbekommen. Der Trainer hat mich und meine Kumpels nach Hause geschickt, um das Ganze best möglichst zu verarbeiten.“
  • „Wir waren gerade in München und wunderten uns, dass überall so viele Leute vor den Lokalen standen. Ein besonderer Film oder so - alles Realität. Waren sehr geschockt. Shopping war nicht mehr so wichtig.“
  • „Ich saß gerade in Schwetzingen beim Friseur, als ich davon erfuhr, da ich am nächsten Tag nach Berlin musste. In Berlin dann musste ich einige Male ein Foto machen, um dem Sicherheitspersonal zu beweisen, dass meine Kamera auch wirklich eine Kamera ist.“
  • „Ich hatte eine Fortbildungsveranstaltung für Architekten im Schloss Schwetzingen für meine Firma organisiert. Es könnte sein, dass sogar Dr. Pöltl die Begrüßung vorgenommen hatte. Niemand hatte begriffen, was da vor sich ging. Auf diese Veranstaltung mit dem wunderschönen Ambiente hatten sich alle gefreut, aber sie wurde dann beendet, weil die Stimmung bedrückt war.“
  • „Ich hatte gerade meine Ausbildung angefangen und als ich heim kam, stand meine Mutter im Wohnzimmer vor dem Fernseher und sagte: ,Rebby, ich glaub der Dritte Weltkrieg hat angefangen.‘ Ich war sehr geschockt.“
  • „Ich war 15 Jahre und meine Familie und ich fuhren zur Beerdigung meiner Oma nach Bayern. Mein Vater fährt immer ohne Radio Auto und wir wunderten uns, dass wir so viele Militär-US-Fahrzeuge gesehen haben auf den Straßen. Und alle US-Stationen, an denen wir vorbei fuhren, waren plötzlich mit Panzern und Waffen gesichert. Man hat gesehen, dass die Amis vor etwas Angst hatten, aber wir wussten (noch) nicht warum.“
  • „Ich habe damals in Palma am Flughafen gearbeitet und hatte gerade Feierabend. Ich war anschließend mit Freunden zum Essen verabredet und da lief der TV. Wir dachten alle, das ist alles nicht wahr. Von dem Tag hat sich unser Leben am Flughafen komplett verändert.“
  • „Ich kann mich sehr gut erinnern, als wir damals bei mir daheim eingetrudelt sind nach der Schule und im TV und Radio darüber berichtet wurde. Habs wahrgenommen, als würde die Welt jetzt untergehen.“


  • „Ich war 17, hab gerade fern geschaut, als das aktuelle Programm unterbrochen und live geschalten wurde, mit der Meldung, dass ein Flugzeug in die Twin Towers geflogen war.“
  • „Ich war zwölf und es war, glaube ich, der zweite Schultag nach den Sommerferien und ich war mit meiner damaligen besten Freundin unterwegs und wir sind dann mittags zu ihr. Als wir die Wohnung reingelaufen sind, liefen im TV die Nachrichten und wir waren geschockt. Am nächsten Tag in der Schule erzählte eine Freundin, dass sie dort noch in den Sommerferien war.“
  • „Ich habe da bei der Dresdner Bank im Investmentbereich gearbeitet, auf einmal kamen Bilder von einem Kollegen aus Frankfurt. Innerhalb von paar Stunden war bei uns die Hölle los am Telefon.“
  • „Ich hatte gerade per Zufall nach dem Lernen für die Uni die Glotze angemacht, weil ich total krank war (Grippe) und mich eigentlich nur ein bissel ablenken wollte. Konnte nicht glauben, was ich da sah. Dazu noch krank, mein Kopf dicht... es war völlig surreal.“
  • „Ich war an dem Tag im Schwarzwald bei Freunden. Ich dachte, es ist ein Film. Und starrte wie gebannt auf die Bilder. Bis ich realisierte, dass es echt und grausame Wirklichkeit war. Die Bilder von den Menschen, die aus dem Wolkenkratzer sprangen, werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Ich konnte meinen Urlaub nicht mehr fortsetzen. Bin am nächsten Tag nach Hause gefahren. Dieser Song von Enya ,Only Time' - ist ewig in meinem Kopf.“

Volontariat Jungredakteurin der Schwetzinger Zeitung

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