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Bündnis 90/Die Grünen - Tour mit Nicole Heger und Dr. Andre Baumann entlang des geplanten Radschnellwegs

Abstand zur Feldhecke gewährleisten

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zg
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Mit 20 Teilnehmenden war die Tour komplett ausgebucht. Dr. Andre Baumann (vorne l.) und Nicole Heger (vorne r.) waren mit dabei. © Hierschbiel

Mit der Kandidatin der Grünen für den Bundestag, Nicole Heger, und dem Landtagsabgeordneten Dr. Andre Baumann als „Schrittmachern“ organisierte das Team von Bündnis 90/Die Grünen Schwetzingen eine Tour entlang des geplanten Radschnellwegs von Schwetzingen nach Heidelberg und sammelte dabei fleißig Kilometer fürs Stadtradeln, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Unterwegs gab es mehrfach Zwischenstopps für Informationen und Diskussionen. Nicole Heger betonte: „Wir brauchen eine echte Mobilitätswende.“ Dafür müsse der Radverkehr gefördert werden. Mit Blick auf die Karte des geplanten Radschnellwegs unterstrich sie: „Radfahren muss sicher sein, und die Wege müssen so gestaltet werden, dass man schnell vorankommt. Es muss Vorteile haben, auf das Auto zu verzichten.“ Wichtig sei ihr dabei auch das Zusammenspiel mit einem gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr und mit den Unternehmen der Region, die ihren Mitarbeitern Fahrräder und E-Bikes anbieten könnten – wie es bisher schon bei den Firmenwagen geschieht.

Für den Korridor Heidelberg-Eppelheim-Schwetzingen habe eine Untersuchung ein Potenzial von 2900 Radfahrten pro Tag ermittelt. Damit liegt die Strecke auf dem siebten Platz unter 70 landesweit untersuchten Strecken und wurde in den vordringlichen Bedarf für einen Radschnellweg eingestuft. Dessen Kosten werden vom Land finanziert.

Bisher eng und holprig

Bisher sei der Radweg nach Heidelberg oft eng und holprig, und insbesondere in Eppelheim seien viele Straßen zu queren. Demgegenüber werde der neue Radschnellweg mindestens vier Meter breit sein, weitgehend kreuzungsfrei verlaufen und eine hohe Qualität des Belags aufweisen. Als Vorzugsvariante für den Radschnellweg sei vom Planungsbüro die direkte Verbindung Schwetzingen-Heidelberg vorgeschlagen worden. Diese Strecke soll parallel zur ehemaligen Straße von Heidelberg nach Schwetzingen verlaufen, die – in direkter Linie vom Königstuhl zum Schwetzinger Schloss – von Kurfürst Carl Phillip um 1720 angelegt und damals für die Seidenraupenzucht mit Maulbeerbäumen bepflanzt wurde. Ab 1873 führte die Bahnlinie zwischen Heidelberg und Schwetzingen über diese Trasse, 1967 wurden die Gleise abgebaut.

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Heute wächst auf der ehemaligen Bahnstrecke die längste Feldhecke des Landes. Sie sei geschütztes Biotop und, wie Dr. Baumann erläuterte, wichtiger Rückzugsort für zahlreiche Tierarten in landwirtschaftlich intensiv genutztem Gebiet.

Ausführlich diskutierten die Teilnehmer Trassenvarianten, Ausgestaltung und Beleuchtung des geplanten Radschnellwegs. Dr. Baumann wies darauf hin, dass der Flächenverbrauch für den Radweg ein Bruchteil dessen betrage, was für die Bundesstraße 535 benötigt wurde. Für die Mitglieder der Grünen-Fraktion im Schwetzinger Gemeinderat ist es wichtig, dass bei der Planung des Schnellwegs nicht der Naturschutz vernachlässigt wird. Lichtverschmutzung durch die Radwegbeleuchtung müsse auf ein Minimum reduziert werden, etwa durch sensorgesteuerte Lampen, und ein ausreichender Abstand zur Feldhecke gewährleistet sein. Außerdem gelte es, das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung abzuwarten und zu berücksichtigen.

Anschließend wurde die Fahrt bis zur Bioland-Baumschule in Handschuhsheim fortgesetzt. zg

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